Deutschland schwitzt weiter: Hitze-Hammer kehrt nach kurzer Verschnaufpause zurück

Deutschland bekommt nur eine kurze Pause von der Extremhitze. Nach wenigen angenehmeren Tagen rollt bereits die nächste Hitzewelle an – mit Temperaturen bis 36 Grad. Gleichzeitig verschärft sich die Dürre weiter.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Gewitter bringen kurzzeitig Regen, können die massive Trockenheit in Deutschland aber kaum lindern. (Foto) Suche
Gewitter bringen kurzzeitig Regen, können die massive Trockenheit in Deutschland aber kaum lindern. Bild: Patrick Pleul/dpa/dpa
  • Nach der Extremhitze sinken die Temperaturen kurzzeitig – am Wochenende kommt die nächste Hitzewelle
  • Der DWD warnt im Südosten vor kräftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen
  • Die Trockenheit verschärft sich: Seit Monatsbeginn fiel laut Experten nur ein Bruchteil des üblichen August-Regens

Deutschland kann kurz aufatmen, doch die nächste Hitzewelle steht bereits vor der Tür. Nach Wochen mit Temperaturen von fast 40 Grad bringt ein atlantisches Tief vorübergehend kühlere Luft nach Deutschland. Doch die Erleichterung hält nur wenige Tage. Schon am Wochenende kehrt die Hitze zurück.

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Wetterwechsel nach Extremhitze: Temperaturen stürzen vorübergehend ab

Nach der Hitzespitze mit bis zu 39,4 Grad in Regensburg am 4. August sorgt ein Luftmassenwechsel zunächst für Entspannung. Während in der Nordwesthälfte am Donnerstag Temperaturen zwischen 21 und 27 Grad erwartet werden, bleibt es im restlichen Land mit 26 bis 31 Grad noch sommerlich warm. "Die Temperaturen gehen kurz zurück, im Norden Deutschlands sogar unter den Durchschnitt", sagt Meteorologe Dominik Jung gegenüber "Bild". An der Küste werden am Freitag teilweise nur 19 bis 23 Grad erreicht. Doch die Abkühlung ist nur eine kurze Pause.

DWD warnt vor Gewittern mit Starkregen und Sturmböen

Bevor die neue Hitze kommt, muss Deutschland noch einmal mit unruhigem Wetter rechnen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Donnerstagnachmittag und -abend vor kräftigen Gewittern zwischen den Alpen und Niederbayern. Dabei wird die verbliebene schwül-heiße Luft von kühleren Luftmassen verdrängt. Besonders problematisch kann der Starkregen werden. Innerhalb kurzer Zeit können bis zu 25 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Vereinzelt sind sogar Mengen von 30 bis 40 Litern möglich. Zusätzlich drohen kleinkörniger Hagel, Sturmböen bis etwa 70 km/h und kräftige Gewitter im Südosten.

Der Freitag bietet vielen Menschen eine willkommene Erholung. Im Norden bleiben die Temperaturen mit 19 bis 23 Grad vergleichsweise frisch. In der Südhälfte werden 23 bis 30 Grad erwartet. Dabei zeigt sich häufig die Sonne. Dichtere Wolkenfelder ziehen vor allem im Norden durch, vereinzelt kann etwas Regen fallen. Nachts kühlt es auf 7 bis 14 Grad ab – eine deutliche Erleichterung nach den tropischen Nächten der vergangenen Wochen. Wer die angenehmen Temperaturen genießen möchte, sollte den Freitag nutzen. Denn danach dreht der Sommer wieder auf.

Neue Hitzewelle rollt ab Samstag an

Bereits am Samstag steigen die Temperaturen wieder deutlich. Dann werden 26 bis 33 Grad erwartet. Nur an den Küsten bleibt es mit 23 bis 27 Grad etwas angenehmer. Am Sonntag erreicht die nächste Hitzephase ihren vorläufigen Höhepunkt. Der DWD rechnet mit Temperaturen zwischen 29 und 36 Grad. Wetterexperte Dominik Jung warnt: "Für Sonntag zeigen die Modelle 30 bis 35 Grad, örtlich bis 37 Grad, teils begleitet von kräftigen, lokal unwetterartigen Gewittern." Auch in der kommenden Woche bleibt es heiß. Die Wettermodelle rechnen weiterhin mit verbreiteten Temperaturen zwischen 28 und 35 Grad.

Die angekündigten Gewitter sorgen zwar kurzfristig für Abkühlung, lösen das große Problem aber nicht. Denn die Böden in Deutschland leiden weiterhin unter extremer Trockenheit. Viele Niederschläge verdunsten an der Oberfläche, bevor sie tiefere Bodenschichten erreichen. Die Regenbilanz ist alarmierend: Seit Monatsbeginn sind laut Wetterexperte Dominik Jung lediglich rund 5 Prozent des üblichen August-Niederschlags gefallen. Normal wären etwa 77 Liter pro Quadratmeter. Auch der Dürre-Monitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt eine angespannte Lage. "Weite Teile von Deutschland zeigen moderate bis deutliche Dürre, besonders in Brandenburg im Nordosten und zunehmend auch im Nordwesten", erklärt Jung. Mit der nächsten Hitzewelle dürfte sich die Trockenheit weiter verschärfen.

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/gom/news.de/dpa/stg

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