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Warnung vor Donovanosis: "Fleischfressende" Geschlechtskrankheit breitet sich aus

Mediziner warnen aktuell vor der Ausbreitung von Donovanosis. Dabei handelt es sich um eine "fleischfressende" Geschlechtskrankheit, bei der sich Bakterien in den Intimbereich fressen und das Gewebe zerstören.

Die Geschlechtskrankheit Donovanosis befällt und zerfrisst Genitalgewebe. (Foto) Suche
Die Geschlechtskrankheit Donovanosis befällt und zerfrisst Genitalgewebe. Bild: Adobe Stock/Kateryna_Kon

Es sind besorgniserregende Berichte, die uns inmitten der Corona-Pandemie erreichen. Forscher warnen aktuell vor einer weiteren gefährlichen Krankheit, die vor allem in England auf dem Vormarsch sein soll. Die Rede ist von Donovanosis, einer ansteckenden Geschlechtskrankheit, bei der sich Geschwüre an den Genitalien bilden.

Donovanosis breitet sich aus! Experten warnen vor "fleischfressender" Geschlechtskrankheit

Donovanosis, von den Medien auch als "fleischfressende" Geschlechtskrankheit bezeichnet, trat zuletzt nur sehr selten bei Menschen auf. Wie "Birmingham Live" nun jedoch berichtet, zeigen aktuelle Zahlen, dass die Fälle wieder steigen. Männer sind davon doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Die Krankheit wird beim Sex durch das Bakterium Klebsiella granulomatis übertragen.

"Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Krankheit Donovanosis - von der man bisher annahm, dass sie auf Orte wie Indien, Brasilien und Neuguinea beschränkt ist - an diesen Küsten immer häufiger vorkommt", erklärte Dr. Datta von der MyHealthCare Clinic in London gegenüber "National Library of Medicine".

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Krankheit Donovanosis frisst sich in Intimbereich

Die Krankheit Donovanosis wird auch als "fleischfressende" Geschlechtskrankheit bezeichnet, da sie sich in den Intimbereich einfressen kann. Das Genitalgewebe wird so nach und nach beschädigt. Zu den ersten Symptomen gehören "fleischrote Läsionen", die an den Genitalien oder um den Anus herum auftreten können und sich mit der Zeit abnutzen und in "erhabene, fleischrote, samtige Knötchen, die Granulationsgewebe genannt werden", verwandeln, so die "National Library of Medicine" (NLM).

Infektion zerstört Genitalgewebe bei Nicht-Behandlung

Bleibt die Infektion unbehandelt, zerstört sie langsam das Genitalgewebe und breitet sich über die Genitalien hinaus auf andere Körperteile aus, einschließlich der Oberschenkel und des Unterbauchs. Bakterielle Infektionen der chronischen Hautveränderungen ("Superinfektion") können zu einem unerträglichen Geruch führen. Die Geschwüre können riesig werden, zu Lymphstau und Bindegewebsverhärtungen führen und die Geschlechtsteile regelrecht "zerfressen".

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Mediziner warnen vor möglicher Donovanosis-Ausbreitung

Britische Experten warnen nun davor, dass sich Donovanosis - auch bekannt als Klebsiella granulomatis - weiter ausbreiten könnte. Demnach stieg die Zahl der Fälle von 19 im Jahr 2016 auf 30 im Jahr 2019. Trotz der Daten von "Public Health England", die zeigen, dass die Zahl der Fälle im Jahr 2020 zurückgegangen ist, erklärte der Gynäkologe Dr. Shree Datta gegenüber der Zeitung, dass die Krankheit "immer häufiger" auftritt und die Menschen sich dessen bewusst sein sollten.

Um die Krankheit zu heilen, ist eine langfristige Behandlung, einschließlich Antibiotika, erforderlich.

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/hos/news.de

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