Krankheitswelle Anfang August: Hitze-Coktail treibt Unruhe und Anspannung in die Höhe
Die Hitze treibt den Stresspegel in die Höhe. Hinzu kommen Schlafmangel und Dehydrierung. Der perfekte Cocktail für Angst, Unruhe und Anspannung.
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer - Uhr
Suche
- Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 31 am stärksten verbreitet mit 8.797 Meldungen
- Anstieg um 9.3% bei Angst/Unruhe/Spannung
- Insektenstiche mit 13.3% Rückgang
Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Sommer Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der wärmeren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.
Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland
Das am häufigsten genannte Symptom für Kalenderwoche 31 beim Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 sind Magen-Darm-Beschwerden. Insgesamt 8.797 Meldungen verzeichnen dieses Krankheitsbild. Damit sind 7,8 Prozent der Anrufenden von Magen-Darm-Beschwerden betroffen.
Symptome aktuell: Insektenstiche rückläufig – Angst und Spannung mit stärkstem Anstieg
In Kalenderwoche 31 sank die Zahl der Anrufe wegen Insektenstichen im Vergleich zur Vorwoche um 13,3 Prozent von 2.709 auf 2.349 Fälle. Dagegen stiegen die Meldungen zu Angst, Unruhe und Spannung um 9,3 Prozent von 1.206 auf 1.318 Fälle – der stärkste Zuwachs unter allen erfassten Symptomen.
Für den Rückgang bei Insektenstichen könnten windiges und unbeständiges Wetter sowie regional trockene Bedingungen verantwortlich sein. Nach Angaben der AOK können Stechmücken menschliche Duftstoffe besonders gut bei Windstille wahrnehmen. Stärkere Böen und Gewitter erschweren ihnen dagegen die Orientierung und können dazu führen, dass Menschen seltener gestochen werden. Auch fehlende feuchte Brutstätten könnten die Aktivität der Tiere verringert haben.
Der Anstieg psychischer Beschwerden lässt sich hingegen möglicherweise mit der hohen Wärmebelastung erklären. Die AOK weist darauf hin, dass Hitze den Körper unter Stress setzt und bestehende psychische Beschwerden verstärken kann. Besonders warme Nächte beeinträchtigen zudem häufig den Schlaf. Schlafmangel, Erschöpfung und körperliche Beschwerden wie Schwindel können innere Unruhe, Ängste oder Panikgefühle begünstigen.
Grund zur Beunruhigung gibt es bei psychischen Problemen wie Schlafstörungen und Depressionen erst, wenn die Symptome mindestens zwei Wochen anhalten. Dann gilt die Episode als Krankheitsbild. Abhilfe bei der aktuellen Hitze schafft vor allem der Schutz vor Wärme. Halten Sie zum Beispiel Ihren Kopf mit einer nassen Kappe feucht, trinken Sie viel, essen Sie leicht und tragen Sie leichte Kleidung. Bei Vorerkrankungen fallen die Symptome durch den Hitzestress meist intensiver aus. Hier gelten die gleichen Schutzmaßnahmen.
Jedoch sollten Sie nicht ganz auf Bewegung verzichten. Leichte Spaziergänge bleiben wichtig für den Kreislauf und den Körper. Genauso wenig sollten Sie nur Zeit vor Bildschirmen verbringen. Soziale Interaktionen bleiben auch bei Hitze wichtig für Ihre psychische Gesundheit. Eine kleine Runde Backgammon im Park bei einem Eis mit einer Ihren besten Freund:innen würde Ihnen auch bei der Hitze etwas Ablenkung bieten und durch die Auslastung Ihren Schlaf erleichtern.
Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.
+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten der SmED generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unterhinweis@news.de mitteilen. +++
Lesen Sie Auch:
- In diesem Artikel finden Sie die aktuelle Infektionslage in Deutschland.
- Wo ist die Pflege am stärksten belastet? Ein Blick auf die Kliniklandschaft in Deutschland.
mel/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.