10.02.2021, 14.58 Uhr

Kim Jong-un: Um Nuklearwaffen aufzurüsten! Nordkorea-Hacker stehlen 316 Millionen US-Dollar

Um das Atomwaffen-Programm Nordkoreas voranzubringen, soll Kim Jong-un Hacker beauftragt haben, Kryptowährung im Wert von 316,4 Millionen US-Dollar zu stehlen. Das Geld soll der Nordkorea-Diktator für die Aufrüstung seiner nuklearen Waffen verwendet haben.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un soll Cyberkriminelle beauftragt haben, Millionen von US-Dollar für sein Nuklearwaffenprogramm zu stehlen. Bild: picture alliance/dpa/KCNA | -

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un soll virtuelle Vermögenswerte im Wert von rund 316,4 Millionen US-Dollar gestohlen lassen haben, um das nordkoreanische Nuklearwaffen-Programm aufzurüsten. Das berichtet der britische "Daily Star" unter Berufung auf eine Mitteilung an den UN-Sicherheitsrat.

Expertenbericht an UN-Sicherheitsrat spricht über nukleare Aufrüstung Nordkoreas

Laut "Daily Star" soll der Expertenbericht den UN-Sicherheitsrat darauf aufmerksam gemacht haben, dass nordkoreanische Hacker zwischen 2019 und November 2020 virtuelle Geldanlagen im Wert von316,4 Millionen US-Dollar bei Finanzinstituten und virtuellen Geldwechselstuben gestohlen haben sollen. Mit dem Geld sollte laut Bericht das Atomwaffenprogramm aufgestockt werden.

Der Bericht verwies laut "Daily Star" auch auf die neu entwickelten Waffen, die bei Militärparaden präsentiert wurden. "Bei Militärparaden wurden neue ballistische Raketensysteme mit kurzer Reichweite, mittlerer Reichweite, sowie Unterwasser-Start- und Interkontinentalraketen gezeigt."

Auf einer Parade sei "die Vorbereitung für das Testen und die Produktion neuer Sprengköpfe für ballistische Raketen sowie die Entwicklung taktischer Atomwaffen" angekündigt worden, ebenso wie "eine verbesserte Infrastruktur für ballistische Raketen."

Kim Jong-un ignorierte Sanktionen zu Atomwaffen und Erdöl

In dem Bericht wurde auch festgestellt, dass Nordkorea es geschafft habe, die Sanktionen zu umgehen, die es auf die Entwicklung von Waffen, den illegalen Import von raffiniertem Erdöl, den Zugang zu internationalen Bankkanälen sowie die Durchführung "böswilliger Cyberaktivitäten" auferlegt bekommen hatte.

Laut dem Magazin "Independent"soll das asiatische Land "spaltbares Material" produziert habe, das für Atomwaffen benötigt wird. Nordkoreas Diktator Kim Jong-un sprach letzten Monat während des Mammutkongresses der Regierungspartei über die Stärkung der "nuklearen Abschreckung" seines Landes. 

Trotz Sanktionen in Nordkorea Waffentests und Waschen von Kryptowährung 

Das Land hatte 2006 harte Sanktionen des UN-Sicherheitsrates für die Durchführung eines Atomtests  auferlegt bekommen. Dennoch testete es seine Waffen weiter. Der Bericht besagt auch, dass Nordkorea weiterhin gestohlene Kryptowährungen wäscht. 

Die Experten sagten, dies sei über außerbörsliche Broker für virtuelle Vermögenswerte in China geschehen, um unterstützte Währungen wie den US-Dollar zu erwerben. 

Nordkorea forscht heimlich an Impfstoff

Nordkorea grenzt an China, behauptet jedoch, es habe keinen einzigen Corona-Fall registriert, berichtete die "Daily Mail Online". Seit langem wird Nordkorea jedoch verdächtigt, versucht zu haben, Impfstoffgeheimnisse zu stehlen, und der Quelle zufolge haben Forscher das durch "Hacking-Aktivitäten" gesammelte Fachwissen genutzt, um Arbeiten an einem biologischen Forschungsinstitut durchzuführen. Die Arbeit soll Tests an Patienten mit ähnlichen Symptomen wie Covid-19 umfassen, wobei Phase I- und Phase II-Studien bereits abgeschlossen sein sollen.

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sig/bos/news.de

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