04.06.2021, 10.46 Uhr

Schwarzer Pilz (Mukormykose): Erste Fälle außerhalb Indiens: Nächster Seuchen-Horror breitet sich aus!

Droht uns nach dem Coronavirus bereits die nächste tödliche Seuche? Gesundheitsbehörden schlagen aktuell Alarm. Der Grund: Der Schwarze Pilz, der zunächst ausschließlich in Indien registriert wurde, hat nun offenbar weitere Länder erreicht.

Neue Seuche im Anmarsch: Der Schwarze Pilz breitet sich weiter aus. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock/Kateryna_Kon

Nicht nur das Coronavirus ist aktuell weltweit auf dem Vormarsch. Auch die seltene Pilzerkrankung Mukormykose, auch Schwarzer Pilz genannt, breitet sich immer weiter aus. Die Seuche, die zunächst ausschließlich in Indien aufgetreten war, wurde nun in zwei weiteren Ländern registriert. Die Gesundheitsbehörden schlagen Alarm.

Schwarzer Pilz breitet sich aus: Erste Fälle außerhalb Indiens registriert

Dass man die seltene Pilzerkrankung Mukormykose durchaus ernst nehmen sollte, machen jüngste Fälle in Indien deutlich. Hier starben bereits 90 genesene Covid-Patienten, nachdem sie an Mukormykose erkrankt waren. Ersten Erkenntnissen nach befällt der Schwarze Pilz vor allem Menschen mit einem schwachen Immunsystem, wie beispielsweise Corona-Patienten. Verbreitet wird der Pilz unter anderem durch bestimmte Schimmelpilzsporen, die Menschen einatmen oder über eine Hautverletzung aufnehmen können.

Seuchen-Alarm: Gesundheitsbehörden warnen vor tödlicher Pilzerkrankung Mukormykose

Wie Gesundheitsbehörden jetzt bekannt gaben, wurden nach Indien auch in Chile und in Uruguay erste Fälle von Mukormykose registriert, was die Befürchtungen auslöst, dass sich die Infektion schnell ausbreitet. Nach Angaben der "Times" handelt es sich bei dem Patienten, der sich in Uruguay mit dem Pilz angesteckt hat, um einen 50-jährigen Mann, der sich gerade erst von einer Corona-Infektion erholt hatte. Auch in Chile ist man besorgt. Den Behörden zufolge hätten die Pilzinfektionen seit Beginn der Corona-Pandemie zugenommen.

Schwarzer Pilz befällt Corona-Patienten - Ärzte müssen Erkrankten die Augen entfernen

Wie gefährlich die Pilzinfektion ist, zeigen aktuelle Fälle aus Indien. Laut britischem "Mirror" hat der Anstieg der Fälle von Mucormykose dazu geführt, dass Tausenden von Corona-Patienten die Augen entfernt werden mussten. Indien zählt zu den am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern der Welt. Ärzte sind besorgt, da das Gesundheitssystem in Indien aufgrund der hohen Corona-Zahlen quasi vor dem Kollaps steht. Eine weitere Pandemie könne das Land nicht verkraften, heißt es. Dennoch sind jüngste Zahlen alarmierend: Mehr als 8.800 Corona-Patienten in Indien haben sich laut "Mirror"-Informationen bereits mit der Pilz-Infektion angesteckt.

Indiens Premierminister besorgt über steigende Mukormykose-Fälle

Premierminister Narendra Modi zeigte sich bei Twitter ebenfalls besorgt über die jüngsten Entwicklungen: "In unserem Kampf gegen das Coronavirus ist in diesen Tagen noch eine neue Herausforderung durch den Schwarzen Pilz hinzugekommen.", heißt es in seinem Tweet. Das Hauptmedikament, das zur Bekämpfung der Krankheit eingesetzt wird, ist Amphotericin B. (ein breit wirksames Antimykotikum), welches aktuell in Indien Mangelware ist.

Schwarzer Pilz befällt vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem

Nachdem der Schwarze Pilz nun auch in anderen Ländern aufgetreten ist, fürchten Experten, dass sich die Seuche weiter ausbreiten könnte. Die Hauptsymptome von Mukormykose sind Schwärzungen oder Verfärbungen über der Nase, verschwommenes oder doppeltes Sehen, Brustschmerzen, Atembeschwerden und Bluthusten. Aktuellen Daten zufolge hat die Krankheit eine Sterblichkeitsrate von 54 Prozent. Der Schwarze Pilz kann vor allem für Diabetiker oder stark immungeschwächte Menschen, einschließlich Krebspatienten und Menschen mit HIV oder Aids, lebensbedrohlich sein.

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sba/bua/news.de

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