09.03.2021, 13.03 Uhr

Unwetter im März 2021: Orkantief Klaus fegt über Deutschland! Jetstream sorgt für 5-Tage-Sturm

Noch kann sich der Winter nicht endgültig von Deutschland verabschieden. Kurz vorm Wochenende fegt Orkantief Klaus über Deutschland und soll fünf Tage lang für Unwetter sorgen. Danach ändert sich plötzlich die Strömung und Polarluft bringt den Winter zurück.

Orkantief Klaus fegt über Deutschland. Bild: AdobeStock / Sabphoto

Statt herrlichem Frühlingswetter fegt in dieser Woche eine Sturm-Serie über Deutschland hinweg. Schuld an den Wetterkapriolen ist der Jetstream. Doch es wird nicht nur stürmisch: Schon in wenigen Tagen soll sich erneut Kaltluft über Mitteleuropa ergießen. Schlägt der Winter etwa noch ein letztes Mal zu?

Unwetter-Alarm im März 2021: Orkantief Klaus fegt über Deutschland

Laut Wochenvorhersage des Deutschem Wetterdienst (DWD) zieht das Unwetter bereits in der Nacht zum Donnerstag auf. Zunächst müsse im Westen und Nordwesten mit stürmischen Böen gerechnet werden. In Gipfellagen sowie an der Nordsee drohen zudem Sturmböen, auf dem Brocken sogar orkanartige Böen. Im Tagesverlauf breitet sich Sturmtief Klaus über ganz Deutschland aus und verstärkt sich sogar. "An der Nordsee verbreitet schwere Sturmböen über 90 km/h, Böen Bft 11 gering wahrscheinlich", meldet der DWD. Am Abend seien einzelne Graupelgewitter möglich. Auf dem Brocken und Feldberg können Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten um 130 Stundenkilometer nicht ausgeschlossen werden.

Das Schlimme: Der Sturm soll sich fünf Tage halten. Laut Meteorologen müssen wir uns bis Montag auf stürmisches Wetter mit Graupelschauern einstellen. Während der Sturm nachts ein wenig abklingt, erstarken die Winde tagsüber.

Jetstream bläst Sturm-Serie über Mitteleuropa - Wintereinbruch durch eisige Polarluft

Schuld an der stürmischen Wetterlage ist der Jetstream. Das Starkwindband gewinnt allmählich an Kraft und fegt mit fast 300 Stundenkilometern über den Atlantik. Durch diese Westströmung gelangen immer wieder Tiefdruckgebiete in Europa. An den kommenden Tagen soll ein Ast des Jetstreams sogar bis nach Nordafrika reichen, bevor er sich zum Wochenende wieder über Deutschland legt.

Wie "weather.com" berichtet, blockiert ein Azorenhoch über den Britischen Inseln den Jetstream jedoch zu Beginn der neuen Woche. Dadurch kippt die Strömung und eisige Polarluft aus dem Norden ergießt sich über Deutschland. Uns droht somit ein weiterer Wintereinbruch. Die Schneefallgrenze soll auf 400 Meter sinken. Darunter soll es zu kaltem Regen oder Schneeregen kommen. Jedoch gibt es Hoffnung: Spätestens Anfang April soll der Winter dann endgültig vorbei sein. Wir dürfen gespannt bleiben.

Lesen Sie auch:Orkan-Gefahr! Sturmböen fegen am Donnerstag über Deutschland weg.

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bua/news.de

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