Polizei-News Frankfurt, 22.07.26: Messerangriff auf 37-Jährige in Frankfurt-Altstadt, 70-Jährige und 47-Jähriger wegen versuchten Mordes in Haft

Die Polizei informiert über ein aktuelles Gewaltdelikt in Frankfurt. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Kapitalverbrechen (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Kapitalverbrechen (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Boris Roessler

Am Sonntagnachmittag kam es am Eisernen Steg in Frankfurt am Main zu einem Messerangriff einer 70-jährigen deutschen Staatsangehörigen auf eine 37-jährige Frau, die die ehemalige Lebensgefährtin des 47-jährigen Sohnes der Tatverdächtigen ist. Der 47-jährige deutsche Staatsangehörige soll die Tat mit vorbereitet und koordiniert haben, weshalb sich beide Tatverdächtigen nun wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft befinden.

Nach den geführten Ermittlungen befand sich das 37-jährige Opfer gegen 15:00 Uhr mit einem Begleiter im Bereich des Mainkais in Höhe des Eisernen Stegs, als die 70-jährige Tatverdächtige, die das Opfer zunächst in der Innenstadt verfolgt haben soll, unvermittelt von hinten an sie herangetreten, sie an den Haaren gezogen und mit einem Messer angegriffen haben soll. Dem Begleiter des Opfers gelang es unter Mithilfe eines anwesenden Zeugen, die Tatverdächtige von der 37-Jährigen zu trennen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Kurz darauf eintreffende Polizeibeamte nahmen die Angreiferin widerstandslos fest. Das Opfer erlitt durch den Angriff oberflächliche Schnittverletzungen im Hals- und Gesichtsbereich. Der 33-jährige Zeuge trug eine Schnittverletzung am Finger davon.

Die 70-jährige Tatverdächtige ist die Mutter des 47-jährigen Tatverdächtigen, der der ehemalige Lebensgefährte des Opfers ist. Die 37-Jährige hatte zuvor bereits gerichtliche Kontakt- und Annäherungsverbote gegen beide Tatverdächtigen erwirkt.

Durch die unmittelbar nach dem Angriff aufgenommenen - überaus intensiv geführten - Ermittlungen ergab sich, dass die 70-Jährige gemeinsam mit ihrem nicht am Tatort befindlichen Sohn die Geschädigte ausspionieren und in der Frankfurter Innenstadt lokalisieren konnte und es diesbezügliche Absprachen zwischen Mutter und Sohn gab.

Im Zuge der noch am Montag beabsichtigten Festnahme des 47-Jährigen konnte in den Abendstunden festgestellt werden, dass dieser sich zunächst mit seinem Fahrzeug in die Richtung der Wohnung der Geschädigten begab, sich dann jedoch von dort entfernte. Gegen 23:30 Uhr konnte er in Mörfelden-Walldorf festgenommen werden. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges fanden die Beamten eine scharfe Schusswaffe, Munition und ein Messer.

Nachdem die 70-jährige Tatverdächtige bereits am Montag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Frankfurt am Main vorgeführt wurde, erfolgte die Vorführung des 47-Jährigen am Dienstag. In beiden Fällen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ein Haftbefehl wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung erlassen.

Die Ermittlungen dauern an.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Frankfurt vom 22.07.2026 gegen 12:16 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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