20.03.2021, 14.15 Uhr

Coronavirus-Impfstoff-News: Krankenhausmitarbeiter stirbt durch Blutgerinnsel nach AstraZeneca-Impfung

Schon wieder sorgt der AstraZeneca-Impfstoff für Negativ-Schlagzeilen. Zwei Krankenhausmitarbeiter in Dänemark erkrankten nach Erhalt der Corona-Impfung. Einer von beiden starb. Ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und dem Todesfall hat sich noch nicht bestätigt.

Die Diskussionen um den Corona-Impfstoff von AstraZeneca reißen nicht ab. Bild: dpa

Die Negativ-Schlagzeilen um den Coronavirus-Impfstoff AstraZeneca reißen nicht ab. Nur zwei Tage, nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) die Sicherheit des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca bekräftigt hat, berichtet Dänemark erneut von möglichen Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit dem Covid-Impfstoff stehen könnten.

Coronavirus-News: Krankenhausmitarbeiter stirbt nach AstraZeneca-Impfung

Wie aktuell beim britischen "Daily Star" zu lesen ist, teilte die Hauptstadtregion Dänemarks mit, dass zwei Krankenhausmitarbeiter nach der Verabreichung des Impfstoffs von AstraZeneca erkrankten, wobei einer von ihnen starb. Dem Bericht litt der verstorbene Krankenhausmitarbeiter weniger als zwei Wochen nach Erhalt des Impfstoffs an Blutgerinnseln und einer Hirnblutung.

Verdacht auf Hirnblutung und Blutgerinnsel nach Corona-Impfung

Die dänische Gesundheitsbehörde bestätigte am Samstag, dem 20. März, dass es zwei "ernste Zwischenfälle" mit dem AstraZeneca-Impfstoff gegeben habe. Nähere Details zu einem möglichen Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Tod des Arztes nannte die Behörde zunächst nicht.

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Hersteller bezieht Stellung zu Nebenwirkungen und verteidigt Impfstoff

Hersteller AstraZeneca verteidigt weiterhin sein Vakzin. Bei einer Überprüfung von 17 Millionen Menschen fanden die Wissenschaftler keinerlei Hinweise, die auf ein erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln hinweisen. Laut Hersteller bestehe kein kausaler Zusammenhang zwischen den Thrombose-Fällen und der Corona-Impfung. Die beobachtete Anzahl der Vorfälle sei sogar "signifikant geringer als die erwartete Anzahl von Ereignissen".

Dänemark setzt AstraZeneca-Impfungen weiter aus

Länder wie Deutschland, Frankreich und Dänemark hatten die Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffs bereits auf Eis gelegt, nachdem Berichte über seltene Blutgerinnsel im Gehirn mit der Impfung in Verbindung gebracht wurden. Während Frankreich und Deutschland den Impfstoff seit Freitag wieder verimpfen, will Dänemark hingegen den Corona-Impfstoff von AstraZeneca vorerst noch nicht wieder einsetzen. Es sollten zunächst die Entscheidung der EMA "und deren Auswirkung auf das dänische Impfprogramm" geprüft werden, erklärte der Chef der Gesundheitsbehörde, Soren Brostrom.

In Dänemark werden den Angaben zufolge derzeit zehn Fälle von schweren Blutgerinnseln nach AstraZeneca-Impfungen untersucht, darunter auch der Todesfall des Krankenhausmitarbeiters.

EMA stellt klar: Nutzen von AstraZeneca-Impfung höher als Risiken

Die Aufsichtsbehörde der Europäischen Union hatte am Donnerstag erklärt, dass der Nutzen der Coronavirus-Impfung größer sei als mögliche Risiken. Um das Vertrauen in den AstraZeneca-Impfstoff zu stärken, haben sich nun auch hochrangige Politiker den Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca verabreichen lassen.

Politiker werben für Corona-Impfung: Winfried Kretschmann erhält AstraZeneca-Impfung

Neben dem britischen Premierminister Boris Johnson ließ sich am Freitag auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit Astra impfen. Kretschmann hatte sich als erster deutscher Regierungschef gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 72 Jahre alte Grünen-Politikerwollte seine Impfung auch als Werbung verstanden wissen: "Das Zeichen soll sein: Haben Sie Vertrauen, lassen Sie sich impfen." Ob der Appell des Ministerpräsidenten das Vertrauen der Deutschen in den Corona-Impfstoff stärken wird, das bleibt abzuwarten. Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen wäre dies jedoch ein wichtiger Schritt, um der Pandemie dauerhaft entgegenzuwirken.

Winfried Kretschmann ist Deutschlands erster Ministerpräsident, der die Corona-Impfung erhalten hat. Bild: dpa

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sba/news.de