Dämpfer für Elon Musk : SpaceX-Aktie stürzt ab - Billionen-Traum bekommt erste Risse
Nur vier Wochen nach dem größten Börsengang aller Zeiten ist die SpaceX-Aktie unter ihren Ausgabepreis gefallen – und offenbart eine brutale Wahrheit: Hinter der Billionen-Bewertung stecken fast 5 Milliarden Dollar Verlust und eine riskante Wette auf Rechenzentren im All.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- SpaceX-Aktie stürzt nach Rekordstart ab
- Milliardenverluste für Elon Musk
- Riskante Zukunftswette mit Rechenzentren im All
Die Euphorie um Elon Musks Weltraumunternehmen SpaceX ist verflogen. Nur etwa vier Wochen nach dem gefeierten Börsendebüt rutschte die Aktie am Mittwoch erstmals unter ihren Ausgabepreis. Im US-Handel notierte das Papier zur Mittagszeit bei rund 133 Dollar – der Emissionspreis lag bei 135 Dollar.
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Riskante Zukunftswette mit Rechenzentren im All
Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen: Getrieben von kaufwütigen Privatanlegern schoss der Kurs zwischenzeitlich auf 225 Dollar. Am ersten Handelstag schloss die Aktie noch mit einem Plus von gut 19 Prozent bei etwa 161 Dollar. Mit einem Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar war es der größte Börsengang der Geschichte. Musk stieg dadurch zum ersten Menschen mit einem Billionenvermögen auf.
Der Absturz offenbart eine eklatante Kluft zwischen Börsenwert und wirtschaftlicher Realität. Bereits zum Ausgabepreis übertraf SpaceX mit einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar sogar den Facebook-Mutterkonzern Meta. Die Geschäftszahlen erzählen jedoch eine völlig andere Geschichte.
Im vergangenen Jahr häufte das Unternehmen Verluste von knapp 5 Milliarden Dollar an. Dem standen Einnahmen von 18,67 Milliarden Dollar gegenüber – umgerechnet etwa 16 Milliarden Euro. Investoren bezahlen damit nicht für aktuelle Profite, sondern setzen auf künftige Erfolge. Die Hoffnung: SpaceX könnte zu einem der großen Profiteure des KI-Booms werden.
Riskante Wette auf Rechenzentren im Weltraum
Die Zukunftsstrategie von SpaceX setzt auf Künstliche Intelligenz als wichtigstes Geschäftsfeld. Kernstück der Vision sind Rechenzentren, die im All betrieben werden sollen. Der Vorteil: Die Sonne liefert dort reichlich Energie.
Doch Fachleute äußern erhebliche Bedenken. Die Kosten für den Aufbau solcher Anlagen wären enorm. Zudem bereitet die Kühlung der Systeme trotz der niedrigen Temperaturen im Weltraum technische Schwierigkeiten. Ein weiteres Problem stellt die kosmische Strahlung dar – sie kann empfindliche Computerchips und Schaltkreise beschädigen. Ob sich diese Hürden überwinden lassen, bleibt ungewiss.
26 Billionen Dollar Marktpotenzial als Rechtfertigung
SpaceX malt im Börsenprospekt ein gewaltiges Zukunftsszenario. Das Unternehmen beziffert den globalen Markt für Künstliche Intelligenz samt der dazugehörigen Infrastruktur auf mehr als 26 Billionen Dollar. Genau dieses Potenzial führt der Konzern als Begründung für seine astronomische Börsenbewertung an.
Die Anleger kaufen damit vor allem eine Wette auf kommende Erfolge. Ob SpaceX die hochgesteckten Erwartungen erfüllen kann, muss sich erst noch zeigen. Der aktuelle Kursverfall deutet darauf hin, dass zumindest ein Teil der Investoren inzwischen Zweifel hegt. Die Diskrepanz zwischen Vision und Geschäftsrealität bleibt das zentrale Risiko.
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bua/sfx/news.de/dpa/stg
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