13.04.2020, 15.35 Uhr

Unwetter im April 2020: 10 Zentimeter Neuschnee! Polare Kaltfront kühlt Osterfeiertage ab

Während sich Deutschland derzeit von Petrus mit frühsommerlichem Wetter verwöhnen lässt, rollt von Norden eine polare Kaltfront heran. Die könnte nicht nur für Gewitter, sondern auch Regen und sogar Schnee sorgen.

Eine Kaltfront lässt die Temperaturen am Ostermontag teilweise kräftig sinken. Bild: AdobeStock / LianeM

Strahlendblauer Himmel, warmer Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad: Petrus gönnt Deutschland perfektes Frühlingswetter. Doch das schwächelt an den kommenden Feiertagen vorübergehend.

Unwetter im April 2020: HIER drohen Gewitter, Regen und Sturmböen an Ostern

Bereits am Sonntag (12.04.2020) ziehen nach dem sonnigen Tagesbeginn vermehrt Quellwolken auf. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, strömt von Westen feuchtere Luft nach Deutschland herein. Dadurch kann es örtlich zu einzelnen Schauern kommen. Südlich des Mains seien ab Sonntagnachmittag sogar einzelne Gewitter möglich. Im Nordosten und Osten bleibt es dagegen bis zum Abend sonnig und trocken. Die Höchstwerte betragen im Küstenumfeld 13 bis 19, sonst sehr milde 20 bis 26 Grad, mit den höchsten Werten im Südwesten. Es weht schwacher bis mäßiger Wind. In den Höhenlagen sind jedoch auch Sturmböen möglich.Die Schneefallgrenze sinke im Laufe des Montags bis in die Mittelgebirgslagen.

10 Zentimeter Schnee! Polare Kaltfront kühlt Deutschland ab

Tief Tanja lenke kühle Polarluft nach Deutschland, teilte der DWD am Sonntag mit. Spätestens in der Nacht zum Ostermontag (13.04.2020) erreicht uns im Norden die Kaltfront. Dadurch kommt zu dichter Bewölkung und schauerartigem Regen und vereinzelt sogar Gewittern. Am Abend können die Niederschläge in den Hochlagen sogar teils in Schnee übergehen. An den Alpen fällt der Prognose zufolge längere Zeit Schneeregen und Schnee. Die Temperatur-Höchstwerte liegen in der Nordhälfte bei kühlen 8 bis 12, sonst bei 13 bis 20 Grad. Bei diesen Aussichten dürfte es den Menschen nicht mehr ganz so schwer fallen, die Corona-Pandemieregeln zu beachten und nicht in Scharen nach draußen zu Ausflugszielen zu strömen.

"Für die in den vergangenen Tagen eifrig gesetzten Obst-, Blüh- und Gemüsepflanzen wird das eine besondere Herausforderung", warnte die DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn. "Wer kann, sollte diese vor Frost schützen, sonst droht eine Neubepflanzung." Zwar bringe Tief Tanja ein paar Schauer, insgesamt sei die Niederschlagsmenge aber sehr gering. Abgesehen von den Alpen, an denen es längere Zeit regne und schneie, schreite die Austrocknung der Böden voran.

In der Nacht zum Dienstag drohen laut DWD in den höheren Staulagen im Osten des Landes mehr als zehn Zentimeter Schnee innerhalb von zwölf Stunden. Der Knick in der Temperaturkurve bleibt aber nur von kurzer Dauer. Zur Wochenmitte macht sich die bereits kräftige April-Sonne wieder stärker bemerkbar und die Aussichten werden wieder besser.Meteorologen prophezeien sogar, dass das Quecksilber sogar über die 30-Grad-Marke klettern könnte.

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bua/news.de/dpa

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