25.01.2021, 12.37 Uhr

Donald Trump + Kim Jong-un: 27 Liebesbriefe! SO innig war Trumps Verhältnis zum Nordkorea-Diktator

Donald Trumps absurde Faszination für diktatorisch anmutende Machthaber wie Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ist mittlerweile allgemein bekannt. Doch die Liebesbriefe, die Trump und Kim austauschten, verblüfften selbst abgebrühte Trump-Berater. 

Eine wunderbare Freundschaft? So innig war das Verhältnis zwischen Donald Trump und Kim Jong-un. Bild: picture alliance/dpa/YNA | -

Die eigenartige Faszination des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für diktatorische Machthaber wie Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un besorgte in den letzten vier Jahren nicht nur den Beraterstab des ehemaligen US-Präsidenten. Vor allem der EU trieb Trumps Gebaren Schweißperlen auf die Stirn. Nun stellte sich heraus, dass Trump während seiner vierjährigen Präsidentschaft weitaus mehr Kontakt zu Kim Jong-un hatte zur Europäischen Union.

EU-Ratspräsident Charles Michel über Strafzölle von Trump

Wie der "Daily Express" am Montag berichtet, stellte Charles Michel, der Präsident des Europäischen Rates fest, dass sich die zwischen den USA und der EU während der Präsidentschaft von Donald Trump stark verschlechtert haben. Der frühere US-Präsident führte Strafzölle auf europäische Produkte, darunter Flugzeuge, Stahl, Whisky und Käse ein, und nutzte auch jede Gelegenheit, um die europäischen Staats- und Regierungschefs über ihre mickrigen Beiträge zum Unterhalt der NATO zu beschimpfen.

Donald Trump hatte mehr Kontakt zu Nordkorea als mit Europa

Einmal drohte Trump sogar, mit den USA aus dem wichtigen Militärbündnis auszusteigen, wenn die EU-Regierungen ihren Ausgabenverpflichtungen gegenüber der Organisation nicht nachkommen würden. In einem Interview mit dem französischen Radiosender Europe 1 am Sonntag sagte Michel: "Ich sage das, und es ist kein Scherz, der vorherige Präsident hat mehr mit Nordkorea als mit den Europäern gesprochen."

Donald Trump und Kim Jong-un: dreimalige Treffen

In der Tat traf der ehemalige US-Präsident den nordkoreanischen Diktator dreimal. Bei den Treffen wollte Donald Trump Kim Jong-un davon zu überzeugen, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben. Trotz aller Bemühungen von Trump wurde jedoch keine Einigung erzielt.

Bob Woodward in Buch "Wut" über Donald Trumps Liebesbriefe an Kim Jong-un

In seinem Buch "Rage" ("Wut", 2020) über Donald Trump berichtet der US-amerikanische Journalist Bob Woodward über 27 "Liebesbriefe", die der 45. US-Präsident mit dem nordkoreanischen Führer austauschte. Woodward hatte für sein Buch 18 Interviews mit Donald Trump geführt, darunter zahlreiche Telefongespräche über damals aktuelle Regierungsthemen.

In den Briefen schmeichelte Kim Jong-un Donald Trump, indem er ihn wiederholt "Eure Exzellenz" nannte. Er bemerkte auch, dass "die tiefe und besondere Freundschaft zwischen uns als magische Kraft wirken wird". Der nordkoreanische Machthaber schrieb in einem Brief sogar, dass ein erneutes Treffen "an eine Szene aus einem Fantasy-Film erinnern würde".

Trump äußerte sich euphorisch über Kim Jong-un

Auch Trump schmeichelte dem nordkoreanischen Tyrannen in seinen Briefen. In den Gesprächen mit Woodward äußerte Trump sich teils euphorisch über seine Beziehung zu Kim Jong-un.

EU-Beamte hoffen, dass sie die transatlantischen Beziehungen zu globalen Themen wie dem Klimawandel wieder stärken können, sobald der neue Präsident Joe Biden vereidigt wurde. Die ersten Amtshandlungen Bidens sehen bereits vielversprechend aus: Unter anderem beschloss der neue Oberbefehlshaber, dass die USA wieder in das Pariser Klimaabkommen eintreten. Auch eine Zusammenarbeit mit der WHO wurde beschlossen.

Charles Michel warnte vor Auswirkungen von Trumps Amtszeit

Charles Michel warnte dennoch davor, dass die Beziehungen zwischen Brüssel und Washington wahrscheinlich nicht zum vorherigen Status quo zurückkehren würden. Er sagte: "Ich weiß absolut, dass die Auswirkungen von Donald Trump nicht verschwunden sind. Themen wie Handel, insbesondere die Beziehung zu China, sind Themen, für die wir nicht spontan die gleiche Meinung haben werden." Er fügte hinzu: "Aber es wird zumindest einen Raum für den Dialog geben."

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sig/bua/news.de