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Corona-Impfungen und Sterbehilfe: Sterben nur mit Impfung! Verein Sterbehilfe führt 2G ein

Wer in Deutschland professionelle Sterbehilfe in Anspruch nehmen möchte, muss gegen das Coronavirus geimpft sein. Der Verein Sterbehilfe gab bekannt, dass ärztlich begleiteter Suizid fortan nur noch unter 2G-Regeln stattfinden darf.

Sterbehilfe ist in Deutschland nur mit gültigem Impfschutz erlaubt. Das gab der Verein Sterbehilfe bekannt. Bild: (Symbolbild) yavdat/AdobeStock

Sterbehilfe kann in Deutschland fortan nur noch mit einem gültigen Impfnachweis in Anspruch genommen werden. Das gab der Verein Sterbehilfe in einer Stellungnahme bekannt. Auf Twitter stößt die 2G-Regel in der Sterbehilfe und dem ärztlich begleiteten Suizid auf Unverständnis.

Sterbehilfe zählt zu körpernahen Dienstleistungen: nur noch mit Impfung

Da Sterbehilfe und dazugehörige vorbereitende Untersuchungen zu den körpernahen Dienstleistungen gezählt werden, müssen nach deutschem Recht alle Beteiligten die 2G-Regel einhalten. Sowohl der Behandelnde als auch der Behandelte müssen also vollständig gegen das Coronavirus geimpft bzw. genesen sein. "Sterbehilfe und die vorbereitende Prüfung der Freiverantwortlichkeit unserer sterbewilligen Mitglieder gebieten menschliche Nähe", heißt es in der Erklärung des VereinsSterbehilfe vom 19. November. "Menschliche Nähe aber ist Voraussetzung und Nährboden der Corona-Virusübertragung. Ab heute gilt in unserem Verein die 2G-Regel, ergänzt um situationsbezogene Maßnahmen, wie zum Beispiel Schnelltests vor Begegnungen in geschlossenen Räumen."

Coronavirus-News Deutschland: 2G-Regel in Sterbehilfe

Der Verein Sterbehilfe wolle mit der neuen Regelung "den Schutz unserer Mitglieder, Mitarbeiter und Ärzte in einen vernünftigen Ausgleich mit der praktikablen Gestaltung unseres Vereinsalltags bringen", heißt es in der Stellungnahme weiter. 

Nur 68,5 Prozent der Bevölkerung haben sich in Deutschland bislang zweimal gegen das Coronavirus impfen lassen (Stand 30.11.2021). Die 2G-Regeln stoßen bei zahlreichen Ungeimpften auf Unverständnis.

Twitter-User beschweren sich über 2G-Regel bei Sterbehilfe

Auf Twitter zeigten sich einige Nutzerinnen und Nutzer verärgert über die neue 2G-Regel in der Sterbehilfe. "Corona-Wahnsinn, die Fortsetzung: Man muss geimpft sein, um sterben zu dürfen. Verein Sterbehilfe setzt auf 2G", schrieb etwa ein User.

"Fragen bei der #Sterbehilfe 2021 unter #2G-Bedingungen: Sind Sie genesen? Ja? Das ist aber schön. Dann machen wir uns mal ans Sterben", beschwerte sich ein anderer.

"Ist dem Verein klar, dass er sich selbst seines "Geschäftsfelds" beraubt? - Braucht denn ein "#Geimpfter" noch #Sterbehilfe?", meckert noch ein Nutzer

Auf die Idee, dass die 2G-Regeln auch dem Schutz des medizinischen Personals dienen könnten, scheinen die genannten Kritiker nicht zu kommen.

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sig/fka/news.de