13.04.2021, 16.41 Uhr

Coronavirus-Impfung: Berichte über Thrombosen! Impfstoff-Start von Johnson & Johnson verschoben

Nach Berichten über Thrombosen nach Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfiehlt die US-Gesundheitsbehörde einen Impfstopp. Der Konzern verzögert nun den Start in Europa. Besteht ein Zusammenhang zur Corona-Impfung?

Der Impfstoff-Start wurde in Europe vorerst verschoben nachdem es mehrere Berichte über Thrombosen nach der Impfung gab. Bild: dpa

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa. Das teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Man habe Berichte über Sinusvenenthrombosen erhalten und sich für die Verzögerung entschieden. Der Konzern arbeite nun mit Experten und den Gesundheitsbehörden an der Untersuchung der Fälle.

Coronavirus-News aktuell: Johnson & Johnson Impfstoff-Start nach Thrombose-Berichten verschoben

Zuvor hatten die Behörden in den USAeine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfohlen, nachdem bei sechs Menschen im Land nach der Impfung Sinusvenenthrombosen diagnostiziert worden waren. Das teilten die Gesundheitsbehörde CDCund die Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die Fälle würden nun genauer untersucht. Bis ein Ergebnis vorliege, werde als Vorsichtsmaßnahme die vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit Johnson & Johnson empfohlen. 

Geimpfte entwickeln Sinusvenenthrombose nach Impfung mit Johnson & Johnson Impfstoff

Bislang seien mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur eine Dosis braucht, in den USA gespritzt worden. Derzeit würden sechs Fälle untersucht, bei denen es zwischen 6 und 13 Tagen danach zu Sinusvenenthrombosen gekommen sei. In drei Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie, also ein Mangel an Blutplättchen, gemeldet worden. Betroffen seien Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren.

Ein Toter nach Corona-Impfung mit Johnson & Johnson Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte vergangene Woche mitgeteilt, Fälle von Thrombosen nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson zu prüfen. Es seien vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die Behörde hatte betont, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei.

Deutschland wartet auf 10 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson

Am Montag hatte Johnson & Johnson mit der Lieferung seines im März zugelassenen Impfstoffes in die EU-Staaten begonnen. Die Brüsseler Behörde erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen.

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fka/news.de/dpa

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