24.04.2020, 12.11 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Experten warnen: Corona erhöht indirekt Sonnenbrandgefahr

Die Luft in Deutschland ist so sauber wie schon lange nicht mehr. Das liegt hauptsächlich am geringen Verkehrsaufkommen und ruhenden Industrieanlagen durch die Coronavirus-Pandemie. Doch die geringe Feinstaubbelastung hat auch eine gefährliche Nebenwirkung.

Durch die Coronavirus-Pandemie steigt die Sonnenbrandgefahr. Bild: AdobeStock / Markomarcello

Die Coronavirus-Pandemie hat das öffentliche Leben beinahe zum Erliegen gebracht. Aufgrund der geringeren Emission durch Autos, Flugzeuge und Industrieanlagen ist die Feinstaubbelastung in Deutschland so niedrig wie schon lange nicht mehr. Doch die saubere Luft hat leider auch einen gefährlichen Nebeneffekt. Meteorologen warnen vor steigendem Sonnenbrandrisiko.

Coronavirus-News aktuell: Saubere Luft lässt Sonnenbrandrisiko steigen

Normalerweise werden UV-Strahlen zum größten Teil von der Ozonschicht um die Erde ferngehalten. Dem Bundesamt für Strahlenschutz zufolge ist die Ozonschicht in der Arktis in diesem Frühjahr jedoch viel dünner als sonst. Deshalb sei die Luft auch über Europa vergleichsweise ozonarm. Das hat zur Folge, dass hierzulande die UV-B-Strahlung deutlich intensiver sei. Zusätzlich streuen auch Staub- und Rußpartikel die UV-Strahlung. Aufgrund der geringen Emission ist die Luft jedoch sehr sauber. Der Effekt mag zwar gering sein, aber dadurch erreicht mehr UV-Strahlung den Erdboden. Die Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen, steigt dadurch.

Hoher UV-Index! Hier herrscht Sonnenbrandgefahr

Laut Deutschem Wetterdienst ist der UV-Index für die nächsten Tage sehr hoch. So herrsche in der Nordhälfte des Landes zwar nur ein mittleres Risiko (Stufe 3 bis 5), im Süden des Landes ist das Risiko allerdings hoch (Stufe 6). Der UV-Index gibt den erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung an. Schon bei Stufe 3 bis 7 sollten sich Menschen vor der UV-Strahlung schützen. Die Menschen sollten sich zum Schutz ihrer Haut entweder im Schatten aufhalten oder Sonnenschutzmittel auftragen.

Krebsgefahr! So entsteht ein Sonnenbrand

Die ultravioletten Strahlen (UV) des Sonnenlichts regen Pigmentzellen in der Oberhaut dazu an, braunen Farbstoff zu bilden. Das ist ein Schutzmechanismus. Gelangt zu viel Sonnenlicht auf die Haut, rötet sie sich, schwillt an, juckt und brennt. Der Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion. Schließlich sterben viele stark geschädigte Zellen ab. UV-Strahlen können auch das Erbgut im Zellkern schädigen und so zu Ausgangszellen für einen Tumor werden. Ihre Nachkommen hören nicht mehr auf, sich zu teilen - sie sind Krebszellen.

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bua/bos/news.de/dpa

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