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25.03.2020, 14.46 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Pornokrise befürchtet! Stürzt Covid-19 die Erotikbranche in den Ruin?

Einschlägige Porno-Seiten verzeichnen seit Beginn der Corona-Pandemie wachsende Zugriffszahlen. Doch während das schmuddlige Geschäft im Netz floriert, bangen Produzenten um ihre Existenz. Droht der Branche eine verheerende Krise?

Stürzt die Coronavirus-Pandemie die Pornoindustrie in eine Krise? Bild: AdobeStock / Stockfotos-MG

Während Bordelle ihre Tore angesichts der Coronavirus-Pandemie schließen mussten, schießen die Abruf-Zahlen von Online-Erotik in die Höhe. Was will man schließlich auch machen, wenn man allein in seinen eigenen vier Wänden bleiben soll, um die Anzahl der Neuerkrankungen möglichst gering zu halten? Das schlüpfrige Geschäft im Netz brummt.

Porno-Krise durch Corona-Pandemie! Porno-Produzent mit düsterer Prognose

Seit Beginn der Krise steigt der Traffic auch bei der Plattform "Pornhub" weltweit. Am 17. März 2020 wuchs er um 11,6 Prozent. Auch die Erotikseite "xHamster" verzeichnet eigenen Angaben nach jetzt schon mehr Interesse an den Videos. "Wir erwarten definitiv auch weiterhin mehr Zugriffe, je länger diese Ausnahmesituation anhält", sagte Sprecher Walter Hasenclever. Doch je länger die Corona-Pandemie andauert, desto dramatischer werden die Auswirkungen auf die Branche sein. Vor einer regelrechten Pornokrise warnt Wolf Wagner, einer der größten Porno-Produzenten Deutschlands, im Gespräch mit der "Bild".

Porno-Darstellerinnen arbeiten als Webcam-Girls

Produktionsfirmen seien die großen Verlierer der Corona-Krise. "Vor einer Woche wurde zu einem weltweiten Dreh-Stop aufgerufen. Alle Firmen, die ich kenne, halten sich daran. Niemand will zur Verbreitung des Virus beitragen oder sich nachsagen lassen, die Gesundheit seiner Darsteller oder seiner Crews zu gefährden", erzählt Wagner gegenüber der "Bild". Werden keine Aufträge durchgeführt, gibt's auch keine Bezahlung.

Im Gegensatz zu Produzenten, Kameraleuten oder Cuttern müssten die meisten Porno-Darstellerinnen keine Zukunftsängste haben. "Die meisten unserer Darstellerinnen haben sich mit Auftritten auf Cam-Seiten schon vor Jahren ein zweites, sehr lukratives Standbein aufgebaut. Sie können allein – oder mit ihrem Partner – von zu Hause aus arbeiten", zitiert die "Bild" den Porno-Produzenten Wagner. "Wer sich eine große Fan-Schar erarbeitet hat, der verdient im Monat schnell mal 10.000 bis 15.000 Euro. Um unsere Darstellerinnen mache ich mir mehrheitlich also keine Sorgen."

Hemmschwellen sinken! Pornopleiten fördern Sex-Nischen

Eine düstere Zukunft prophezeit Wagner jedoch Anbietern von kostenpflichtigen Internetangeboten, kleinen Pornostudios und Produzenten. Bereits jetzt scharren Anbieter von Gratis-Pornos 85 Prozent der Nutzer auf ihren Internetseiten. Laut Wagner werden diese ihre Marktführerschaft weiter ausbauen. "Vermutlich wird es zukünftig fast nur noch von Amateuren hergestellte Pornos geben. Die kosten halt sehr wenig", sagt Wolf Wagner gegenüber der "Bild"-Zeitung. Wagner vermutet, dass dadurch die Hemmschwellen weiter sinken könnten. "Um die noch zahlende Kundschaft zu erreichen, werden immer extremere, sprich härtere Sex-Nischen ausprobiert."

Bereits jetzt boomen sogenannte Corona-Pornos. In Schutzanzügen und mit Mundschutz ausgestattet frönen die Darsteller ihrer Lust in den Schmuddelstreifen. Wem's gefält.

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bua/sba/news.de/dpa

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