07.09.2020, 11.50 Uhr

Taifun über Japan und Südkorea: Strommasten umgeknickt, Straßen überflutet! Unwetter verwüstet Asien

In Asien sorgt derzeit ein tropischer Wirbelsturm namens "Haishen" für Verwüstung. Der Taifun verursachte in Japan Überflutungen, Stromausfälle und umgeknickte Bäume, Dutzende Menschen wurden verletzt.

Taifun "Haishen" hat in Japan schwere Unwetter-Schäden verursacht und nimmt nun Kurs auf Südkorea. Bild: Uncredited / Kyodo News / AP / picture alliance / dpa

Der Taifun "Haishen" hat im Süden Japans und auf der koreanischen Halbinsel für Stromausfälle, umgeknickte Bäume und überflutete Straßen gesorgt. Dutzende Menschen wurden in Japan verletzt, Hunderttausende Haushalte mussten zeitweise ohne Strom auskommen, berichteten lokale Medien am Montag.

Unwetter aktuell: Taifun "Haishen" verwüstet Japan mit Überschwemmungen

In Südkorea waren laut der Katastrophenschutzbehörde mehr als 17.600 Häuser vorübergehend ohne Strom. Der zehnte Wirbelsturm der Saison und der zweite innerhalb einer Woche suchte sowohl den Süden Japans als auch die Nachbarländer Süd- und Nordkorea heim. Es gab starke Regenfälle und Böen.

Tropischer Wirbelsturm nimmt Kurs auf Südkorea

"Haishen" war von Japan aus in Richtung Südkorea gezogen, wo er am Morgen (Ortszeit) im Südosten für kurze Zeit auf Land traf. Später sei er vor der Ostküste weiter nach Nordkorea gezogen, teilte das Wetteramt mit. Der Taifun hatte sich bereits zuvor auf seinem Weg aus Japan abgeschwächt.

Taifun "Haishen" sorgt für Flugausfälle - Mann von Fluss mitgerissen und vermisst

In Japan und Südkorea wurden aus Sorge vor starken Sturmböen und Regenfällen jeweils Hunderte von Flügen gestrichen. In Südkorea lagen etwa 160 Fährschiffe seit Sonntag im Hafen. In der Stadt Samcheok an der Ostküste sei am Montag ein Mann mittleren Alters als vermisst gemeldet worden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Er sei vermutlich von einem Fluss mitgerissen worden. In der südöstlichen Küstenmetropole Busan seien zahlreiche Bäume umgeknickt.

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Behörden warnen in Korea vor Wirbelsturm "Haishen"

Aus Sorge vor einem gewaltigen Taifun hatten die Behörden im Süden Japans mehr als eine Million Menschen aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Sonntag berichtete, waren rund 1,7 Millionen Menschen dazu aufgefordert worden, davon allein 730.000 Menschen in der auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu gelegenen Stadt Kumamoto.

Der Taifun "Haishen", der 10. Wirbelsturm der Saison und der zweite innerhalb einer Woche, nahm zunächst von Okinawa kommend Kurs in Richtung der Küste Kyushus. Zwar schwächte sich der Wirbelsturm nach Angaben der Meteorologischen Behörden inzwischen etwas ab. Dennoch wurden vorsorglich Hunderte Flüge auch für Montag gestrichen. Auch Nordkorea geriet unter den Einfluss des Taifuns. Die staatlichen Medien berichteten von überfluteten Straßen und unterbrochenen Telefonleitungen.

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loc/news.de/dpa

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