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Bizarre Verschwörungstheorie: Mikrochips bei Impfung? Wirre Videos über "magnetische" Einstichstelle

Verschwörungsmythen rund um Corona scheinen immer absurder zu werden. Im Netz kursieren nun Videos, die beweisen sollen, dass Impflinge bei ihrer Corona-Impfung "gechippt" werden. Nach der Impfung sind Betroffene angeblich magnetisch.

Im Netz kursieren neue Fake-Videos, die beweisen sollen, dass die Corona-Impfung Impflinge magnetisch macht. Bild: (Symbolbild) Ekaterina/AdobeStock

Seit Beginn der Corona-Pandemie kursieren Verschwörungsmythen, die die Schutzmaßnahmen gegen das Virus torpedieren sollen. Das Virus sei harmlos, die Schutzmaßnahmen dienten nur zum Machterhalt der Regierenden, die Impfungen seien gefährlich - eine These klingt verrückter als die andere. Coronaleugner und Impfgegner geben sich auch größte Mühe, den Impferfolg in Frage zu stellen und so viele Menschen wie möglich von einer schützenden Corona-Impfung abzuhalten. Als "Beweis" veröffentlichen sie Videos, die zeigen sollen, dass Impflinge bei ihrer Corona-Impfung mit einem Chip versehen werden.

Mikrochip bei Impfung - Einstichstelle magntisch

Die Falschbehauptung, dass Impflinge bei der Corona-Impfung mit einem Mikrochip versehen werden, ist bei Coronaleugnern und Impfgegnern beliebt. Dieser Mythos erhält nun durch zahlreiche Fake-News-Videos im Netz neues Futter. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, halten sich angeblich Geimpfte in den Videos Kühlschrankmagneten an ihren Arm. An der angeblichen Einstichstelle der Impfung bleibt der Magnet scheinbar haften.

Ministeriumssprecher: Keine Chips bei Impfung

Der Sprecher des Sozialministeriums in Baden-Württemberg, Pascal Murmann, sagte gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" auf Anfrage: "Selbstverständlich wird niemand durch die Impfung gechippt, die Impfung ist außerdem freiwillig." Er fügte hinzu: "Wir haben ja derzeit eher die Situation, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt."

Faktenchecker prüfen Fake-Video nach

Auf der Website Mimikama, einer Faktenchecker-Seite, wurde untersucht, was dran ist an dem angeblichen Magnetismus durch die Impfung. Die Faktenchecker stellten die Szenen mit Küchenmagneten an ihrer Einstichstelle nach. Mit folgendem Ergebnis: An glatter Haut bleibt ein kleiner Magnet durch Adhäsion kleben. Das hat jedoch nichts mit der Impfung oder mit Magnetismus zu tun. Demnach würde der Magnet auch auf der Stirn haften bleiben, nicht aber "an den haarigen Beinen oder am rauen Ellenbogen", so Mimikama.

Behörden warnen vor Fake-News, die sich auf das Coronavirus beziehen und bewusst Desinformation betreiben. Laut "Stuttgarter Nachrichten" gab es sogar Kettenbriefe, in denen zum Trinken von Desinfektionsmittel zum Schutz vor Corona aufgerufen wurde.

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sig/bos/news.de

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