Polizei-News München, 04.10.26: Bundespolizei zieht positive Bilanz nach Einsatz beim 191. Münchner Oktoberfest

Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in München gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.

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Kurz vor Ende des 191. Münchner Oktoberfestes zieht die Bundespolizei eine vorläufige positive Bilanz ihres Einsatzes. Über 16 Tage hinweg sorgten zu Spitzenzeiten bis zu 230 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten für Sicherheit im Münchner Bahnbereich. Trotz des hohen Besucheraufkommens blieb die Lage an den Einsatzschwerpunkten insgesamt geordnet.Im Fokus des Einsatzes standen insbesondere der Münchner Hauptbahnhof, der Haltepunkt Hackerbrücke und die S-Bahn-Stammstrecke. Gerade zu den Hauptan- und -abreisezeiten zeigte die Bundespolizei dort starke Präsenz, um Straftaten zu verhindern, Gefahren frühzeitig zu erkennen und bei Störungen schnell reagieren zu können. Zu Überfüllungssituationen kam es an den Einsatzschwerpunkten während des Oktoberfestes nicht. Insbesondere zu den stark frequentierten Zeiten bewährte sich die enge Abstimmung zwischen Bundespolizei, DB Sicherheit, den benachbarten Inspektionen des Polizeipräsidiums München und den weiteren Sicherheitspartnern. Die jeweiligen Maßnahmen griffen dabei gut ineinander und trugen wesentlich zum insgesamt geordneten Verlauf bei.Ein wichtiger Bestandteil des Einsatzkonzepts war auch in diesem Jahr die Kommunikation mit den Wiesnbesucherinnen und -besuchern. Die Einsatzkräfte waren nicht nur sichtbar präsent, sondern standen Reisenden als Ansprechpartner zur Verfügung, gaben Orientierung und erklärten polizeiliche Maßnahmen. Besonders an der Hackerbrücke spielte die direkte Ansprache der Wiesngäste eine wichtige Rolle. Die dort eingesetzten Kommunikationskräfte unterstützten mit dem Lautsprecherkraftwagen und gezielten Durchsagen dabei, Informationen schnell an eine große Zahl von Menschen weiterzugeben. Gleichzeitig suchten die Einsatzkräfte immer wieder das direkte Gespräch."Bei der Wiesn treffen innerhalb kürzester Zeit sehr viele Menschen auf engem Raum zusammen. Da hilft es enorm, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen nicht nur präsent sind, sondern die Menschen ansprechen und erklären, was gerade passiert oder warum eine Maßnahme notwendig ist", sagt der Einsatzleiter der Bundespolizei, Leitender Polizeidirektor Steffen Quaas. "Gute Kommunikation kann viele Situationen entspannen, bevor überhaupt ein Problem entsteht."Dass dieser Ansatz angenommen wurde, zeigte sich auch an zahlreichen positiven Rückmeldungen und Gesprächen mit Wiesnbesucherinnen und -besuchern während des Einsatzes.Insgesamt registrierte die Bundespolizei während des Oktoberfestes 441 Straftaten. Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres waren es 482. Damit sank die Zahl der registrierten Straftaten um 9 Prozent. Unter den erfassten Delikten befanden sich 69 Körperverletzungen (94 im Vorjahr), darunter 13 gefährliche Körperverletzungen (19 im Vorjahr). Damit ging die Zahl der Körperverletzungsdelikte um rund 27 Prozent zurück. Einen gegenläufigen Trend verzeichnete die Bundespolizei hingegen bei Straftaten gegen Einsatzkräfte: Die Zahl der Widerstände stieg von 10 auf 15, die der tätlichen Angriffe von drei auf sieben. Im Bereich der Sexualdelikte wurde lediglich eine Straftat erfasst. Hinzu kamen 61 Diebstähle, 41 Beleidigungen und 70 Sachbeschädigungen.Insgesamt nahm die Bundespolizei 28 Personen fest bzw. in Gewahrsam und sprach 220 Platzverweise aus. In 216 Fällen leisteten Einsatzkräfte Erste Hilfe, häufig bei Personen, die aufgrund starken Alkoholkonsums Unterstützung benötigten. Auch das Schlichten von Streitigkeiten gehörte zum Einsatzalltag. In 106 Fällen griffen Bundespolizistinnen und Bundespolizisten ein, um Auseinandersetzungen zu beenden oder eine weitere Eskalation zu verhindern. Die hohe und sichtbare polizeiliche Präsenz an den Bahnhöfen ermöglichte es dabei vielfach, frühzeitig einzuschreiten.Auch während der Wiesn mussten Einsatzkräfte wiederholt wegen Personen im Gleis tätig werden. Insgesamt wurden 20 entsprechende Fälle registriert. Wegen sieben gefährlicher Eingriffe in den Bahnverkehr leitete die Bundespolizei strafrechtliche Ermittlungen ein.Für die Bewältigung des Wiesneinsatzes wurde die Bundespolizeiinspektion München von Einsatzkräften aus dem gesamten Bundesgebiet unterstützt. Zu den Spitzenzeiten waren bis zu 230 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten gleichzeitig im Münchner Bahnbereich im Einsatz. Einsatzleiter Quaas zieht deshalb eine positive Bilanz: "Die Wiesn verlangt unseren Kolleginnen und Kollegen 16 Tage lang viel ab. Sie müssen aufmerksam sein, schnell reagieren und gleichzeitig auch dann ruhig und ansprechbar bleiben, wenn es um sie herum laut und voll wird. Genau das haben sie gemacht."Sein Dank gilt dabei auch den Unterstützungskräften aus dem gesamten Bundesgebiet: "Ohne diese Unterstützung wäre ein Einsatz dieser Größenordnung nicht zu stemmen. Genauso wichtig ist aber die Zusammenarbeit vor Ort. Wenn jeder seine Aufgabe kennt und wir uns aufeinander verlassen können, funktioniert das auch an Tagen, an denen sehr viel gleichzeitig passiert. Dass wir nach 16 intensiven Wiesntagen eine positive Bilanz ziehen können, ist vor allem das Verdienst der Kolleginnen und Kollegen, die hier Tag für Tag im Einsatz waren."Die endgültige Bilanz der Bundespolizei wird nach Abschluss und Auswertung des Oktoberfesteinsatzes vorliegen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeidirektion München vom 04.10.2026 gegen 11:22 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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