Polizei-News Dachau, 06.08.2026: Vermehrte Diebstähle von Außenspiegelgläsern. Polizei warnt und bittet um Hinweise
Das Polizeipräsidium München meldet am Mittag: Mehrere Fälle haben sich in Stadtgebiet München, Untergiesing-Harlaching, Bogenhausen und weiteren Orten ereignet. Was ist heute am Donnerstag, dem 06.08.2026 passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Für Stadtgebiet München, Untergiesing-Harlaching, Bogenhausen, Ludwigsfeld, Gräfelfing, Sendling-Westpark und weiteres Stadtgebiet, Münchner Polizei setzt Maßnahmenpaket um – Ludwigsvorstadt und weitere Orte hat die Polizei aktuelle Meldungen herausgegeben. In diesen heißt es:
Stadtgebiet München: Vermehrte Diebstähle von Außenspiegelgläsern. Polizei warnt und bittet um Hinweise
Seit Beginn des Jahres 2026 bis Donnerstag, 06.08.2026, registrierte das Polizeipräsidium München insgesamt 159 Fälle des Diebstahls von Außenspiegelgläsern an Pkw im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München.
Die Taten ereigneten sich im kompletten Stadtgebiet. Ein Schwerpunkt zeichnet sich insbesondere im Münchner Osten, vorrangig in den Stadtteilen Giesing, Harlaching und Bogenhausen, ab. In mehreren Fällen wurden in derselben Straße abgestellte Fahrzeuge angegangen. Dabei gelang es den bislang unbekannten Tätern überwiegend, die Außenspiegelgläser zu entwenden.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand werden die Spiegelgläser mit einem einfachen Werkzeug aus dem Spiegelgehäuse gelöst.
Durch die Taten entstand bislang ein Gesamtentwendungs- und Sachschaden im sechsstelligen Euro-Bereich. In Einzelfällen wurden zusätzlich weitere hochwertige Fahrzeugteile, unter anderem im Kühlergrill verbaute Abstandssensoren, entwendet.
Betroffen sind überwiegend Fahrzeuge der Marke BMW, vereinzelt jedoch auch Fahrzeuge anderer Hersteller. Die Diebstähle ereignen sich nach den bisherigen Erkenntnissen überwiegend während der Nachtstunden. Die betroffenen Fahrzeuge waren sowohl am Fahrbahnrand als auch in Tiefgaragen abgestellt.
Die bisherigen Ermittlungen lassen auf ein gehäuft auftretendes Deliktsphänomen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München schließen. Das Delikt ist ein bundesweites Phänomen, das vor allem in Ballungsräumen auftritt. Es sind alle Ballungsräume in Deutschland davon betroffen.
Das Kommissariat 54 hat zentral die weiteren Ermittlungen für alle Fälle in München übernommen.
Untergiesing-Harlaching: Festnahme einer Tatverdächtigen nach Angriff auf Polizeibeamte
Am Montag, 03.08.2026, gegen 20:30 Uhr, befand sich eine 38-Jährige mit kroatischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Landkreis Starnberg ohne berechtigtes Interesse im Gebäude eines Krankenhauses. Daher wurde sie vom Krankenhauspersonal mehrfach aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Nachdem sie diesen Aufforderungen nicht nachkam, wurde die Polizei vom Krankenhaus über den Vorfall informiert.
Mehrere Streifen fuhren zum Krankenhaus und trafen dort auf die 38-Jährige. Die Beamten forderten sie auf, das Haus zu verlassen. Auch dieser Aufforderung kam die Frau nicht nach und sie schlug nach den Beamten und beleidigte sie verbal.
Daraufhin wurde sie zu Boden gebracht und gefesselt. Auch danach trat sie mehrfach in Richtung der eingesetzten Beamten. Ein Polizeibeamter wurde leicht verletzt. Er ist weiterhin dienstfähig.
Die 38-Jährige wurde wegen des Angriffs und Widerstands gegen Polizeibeamte sowie wegen Körperverletzung und Beleidigung angezeigt. Aufgrund einer unklaren Wohnsitzsituation wurde sie in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Dort wurde sie am nächsten Tag wieder entlassen.
Das Kommissariat 26 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Bogenhausen: Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach Wohnungseinbruch
Am Dienstag, 04.08.2026, gegen 21:40 Uhr, nahm ein Bewohner eines Reihenhauses auffällige Geräusche wahr und stellte eine geöffnete Terrassentür fest. Dazu bemerkte er zwei dunkel gekleidete Personen auf seiner Terrasse. Daraufhin sprach er mit einem Mitbewohner über diese Situation. Die beiden Personen, die möglicherweise das Gespräch hörten, entfernten sich sofort von der Örtlichkeit.
Der Bewohner alarmierte den Polizeinotruf 110, woraufhin umgehend mehrere Streifen der Münchner Polizei zum Haus geschickt wurden. Im Rahmen der intensiv aufgenommenen Fahndungsmaßnahmen konnten kurz danach in der Nähe zwei tatverdächtige Personen festgestellt und festgenommen werden (zwei albanische Staatsangehörige im Alter von 25 und 26 Jahren, beide ohne festen Wohnsitz in Deutschland).
Sie wurden wegen des versuchten Einbruchsdiebstahls und einer Sachbeschädigung angezeigt. Nach der polizeilichen Sachbearbeitung wurden sie in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl.
Das Kommissariat 53 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Dabei wird auch geprüft, ob die beiden Tatverdächtigen für weitere ähnliche Delikte in Frage kommen.
Ludwigsfeld: Pkw kollidiert mit Wand und weiterem Pkw - zwei Personen verletzt
Am Mittwoch, 05.08.2026, gegen 15:40 Uhr, fuhr eine 42-Jährige mit bosnischer Staatsangehörigkeit und mit Wohnsitz im Landkreis Dachau mit einem BMW Pkw auf der Dachauer Straße stadtauswärts. Sie befand sich mit dem Pkw im Bereich der Überführung über die A 99. Die beiden Fahrtrichtungen der Dachauer Straße sind dort in der Mitte baulich getrennt. Der Pkw kollidierte dort mit einer Betonwand der Fahrbahntrennung.
Nach den ersten Erkenntnissen könnte eine akute medizinische Problematik für dieses Fahrverhalten verantwortlich gewesen sein.
Nach dem Zusammenstoß mit der Wand wurde der Pkw auf den Fahrstreifen zurückgeschleudert, wo er mit einem weiteren Pkw kollidierte (Audi, der von einem 51-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München gefahren wurde).
Bei dem Unfall wurden beide Fahrer verletzt. Sie mussten vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden.
Beide Pkw mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Gesamtschaden von über 70.000 Euro.
Während der Unfallaufnahme musste die Dachauer Straße in stadtauswärtiger Richtung komplett gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Die Münchner Verkehrspolizei hat den Unfall vor Ort aufgenommen.
Die weiteren Ermittlungen zum Unfall führt die Münchner Verkehrspolizei.
Gräfelfing: Festnahme eines Tatverdächtigen nach gefährlicher Körperverletzung
Am Mittwoch, 05.08.2026, gegen 00:20 Uhr, befand sich ein 17-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis München vor der Wohnungstür von Angehörigen in einem Mehrfamilienhaus in Gräfelfing. Er klingelte und ihm wurde die Wohnungstür geöffnet.
Anschließend kam es zu einem zunächst verbalen Streit und ein 30-jähriger deutscher Bewohner wollte den 17-Jährigen wieder aus der Wohnung schieben. Dabei gingen beide im Bereich des Treppenhauses zu Boden und der 17-Jährige verletzte den 30-Jährigen mit einem von ihm mitgeführten Messer am Rücken.
Der 17-Jährige entfernte sich danach vom Tatort und die Bewohner alarmierten den Polizeinotruf 110. Sofort wurden mehrere Streifen der Münchner Polizei und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes zur Einsatzörtlichkeit geschickt.
Der 30-Jährige wurde vor Ort behandelt und danach vom Rettungsdienst zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Im Rahmen der Fahndung konnte der 17-Jährige später in der Nähe festgenommen werden.
Er wurde wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt und nach der polizeilichen Sachbearbeitung der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wird im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.
Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 25.
Sendling-Westpark und weiteres Stadtgebiet: Trickbetrug durch falsche Haushaltshilfen
Bereits Anfang Juni wurde ein über 70-Jähriger mit spanischer Staatsangehörigkeit und mit Wohnsitz in München in einem Supermarkt von zwei ihm unbekannten Frauen angesprochen. Sie fragten ihn, ob sie bei ihm als Putzfrauen arbeiten könnten. Daraufhin lud er die beiden Frauen zu sich nach Hause ein.
In seiner Wohnung kamen sie ins Gespräch und dem über 70-Jährigen wurde mitgeteilt, dass die Frauen auch finanzielle Probleme hätten. Daraufhin wurde ihnen von dem Mann wenige hundert Euro Bargeld übergeben. In den Folgetagen kam es zu weiteren Besuchen und es wurde nochmals etwas Bargeld übergeben. Die Frauen versprachen, das Geld in den nächsten Wochen zurück zu zahlen. Dies geschah allerdings nicht.
Anfang Juli ging der über 70-Jährige zu einer Polizeiinspektion und zeigte den Vorfall an.
Das Kommissariat 61 hat die Ermittlungen wegen des Trickbetrugs aufgenommen. Beim Kommissariat 61 wurden in den letzten Wochen mehrere ähnliche Fälle angezeigt.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei: Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Haushaltshilfen/Reinigungskräfte oder ähnliche Dienstleister in die Wohnung einzulassen, wenn sie auf der Straße oder auf Wochenmärkten auf solche Arten von Dienstleistung angesprochen werden.
Insbesondere wenn bei solchen Gesprächen persönliche Belange und Probleme angesprochen und daraus Geldforderungen resultieren, sollte darauf nicht eingegangen werden.
Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Im Zweifelsfall verständigen Sie den Polizeinotruf 110.
Münchner Polizei setzt Maßnahmenpaket um – Ludwigsvorstadt: Mobile Videoüberwachung im Nußbaumpark
siehe Medieninformation vom 23.07.2026, Nr. 1086
Am Donnerstag, 06.08.2026, nimmt das Polizeipräsidium München einen mobilen Videoturm im Nußbaumpark in Betrieb. Die Maßnahme ist Teil des gemeinsamen Maßnahmenpakets der Taskforce Bahnhofsviertel und ergänzt die bereits bestehenden polizeilichen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitslage in diesem Bereich.
Der Videoturm verfügt über eine ferngesteuerte Richtungs- und Zoomfunktion sowie über eine 360-Grad-Panoramakamera. Videotürme ermöglichen eine flexible Überwachung öffentlicher Bereiche und können bei veränderten Einsatzlagen kurzfristig an andere Standorte umgesetzt werden. Eine integrierte Alarmauslösung schützt die Anlagen vor unbefugtem Zugriff. Die Videodaten werden verschlüsselt an die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München übertragen.
Die Inbetriebnahme des Videoturms erfolgt als Teil eines umfassenden Maßnahmenbündels der Taskforce Bahnhofsviertel. Neben einer verstärkten polizeilichen Präsenz und regelmäßigen Schwerpunktkontrollen werden gemeinsam mit der Landeshauptstadt München verschiedene städtebauliche, ordnungsrechtliche und sozialpräventive Maßnahmen umgesetzt.
Die Münchner Polizei setzt moderne Videotechnik bereits seit mehreren Jahren erfolgreich an Kriminalitätsschwerpunkten ein. Mobile „unifomierte“ Videotürme befinden sich bereits am Alten Botanischen Garten, im Bereich des Karlsplatzes (Stachus) sowie im südlichen Bahnhofsviertel. Die dort gewonnenen Erfahrungen zeigen, dass die Videoüberwachung sowohl präventiv wirkt als auch einen wichtigen Beitrag zur schnellen und beweissicheren Aufklärung von Straftaten leisten kann.
Die Münchner Polizei wird den Bereich auch künftig mit deutlich sichtbarer Präsenz begleiten. Insbesondere läuft ab 3. August ein täglicher Schwerpunkteinsatz, auch mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, um die Sicherheit und Aufenthaltsqualität im Nußbaumpark nachhaltig weiter zu verbessern.
Polizeipräsident Thomas Hampel: „Der Nußbaumpark ist in den vergangenen Monaten verstärkt in den Fokus polizeilicher Maßnahmen gerückt. Unser Ziel ist es, die Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger weiter zu erhöhen und Straftaten konsequent zu verhindern beziehungsweise aufzuklären. Grundsätzlich sind unsere uniformierten Videotürme dabei ein weiterer wichtiger Baustein unseres Sicherheitskonzepts im Innenstadtbereich. Einer davon steht jetzt auch im Nußbaumpark.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums München. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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