Kriminalität: Gemeinsame Pressekonferenz von Dobrindt und Wadephul
Die Regierung hatte eine baldige Erklärung angekündigt, wer nach ihrer Einschätzung hinter der Sprengstoff-Drohne vom Leipziger Flughafen steckt. Nun treten Außen- und Innenminister vor die Medien.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Bundesregierung hat kurzfristig eine Pressekonferenz von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) angekündigt. Sie wollen heute um 17.30 Uhr gemeinsam ein Statement abgeben, wie es in einer Mitteilung des Bundesinnenministeriums heißt. Was das Thema der kurzfristig anberaumten Pressebegegnung sein wird, wurde nicht mitgeteilt. Erwartet wird jedoch, dass sich die Minister dazu äußern, wen die Bundesregierung für den versuchten Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich macht - und wie sie darauf reagieren will.
Politiker und Experten hatten die Vermutung geäußert, dass Russland hinter dem Vorfall stecken könnte. Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden.
"Hybrider Angriff"
Die Bundesanwaltschaft sprach von einem "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland", Innenminister Dobrindt von einem "hybriden" Angriff "fremder Mächte". Ermittelt wird wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Unter hybrider Kriegsführung versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. Dazu zählen auch Cyberattacken und Desinformationskampagnen, um die öffentliche Meinung etwa vor Wahlen zu beeinflussen.
Merz: Ermittlungen sind weit fortgeschritten
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angekündigt, dass sich die Bundesregierung bald zu Erkenntnissen über die Urheber des Vorfalls mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen äußern werde. Am Sonntag sagte er im ARD-Sommerinterview, die Ermittlungen stünden kurz vor dem Abschluss. "Wir haben eine weitgehende Einigung in der Bundesregierung, wie wir reagieren", sagte er. Und es werde nicht mehr lange dauern.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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