23.03.2021, 07.50 Uhr

Blutbad in Boulder, Colorado: Schock-Szenen im Supermarkt! Schütze erschießt zehn Menschen

In Boulder im US-Bundesstaat Colorado hat ein Schütze zehn Menschen mit einer Schusswaffe hingerichtet. Dabei kam auch ein Polizist ums Leben. Augenzeugen berichten von einem schrecklichen Blutbad. Der Täter wurde festgenommen.

In Boulder, Colorado wurden zehn Menschen bei einer Schießerei in einem Supermarkt getötet. Bild: picture alliance/dpa/AP / David Zalubowski

Wieder wurde in den USA ein Supermarkt zum Tatort, wieder starben Menschen durch Schüsse. In Boulder, Colorado hat ein Mann in einem Supermarkt in Colorado ein schreckliches Blutbad angerichtet. Der Vorfall im US-Bundesstaat Colorado ist das zweite größere "Shooting" in den USA innerhalb einer Woche.

Blutbad in Boulder, Colorado: Zehn Menschen in Supermarkt erschossen

Ein Schütze hat im US-Bundesstaat Colorado zehn Menschen getötet. Schauplatz der Bluttat war am Dienstagnachmittag ein Supermarkt, der zu einem Einkaufskomplex mit mehreren Geschäften und Cafés in der Stadt Boulder nordwestlich von Denver gehört. Unter den Toten ist auch ein Polizist. Polizeichefin Maris Herold erklärte am Dienstagabend (Ortszeit), der getötete Kollege sei einer der ersten Beamten am Tatort gewesen und erschossen worden. Ein Verdächtiger wurde in Gewahrsam genommen. Auf Twitter trauern die Kollegen um den getöteten Eric Talley (51). Zum Motiv machten die Behörden mit Verweis auf das frühe Stadium der Ermittlungen keine Angaben.

Schießerei im Supermarkt: Verdächtiger festgenommen

Zunächst seien bei der Polizei Meldungen über Schüsse und eine verdächtige Person mit einem Patrouillengewehr eingegangen, erklärte Herold. Die Polizei rückte mit einem massiven Aufgebot an - der Ladenkomplex wurde umstellt, auch schwer bewaffnete Spezialkräfte waren im Einsatz. Per Lautsprecher riefen die Sicherheitskräfte den Verdächtigen zum Aufgeben auf.

Augenzeugen schildern schreckliche Szenen nach Schießerei

Augenzeugen berichteten von mehreren Schüssen und reglosen Menschen auf dem Boden des Supermarktes und auf dem Parkplatz. Auf Videobildern war zu sehen, wie ein Mann mit blutüberströmtem Bein und nacktem Oberkörper von der Polizei abgeführt wurde. Ob es sich dabei um den Verdächtigen handelte, war zunächst unklar.

"Es fühlt sich an wie der sicherste Ort in Amerika, und ich wurde gerade fast getötet, weil ich eine Limo und eine Tüte Chips gekauft habe", sagte ein schockierter Augenzeuge namens Ryan Borowski dem Sender CNN. Er berichtete, dass es im Supermarkt mehrmals laut geknallt habe. Beim dritten Knall seien die Leute nur noch gerannt.

Der zuständige Bezirksstaatsanwalt Michael Doherty sagte: "Es ist eine Tragödie und ein Alptraum." Gouverneur Jared Polis sprach von einem "entsetzlichen Ereignis". Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, teilte mit, US-Präsident Joe Biden sei über den Vorfall in Colorado informiert worden und werde auf dem Laufenden gehalten.

Fast 40.000 Menschen sterben durch Schussattacken in den USA

In den USA kommt es quasi täglich zu tödlichen Zwischenfällen mit Waffen, die dort leicht zu kaufen sind. Die Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete in ihrer jüngsten Statistik aus dem Jahr 2018 insgesamt 39.740 Schusswaffentote in den USA - also etwa 109 Tote pro Tag.

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Vor der Supermarkt-Schießerei: Mann schießt in Massage-Salon um sich

Vergangenen Dienstag waren in drei Massage-Salons in und um Atlanta im US-Bundesstaat Georgia innerhalb kurzer Zeit acht Menschen erschossen worden. Sechs von ihnen hatten einen asiatischen Hintergrund, sieben Opfer waren Frauen. Als Motiv für die brutalen Angriffe nannte der weiße Tatverdächtige Sexsucht und das Ziel, die "Versuchung" durch Massage-Salons ausmerzen zu wollen. Die Bluttat hatte in den USA die Debatte über zunehmende Diskriminierung und Anfeindung asiatischstämmiger Amerikaner angefacht.

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bos/loc/news.de/dpa

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