Berlin: Die DDR als Revue - funktioniert das?

Von Helga Hahnemann bis Karel Gott: Mit "Mokka-Hits und Milchbar-Träume" bringt Axel Ranisch eine musikalische Zeitreise auf die Bühne. Die DDR wird zum Stoff für eine Revue.

Erstellt von - Uhr

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Nachrichten auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / natali_mis

Nostalgische Zeiten in Berlin: Gerade hat die "Mokka-Milch-Eisbar" wieder eröffnet, eine Institution aus Ost-Zeiten. Jetzt gibt es eine Musikrevue, die ähnlich klingt. Regisseur Axel Ranisch bringt für die Komische Oper "Mokka-Hits und Milchbar-Träume" im Schillertheater auf die Bühne. Eine Inspiration war die Samstagabendshow "Ein Kessel Buntes" aus dem DDR-Fernsehen.

Es ist ein Abend mit schmissigen Schlagern, Showtreppe und viel Glitzer, unterhaltsam und manchmal auch nachdenklich. Ranisch hat mit dem musikalischen Leiter Adam Benzwi bereits "Messeschlager Gisela" inszeniert. Zur Besetzung gehören wieder Gisa Flake, Maria-Danaé Bansen und Thorsten Merten.

Musikalisch reicht die Spanne von Helga Hahnemann, Reinhard Lakomy und Karel Gott über Katja Ebstein bis Wolf Biermann, Hanns Eisler und Manfred Krug. Es wird lose von der DDR erzählt, von der Nachkriegszeit bis kurz nach dem Mauerfall, mit Kabaretteinlagen aus der "Distel". Beim Publikum kommt der Abend gut an. "War richtig jut jewesen", sagt eine Zuschauerin.

Was der Regisseur sagt

Regisseur Ranisch, 1983 in Ost-Berlin geboren, ist ein Multitalent, ob in Oper, Film oder Fernsehen, als Klassikexperte oder als Buchautor. Im Programmheft erzählt Ranisch, zu seinen frühen Kindheitserinnerungen habe es gehört, mit der ganzen Familie "Ein Kessel Buntes" zu gucken. "Das war ein kollektiver Fernsehmoment."

Es soll ein Abend für Ost wie West sein. Verklären möchte Ranisch die DDR nicht. Er will erzählen, "dass in all den Widersprüchlichkeiten lauter Menschen gelebt haben und ich diese Menschen gerne wertschätzen möchte. Es geht nicht darum, das System wertzuschätzen, das auf keinen Fall – aber die Menschen, die darin gelebt haben."

Weitere aktuelle News aus dem Ressort "Medien":

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.