Uhr

Mega-Explosion in Leverkusen: Agrar-Chemieabfälle flogen in die Luft - 6. Todesopfer geborgen

Die Ursache für die heftige Explosion im Chemiepark Leverkusen ist gefunden: In einem Tanklager sind Abfälle aus der Agrarchemie in die Luft geflogen. Eine Woche nach der Tragödie ist ein weiteres Todesopfer geborgen worden.

Eine dunkle Rauchwolke steigt über dem Chemiepark Leverkusen auf. Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr sind im Einsatz. Bild: picture alliance/dpa | Mirko Wolf

Im Chempark Leverkusen ist es am Morgen des 27. Juli 2021 nach Angaben der Betreiberfirma Currenta aus unbekannter Ursache zu einer Explosion gekommen. Nach dem Unglück im Stadtteil Bürrig in Nordrhein-Westfalen hing über der kreisfreien Stadt eine düstere Rauchwolke.

Explosion in Chemiepark Leverkusen: Warnstufe "extreme Gefahr" ausgerufen

Die Anwohner wurden unmittelbar nach der Explosion aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich ausschließlich in Gebäuden aufzuhalten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ordnete das Ereignis in die Warnstufe "Extreme Gefahr" ein. Warnmeldungen wurden auch über die Warn-App "Nina" abgesetzt.

Explosion in Chemiepark Leverkusen: Alle Entwicklungen zum Unglück im News-Ticker

+++ 03.08.2021:Nach Explosion in Chempark Leverkusen ein weiterer Toter gefunden +++

 

Eine Woche nach der Explosion und dem Brand in einer Leverkusener Sondermüllverbrennungsanlage ist im Bereich des Unglücks ein weiterer Toter gefunden worden. Das Opfer sei identifiziert worden, bestätigte am Dienstag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Köln. Durch die gewaltige Detonation kamen damit mindestens sechs Menschen ums Leben - nach Angaben der Kölner Polizei gilt ein Mensch noch als vermisst.

Auf dem großen Gelände des Chemparks in Leverkusen dauern die Ermittlungen der Kölner Polizei weiter an. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten werden nach Einschätzung des Chempark-Betreibers Currenta noch längere Zeit dauern. Zunächst hatte der WDR berichtet.

+++ 31.07.2021: Explosion in Leverkusen: Abfälle kamen aus Produktion von Agrar-Chemie +++

In dem Abfalltanklager der Explosion von Leverkusen haben sich nach Angaben der Kölner Bezirksregierung "flüssige Reststoffe aus der Produktion von Chemikalien für die Landwirtschaft" befunden. Das teilte die Behörde am Samstag mit. Der Hauptbestandteil dieser Abfälle seien "phosphor- und schwefelhaltige Chemikalien". Noch sei aber die Frage offen, ob durch die Detonation möglicherweise gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt worden seien. Es würden weitere Proben genommen.

Der genaue Inhalt der Tanks in der Sondermüllverbrennungsanlage war zuvor nicht öffentlich bekannt gewesen. Bei einer Pressekonferenz am Freitag hatte der Betreiber Currenta darauf verwiesen, es handle sich um einen Gegenstand in einem Ermittlungsverfahren. Das Unternehmen selbst wisse natürlich, was sich in den Tanks befunden habe.

Den Behörden seien diese Informationen "vollumfänglich" übergeben worden, hatte Currenta erklärt. Am Donnerstag und Freitag seien die Daten verschickt worden. Einsatzkräfte am unmittelbaren Explosionsort hätten allerdings schon direkt Informationen zu den Stoffen gehabt.

Nach der gewaltigen Detonation und einem anschließenden Brand war am Dienstagmorgen in Leverkusen eine riesige Rauchwolke aufgestiegen, in der Region gingen Rußpartikel nieder. Bei einer ersten Analyse stellte das Landesumweltamt (LANUV) nach eigenen Angaben keine Rückstände von Dioxin und dioxinähnlichen Stoffen fest. Bei den Polychlorierten Biphenylen (PCB) und den Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) maßen die Experten nur sehr geringe Werte. Die Ergebnisse wurden als erste vorsichtige Entwarnung gewertet.

Zugleich kündigte das Amt an, mit dem Wissen über den genauen Inhalt der Tanks weitere Analysen anstellen zu wollen. Bis zu einer abschließenden Klärung sollen die Vorsichtsmaßnahmen für Anwohner aufrecht erhalten werden. Dazu zählt etwa, kein Obst und Gemüse aus dem Garten zu essen oder verunreinigte Flächen anzufassen.

+++ 31.07.2021:NRW-Umweltministerin fordert Aufklärung von Chempark-Explosion +++

 

Nach der schweren Explosion in einer Leverkusener Sondermüllverbrennungsanlage hat NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) den Unglücksort besucht und Aufklärung gefordert. "Jetzt müssen vor allem die Ursachen genau aufgeklärt und aufgearbeitet werden. Schnellstmöglich sind alle erforderlichen Maßnahmen einzuleiten, damit sich künftig ein derartig schlimmes Unglück nicht wiederholt", erklärte die Politikerin am Samstag.

Nach der Detonation am Dienstagmorgen am Chempark - einem Gelände mit Chemie-Unternehmen - waren mindestens fünf Menschen gestorben, zwei gelten weiterhin als vermisst. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen", sagte Heinen-Esser. "Zugleich gilt der Dank allen Einsatzkräften, die Tag und Nacht um das Leben der Kolleginnen und Kollegen gekämpft haben und noch kämpfen und eine weitere Ausweitung des Brandes verhindert haben."

Die Ursache für das Unglück ist noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion gegen Unbekannt. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zur Katastrophe führten.

Nach der Explosion war es zudem zu einem Großbrand gekommen. Viele kleine Rußpartikel gingen über benachbarte Ortschaften nieder. Das NRW-Landesumweltamt (LANUV) hat in diesen bislang keine Rückstände von Dioxin nachweisen können, von Polychlorierten Biphenylen (PCB) und Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) seien nur sehr geringe Werte gemessen worden. Für Anwohner, die giftige Substanzen befürchtet hatten, bedeutete das eine erste Entwarnung. Allerdings soll es noch weitere Analysen geben. Nach Angaben des Umweltministeriums von Samstag wurde "für die Analytik der Brandrückstände" eigens eine "Task Force vereinbart".

+++ 30.07.2021: Umweltamt: Keine Rückstände von Dioxin in Rußpartikeln festgestellt +++

 

Nach der Explosion und dem Brand in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage hat das nordrhein-westfälischen Landesumwelt in den niedergegangenen Rußpartikeln nach eigenen Angaben nur eine geringe Schadstoffbelastung entdeckt. Es seien keine Rückstände von Dioxin und dioxinähnlichen Stoffen in den Rußpartikeln festgestellt worden, teilte das Landesumweltamt am Freitag mit. Bei den Polychlorierten Biphenylen (PCB) und den Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) seien sehr geringe Werte gemessen worden, die die Bewertungsgrenzen unterschritten.

Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die am Brandereignis beteiligten Stoffe nur ein geringes Dioxin-Bildungspotential gehabt hätten, heißt es in einer Mitteilung des Landesamtes. Der Fachbereichsleiter für den Sondereinsatz des Landesumweltamtes, Ulrich Quaß, sprach bei einer Pressekonferenz in Leverkusen zunächst von einer guten Nachricht. Aber man wisse noch nicht, ob eventuell weitere Stoffe freigesetzt worden seien. Die Ermittlungen, welche Stoffe bei dem Unfall beteiligt gewesen seien, dauerten noch an.

Das Landesumweltamt empfiehlt vor diesem Hintergrund, die bisher geltenden Vorsorgemaßnahmen aufrecht zu erhalten. Die Menschen sollten weiterhin auf den Verzehr von Obst und Gemüse aus dem Garten verzichten, verunreinigte Flächen nicht anfassen und auch nicht selber reinigen, bekräftige das Landesumwelt am Freitag noch einmal. Das gelte für das betroffene Stadtgebiet Leverkusen und die unmittelbar angrenzenden Bereiche der Städte Leichlingen und Opladen.

Nach zwei Vermissten wird weiterhin gesucht, machten bei der Pressekonferenz der Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath und Hans Gennen von der Geschäftsführung des Chempark-Betreibers Currenta deutlich. Bislang wurden vier Menschen tot gefunden. Ein Schwerverletzter starb zudem im Krankenhaus. Nach der Detonation am Dienstag hatten im Leverkusener Chempark - einem Gelände mit Chemie-Unternehmen - Tanks gebrannt, in denen nach früheren Angaben der Betreiberfirma Currenta "organische Lösungsmittel" lagerten.

Die Ursache der Explosion ist noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion gegen Unbekannt. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zur Katastrophe führten.

+++ 30.07.2021: Nach Explosion in Leverkusen: Suche nach Vermissten geht weiter +++

 

Nach der gewaltigen Explosion in einer Müllverbrennungsanlage in Leverkusen mit mindestens fünf Toten werden zwei Menschen weiter vermisst. "Die Suche geht heute weiter", sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Die Hoffnung, die Vermissten noch lebend zu finden, war bereits am Donnerstagabend verschwindend gering gewesen.

Bislang wurden vier Menschen tot aufgefunden. Ein Schwerverletzter starb zudem im Krankenhaus. Nach der Detonation am Dienstag hatten im Leverkusener Chempark - einem Gelände mit Chemie-Unternehmen - Tanks gebrannt, in denen nach Angaben der Betreiberfirma Currenta "organische Lösungsmittel" lagerten.

Rund um den Explosionsort liegt ein Trümmerfeld. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion gegen unbekannt. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zu der Katastrophe führten.

Viele Anwohner warten zudem weiter gespannt auf das Ergebnis einer Analyse der bei dem Unglück freigesetzten Stoffe.

+++ 29.07.2021: Nach Explosion in Leverkusen drei weitere Tote gefunden +++

 

Zwei Tage nach der verheerenden Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage haben Einsatzkräfte drei weitere Menschen tot in den Trümmern gefunden. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Donnerstag mit. Die Zahl der nunmehr bestätigten Todesopfer erhöhte sich damit auf fünf. Zwei Menschen würden weiter vermisst, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Detonation hatte sich am Dienstagmorgen in einem Tanklager des Chemparks - einem Gelände mit Chemie-Unternehmen - ereignet. Die Suche nach Vermissten gestaltete sich schwierig.

+++ 29.07.2021: Vermissten-Suche nach Explosion: Polizei will mit DNA-Proben arbeiten +++

 

Bei der Suche der nach der Explosion in Leverkusen noch vermissten Menschen könnten auch DNA-Proben von Angehörigen zum Einsatz kommen. Die Polizei beabsichtigte, "von Angehörigen der Vermissten vorsorglich DNA-Proben zu entnehmen", um gegebenenfalls "eine Identifizierung zu erleichtern", erklärte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Der Betreiber des von der Detonation erschütterten Leverkusener Chemparks geht davon aus, dass alle der noch fünf vermissten Arbeiter tot sind. Auch mehrere Tage nach der Detonation waren sie noch nicht in den Ruinen der Anlage gefunden worden.

Die gewaltige Explosion hatte sich am Dienstagmorgen in einer Müllverbrennungsanlage des Chemparks ereignet und ein Trümmerfeld hinterlassen. Mindestens zwei Menschen verloren ihr Leben, 31 wurden nach Angaben der Betreiberfirma Currenta verletzt.

+++ 29.07.2021: Chempark-Firma bereitet Aufräum- und Bergungsarbeiten vor +++

 

Nach der schweren Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage konzentrieren sich die Einsatzkräfte vor Ort nach Unternehmensangaben nun in Abstimmung mit den Ermittlern auf die Vorbereitung der Aufräum- und Bergungsarbeiten. Im Zuge dessen laufe auch die Vermisstensuche weiter, sagte ein Sprecher der Chempark-Betreiberfirma Currenta am Donnerstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor war die Hoffnung, Überlebende zu finden, immer weiter gesunken. "Wir haben keine Hoffnung mehr, jemanden lebend zu finden", so der Sprecher. Die Behörden würden jetzt die Ermittlungen zur Ursache der Detonation aufnehmen.

Bei der Kölner Polizei wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion gegen Unbekannt.

Bei der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage des Chemparks am Dienstagmorgen waren mindestens zwei Menschen getötet worden. 31 wurden laut Currenta verletzt. Fünf Menschen werden vermisst. Es handle sich demnach um vier Mitarbeiter des Unternehmens und einen Mitarbeiter einer externen Firma.

+++ 28.07.2021: Umweltamt geht nach Explosion von Dioxinverbindungen in Rauch aus +++

Das nordrhein-westfälische Landesumweltamt (LANUV) geht nach der Explosion im Leverkusener Chempark von "Dioxin,- PCB- und Furanverbindungen" aus, die über die Rauchwolke in umliegende Wohngebiete getragen wurden. Nach Informationen des Amtes hätten in den betroffenen Tanks unter anderem auch chlorierte Lösungsmittel gelagert, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

"Daher gehen wir derzeit davon aus, dass über die Rauchwolke Dioxin,- PCB- und Furanverbindungen in die umliegenden Wohngebiete getragen wurden", hieß es. In welcher Konzentration dies tatsächlich geschehen sei, werde aber aktuell noch untersucht. Die Untersuchungen seien recht aufwendig.

Die Explosion hatte sich am Dienstagmorgen im Leverkusener Chempark ereignet. Nach der Detonation brannte ein Tanklager im Entsorgungszentrum. Anwohner wurden zum Beispiel angehalten, kein Obst- oder Gemüse aus dem Garten zu essen, auf dem sich Ruß abgelagert hatte.

+++ 28.07.2021: Staatsanwaltschaft nimmt nach Chempark-Explosion Ermittlungen auf +++

 

Die Staatsanwaltschaft hat nach der Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung eingeleitet. Zudem werde wegen fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Der Vorwurf richte sich gegen unbekannt.

Ein Sprecher sagte, es gehe darum, zu prüfen, ob menschliches Fehlversagen zu der Detonation geführt haben könnte. Bei der Kölner Polizei wurde dafür auch eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Bei der gewaltigen Explosion am Dienstagmorgen im sogenannten Chempark waren mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei fünf weiteren Vermissten ging die Betreiberfirma Currenta am Mittwoch davon aus, dass sie nicht mehr lebend gefunden werden. 31 weitere Menschen wurden verletzt. Die Ursache für die Detonation, die sich im Tanklager des Entsorgungszentrums ereignet hatte, war zunächst unklar.

Nach Angaben der Ermittler ist das Betreten des Areals "weiterhin nur stark eingeschränkt möglich". Um sich einen Überblick zu verschaffen, würden Drohnen eingesetzt. Mehrere Sachverständige unterstützten die Ermittlungen. "Der Einsatz von Feuerwehr und Polizei am Brandort wird aller Voraussicht nach noch mehrere Tage andauern", hieß es.

+++ 28.07.2021: Chempark-Firma geht nach Explosion von Tod der Vermissten aus +++

Die Betreiberfirma des von einer schweren Explosion erschütterten Chemparks in Leverkusen geht von dem Tod der nach dem Unglück noch vermissten Mitarbeiter aus. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass wir die fünf Vermissten nicht lebend finden", sagte der Chef der Firma Currenta, Frank Hyldmar, am Mittwoch. Es handle sich um vier Mitarbeiter seines Unternehmens und einen Mitarbeiter einer externen Firma. Hyldmar drückte den Angehörigen sein Beileid aus, auch wenn der Tod noch nicht bestätigt sei.

+++ 28.07.2021: Leverkusener sollen wegen Ruß nach Explosion vorsichtig bleiben +++

Nach der Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage hält die Stadt ihre Bürger wegen niedergegangenen Rußpartikeln weiterhin zur Vorsicht an. Die Empfehlungen vom Vortag seien nach wie vor aktuell, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Noch gebe es keine genauen Analyseergebnisse des Landesumweltamtes (LANUV) zu den beobachteten Stoffen.

An Orten, an denen nach dem Unglück Rußniederschläge zu verzeichnen waren, sollen Leverkusener demnach vorsorglich kein Obst oder Gemüse aus dem Garten essen. Auch betroffene Gartenmöbel oder Pools seien besser zu meiden. Wer dringend im Garten arbeiten müsse, sollte dabei vorsorglich Handschuhe tragen. "Bitte keinen Ruß mit in die Wohnung tragen, das heißt die Schuhe ausziehen und vor der Haustür lassen", hieß es in dem Aufruf der Stadt.

Nach Angaben der Stadt waren nach der Detonation und der anschließenden Rauchwolke "cent- bis eurogroße Partikel" mit einer öligen Konsistenz registriert worden - vor allem im nahen Stadtteil Bürrig. Das Landesumweltamt (LANUV) habe die Niederschläge begutachtet und sei in der Analyse. Ergebnisse seien allerdings nicht vor Donnerstag zu erwarten. Daher bleiben auch weiterhin die Spielplätze in den - nahe am Explosionsort gelegenen - Stadtteilen Bürrig und Opladen gesperrt, wie die Stadtsprecherin sagte. Fenster könnten aber wieder geöffnet werden. Die Warnung sei aufgehoben.

+++ 28.07.2021: Polizei will am Donnerstag Explosionsort in Leverkusen untersuchen +++

Nach der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage in Leverkusen will die Polizei am Donnerstag mit Untersuchungen am Unglücksort beginnen. Geplant sei eine erste Begehung zusammen mit einem Sachverständigen und Verantwortlichen des betroffenen Leverkusener Chemparks, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Aktuell stehe noch die Suche nach vermissten Mitarbeitern im Vordergrund. Zuvor hatte der WDR darüber berichtet.

Zu der gewaltigen Detonation, die noch viele Kilometer entfernt zu spüren war, war es am Dienstagmorgen gekommen. Betroffen war nach Angaben der Betreiberfirma Currenta ein Tanklager in einem Entsorgungszentrum. Es hätten Lösungsmittel gebrannt. Mindestens zwei Menschen starben, viele weitere wurden verletzt. Die Ursache für die Explosion ist noch unklar.

+++ 28.07.2021: Feuerwehr Leverkusen: Suche nach Vermissten kann länger dauern +++

 

Die Suche nach den fünf Vermissten im Chempark Leverkusen kann nach Einschätzung der Feuerwehr noch länger dauern. "Es ist die ganze Nacht gesucht worden und nachgelöscht worden und das wird heute im Laufe des Tages fortgesetzt", sagte der Leiter der Leverkusener Feuerwehr, Hermann Greven, in einem Interview von WDR2 am Mittwochmorgen. "Bis da endgültig Klarheit herrscht, wird es noch dauern", fügte er hinzu. Von der Einsatzstelle gehe im Moment keine Gefahr aus. Rund 360 Einsatzkräfte seien nach der Explosion und dem Brand im Laufe des Tages im Einsatz gewesen.

+++ 28.07.2021: Suche nach Vermissten im Chempark Leverkusen - Hoffnungen sinken +++

 

Nach der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage in Leverkusen geht die Suche nach den Vermissten weiter. Wie schon am Vorabend würden im Chempark noch immer fünf Menschen vermisst, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am frühen Mittwochmorgen. Die Nachlöscharbeiten liefen ebenfalls weiter. "Da gibt es keine neue Entwicklung." Bei dem Unglück am Vortag waren nach Angaben von Chempark-Leiter Lars Friedrich vom Dienstagabend mindestens zwei Menschen gestorben. Die Zahl der Verletzten betrug demnach 31. Davon schwebte ein Mensch den Angaben zufolge in Lebensgefahr. Neuere Angaben zu den Verletzten lagen am Mittwochmorgen zunächst nicht vor.

Die Hoffnung, die Vermissten noch lebend zu finden, werde immer geringer, hatte Friedrich am Abend gesagt. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher des Chemparks am Mittwochmorgen. Mit zunehmender Dauer und auch zunehmender Annäherung der Einsatzkräfte an den Brandherd verringere sich die Wahrscheinlichkeit, Überlebende zu finden. "Es hat sich um eine heftige Detonation gehandelt, die zu einer großen Schadenslage geführt hat", verdeutlichte der Sprecher. Beim Löschen sei zudem Schaum zum Einsatz gekommen. Deshalb sei dieser Bereich unübersichtlich. Das erschwere auch die Suche nach den Vermissten. Feuerwehrleute seien weiterhin vor Ort. Der Einsatz dauere an.

Die gewaltige Explosion, die nach Zeugenberichten im Umkreis von vielen Kilometern zu hören war, ereignete sich im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig. Die Ursache für die Explosion war zunächst weiter unklar. Das Unternehmen rechnete damit, dass es noch einige Zeit dauern könnte, bis es erste Erkenntnisse gibt. Der Chempark ist nach Unternehmensangaben einer der größten Chemieparks Europas. An den insgesamt drei Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sind mehr als 70 Firmen angesiedelt.

+++ 27.07.2021: Zweites Todesopfer nach Explosion in Leverkusen gefunden +++

 

Bei den Rettungsarbeiten nach der Explosion im Leverkusener Chempark ist ein zweites Todesopfer gefunden worden. Das teilte der Betreiber Currenta am Dienstagabend mit. In einem Tanklager des Chemparks hatte es am Morgen eine Explosion gegeben.

+++ 27.07.2021: NRW-Innenminister: Zweiter Tank in Leverkusen drohte zu explodieren +++

 

Nach dem Brand im Leverkusener Chempark bestand nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) bei einem zweiten Tank Explosionsgefahr. Der Tank habe 100 000 Liter hochentzündliche, giftige Abfallstoffe enthalten, sagte Reul am Dienstag. Die Feuerwehr habe die Gefahr aber bannen können. Nach Reuls Angaben waren allein 300 Feuerwehrleute im Einsatz. In einem Tanklager des Chemparks hatte es am Morgen eine Explosion gegeben. Zur Ursache könne noch nichts gesagt werden, betonte Reul.

Bei der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage in dem Chemiepark starb mindestens ein Mitarbeiter. Vier weitere wurden nach dem Unglück noch vermisst. Die Polizei zählte bis zum Abend 31 Verletzte, fünf von ihnen so schwer, dass sie intensivmedizinisch versorgt werden mussten. Reul äußerte sich bei einem Termin in Kreuzau in der Eifel.

+++ 27.07.2021: Zahl der Verletzten bei Explosion in Leverkusen auf 31 gestiegen +++

Nach der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage im Chempark Leverkusen ist die Zahl der Verletzen auf 31 gestiegen. Fünf von ihnen werden intensivmedizinisch versorgt, wie die Kölner Polizei am Dienstagnachmittag mitteilte. Bisher hatte die Betreiberfirma Currenta des Chemparks die Zahl der Verletzten mit 16 angegeben. Bei dem Unglück kam ein Mensch ums Leben, vier weitere gelten weiter als vermisst.

Die Ermittlung der Ursache der gewaltigen Explosion konnte noch nicht beginnen. Die Arbeiten im Gefahrenbereich dauerten noch an, teilte die Polizei weiter mit. Erst wenn diese abgeschlossen seien, könnten die Brandspezialisten der Kriminalpolizei die Ermittlungen aufnehmen. Zu der Explosion war es nach Angaben des Betreibers gegen 9.30 Uhr im Tanklager des Entsorgungszentrums gekommen.

+++ 27.07.2021: Warnung vor Rauchwolke aus Leverkusen sogar in Dortmund +++

 

Die Feuerwehr in Dortmund hat nach der Explosion im weit entfernten Chempark Leverkusen vor Geruchsbelästigungen in Teilen der Ruhrgebietsstadt gewarnt. "Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden", schrieb die Feuerwehr einige Stunden nach der Explosion am Dienstag auf Twitter. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben. Nach der Explosion hatte sich eine starke Rauchwolke gebildet, die weit über die Stadt hinwegzog. Leverkusen und Dortmund liegen rund 60 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Bei dem verheerenden Vorfall wurde ein Mitarbeiter getötet, 16 Personen wurden teilweise schwer verletzt.

+++ 27.07.2021: Anwohner sollen nach Explosion nichts aus dem Garten essen +++

 

Nach der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage im Chempark Leverkusen sollen Anwohner in den nahen Stadtteilen Bürrig und Opladen vorerst kein Gemüse oder Obst aus dem Garten essen. Eine Einschätzung, ob in den Niederschlägen nach dem Brand "relevante Stoffe" zu finden seien, sei nach Auskunft des Landesumweltamtes (LANUV) noch nicht möglich, erklärte die Stadt am Dienstag. "Das Gesundheitsamt der Stadt Leverkusen weist daher vor diesem Hintergrund darauf hin, dass Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile Bürrig und Opladen Nahrungsmittel aus dem Garten vorsorglich nicht verzehren und bei nicht aufschiebbaren Arbeiten im Garten ebenfalls vorsorglich Handschuhe tragen sollten." Nach Angaben der Stadt hatte nach der Explosion am Dienstagmorgen ein Tank mit Lösungsmitteln gebrannt.

+++ 27.07.2021: Explosion in Leverkusen noch 40 Kilometer entfernt gemessen +++

 

Die Erschütterung bei der schweren Explosion im Leverkusener Chempark ist am Dienstag auch noch viele Kilometer entfernt zu spüren gewesen. Mehrere Stationen des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen hätten die Explosion gemessen, sagte ein Seismologe am Dienstag. Unter anderem sei sie auch an einer Station im Hespertal, rund 40 Kilometer nördlich von Leverkusen, registriert worden.

+++ 27.07.2021: Nach Explosion im Leverkusen noch keine Klarheit über Schadstoffe +++

 

Nach der Explosion im Chempark Leverkusen mit einem Toten ist noch nicht klar, ob bei dem Brand giftige Substanzen freigesetzt worden sind. Die Analyse laufe noch, sagte der Leiter des Chemparks, Lars Friedrich, am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Deshalb schließe er nichts aus. Die Warnlage sei noch nicht komplett zurückgenommen worden. Die Menschen im Umfeld des Chemparks seien weiter zur Vorsicht aufgerufen.

Friedrich bestätigte, dass ein Tank mit Lösemitteln gebrannt hat. Löschwasser habe nicht das Betriebsgelände verlassen. Es sei aufgefangen worden. Zur Ursache der Explosion könne er noch nichts sagen, da der Rettungseinsatz noch laufe, sagte Friedrich.

+++ 27.07.2021: Explosion in Tanklager - Identität der Toten noch unklar +++

Die Identitäten der Todesopfer nach der Explosion im Chempark Leverkusen am Dienstag sind noch nicht abschließend geklärt. Das sagte Chempark-Leiter Lars Friedrich vor Journalisten. Unter den 31 Verletzten sei bei einer Person "Lebensgefahr real vorhanden". Der Betroffene sei mit schweren Brandverletzungen in eine Kölner Klinik gebracht worden.

+++ 27.07.2021: Stadt schließt vorsorglich Spielplätze +++

Nach der schweren Explosion hat die Stadt vorsorglich Spielplätze in den Stadtteilen Bürrig und Opladen geschlossen. Von einer Eskalation der Lage sei nicht auszugehen, teilte die Stadt auf ihrer Homepage am Dienstag mit. Eine Einschätzung, ob in den Niederschlägen relevante Stoffe zu finden seien, war nach Auskunft des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) noch nicht möglich. Gleichwohl seien die Spielplätze in Bürrig und Opladen "temporär als Vorsichtsmaßnahme bis auf Weiteres" geschlossen worden.

Die Messwerte seien aktuell im "grünen Bereich". Als Vorsichtsmaßnahme riet die Stadt aber, Nahrungsmittel im Garten abzuwaschen. Für den Fall, dass sich Rückstände und Ruß-Niederschlag auf den Grundstücken und Straßen finden, konnten sich die Menschen an eine Telefon-Hotline (0214 406-33333) wenden.

+++ 27.07.2021: Explosion in Tanklager mit einem Toten - Weiter Gefahr in Leverkusen +++

Nach der verheerenden Explosion im Chempark Leverkusen mit einem Toten und 16 Verletzten besteht noch immer eine Gefährdungslage. Das berichtete Chempark-Leiter Lars Friedrich bei einem eilig anberaumten Pressetermin am Dienstagnachmittag. Es seien schwere Stunden, viele Anwohner hätten Angst. Zwei der Verletzten am Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig würden weiter vermisst. "Wir sind noch auf der Suche." Die Gedanken seien vor allem bei den Angehörigen des Verstorbenen.

+++ 27.07.2021: Stadt: Brand nach Explosion im Chempark Leverkusen gelöscht +++

 

Der Brand nach der schweren Explosion im Leverkusener Chempark ist nach Informationen der Stadt Leverkusen gelöscht. Das habe der Chempark mitgeteilt, erklärte die Kommune am Dienstagnachmittag auf ihrer Homepage. "Die Rettungskräfte suchten weiter mit Hochdruck nach Vermissten."

Nach der Explosion, die sich nach Angaben der Feuerwehr gegen 9.30 Uhr in der Abfallverbrennungsanlage des Chemparks ereignet hatte, war eine gigantische Rauchwolke aufgestiegen. Nach Angaben der Betreiberfirma Currenta war es im Tanklager des Entsorgungszentrums zu dem Vorfall gekommen. Die Ursache war zunächst unklar. Fünf Menschen wurden vermisst. Es gab mehrere Verletzte.

+++ 27.07.2021: Firma: Fünf Vermisste nach Explosion im Chempark Leverkusen +++

 

Nach der schweren Explosion im Leverkusener Betrieb Chempark werden fünf Mitarbeiter vermisst. Mehrere Beschäftigte wurden bei dem Unglück zum Teil schwer verletzt, wie die Betreiberfirma Currenta am Dienstagmittag mitteilte. Die Explosion hatte sich nach Angaben des Unternehmens aus bisher unbekannter Ursache gegen 09.40 Uhr im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig ereignet. Danach kam es zu einem Brand im Tanklager. Rettungskräfte und Luftmesswagen waren im Einsatz. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen.

+++ 27.07.2021: Stadt zur Explosion in Leverkusen: Tank mit Lösungsmitteln brennt +++

 

Nach der schweren Explosion im Leverkusener Betrieb Chempark brennt nach Angaben der Stadt ein Tank mit Lösungsmitteln. "Die Löscharbeiten mussten warten, bis eine Stromleitung vom Netz getrennt war. Das ist nun geschehen. Die Löscharbeiten beginnen", teilte die Kommune am Dienstagmittag mit. Die Explosion habe sich gegen 9.30 Uhr in der Abfallverbrennungsanlage des Chemparks ereignet. Bislang seien vier Schwerverletzte und zwölf Verletzte geborgen worden. Fünf Personen würden weiterhin vermisst.

+++ 27.07.2021: Explosion in Chemiebetrieb - Polizei: Mehrere Verletzte +++

 

Bei der Explosion in einem Chemieunternehmen in Leverkusen sind am Dienstag mehrere Menschen verletzt worden. Das teilte die Kölner Polizei am Vormittag auf Twitter mit. Die Situation vor Ort sei derzeit noch unübersichtlich. "Wir sind mit vielen Polizeikräften vor Ort und klären die Situation." Zugleich bat die Polizei, den Bereich großräumig zu meiden und die Straßen für Einsatzkräfte frei zu halten. Zuvor waren bereits die Autobahnen in unmittelbarer Nähe am viel befahrenden Kölner Ring voll gesperrt worden.

+++ 27.07.2021: Großschadenslage bei Leverkusen - Autobahn 1 gesperrt +++

 

Wegen einer größeren Schadenslage ist die viel befahrende Autobahn 1 bei Leverkusen gesperrt worden. Das teilte die Polizei am Dienstagvormittag über Twitter mit. Von der Vollsperrung betroffen seien das Autobahnkreuz Leverkusen-West sowie die A1 zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und Köln-Nord.

Der Chempark ist nach eigenen Angaben einer der größten Chemieparks Europas. An den drei Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sind über 70 Firmen angesiedelt.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

loc/news.de/dpa