Elon Musk: SpaceX-Chef büßt 600 Milliarden Dollar ein nach Rekord-Börsengang

Der größte Börsengang aller Zeiten machte Elon Musk zum Billionär - nun ist der SpaceX-Boss auf einem Schlag um mehr als 600 Milliarden US-Dollar ärmer. Börsen-Analysten warnen bereits vor weiteren Turbulenzen.

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Erst Kurs-Rally, dann Absturz - mit der Aktie des Raumfahrtunternehmens von Elon Musk geht es an der Börse auf und ab. (Foto) Suche
Erst Kurs-Rally, dann Absturz - mit der Aktie des Raumfahrtunternehmens von Elon Musk geht es an der Börse auf und ab. Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
  • Elon Musk dank SpaceX-Börsengang offiziell Billionär
  • SpaceX-Aktie fährt Achterbahn und erlebt dreitägige Verlustserie
  • 600 Milliarden US-Dollar sind futsch - Analysten mahnen zur Vorsicht

Der Börsengang von SpaceX am 12. Juni sorgte für reichlich Euphorie auf dem Aktienmarkt und ließ Firmenchef Elon Musk zu neuen Sphären aufsteigen: Musk ist nach dem Rekord-Börsengang seiner Weltraumfirma der erste Mensch mit einem Billionen-Vermögen. Die SpaceX-Aktie beendete ihren ersten Handelstag mit einem Plus von gut 19 Prozent auf rund 161 Dollar. Musks Vermögen schätzte das Magazin "Forbes" danach auf etwa 1,1 Billionen Dollar.

Elon Musk mit SpaceX an der Börse: Erste Anzeichen für Stabilisierung nach Berg-und-Talfahrt

In den ersten Handelstagen schoss der SpaceX-Kurs steil nach oben und erreichte am 16. Juni ein Rekordhoch von 225 Dollar - danach schloss sich eine wilde Achterbahnfahrt an, wie unter anderem "Tagesschau" und "Wallstreet-Online.de" berichten. Nach einer turbulenten Woche zeigt die SpaceX-Aktie nun erste Anzeichen einer Stabilisierung. Am Dienstag (23.06.2026) konnte das Papier des Raumfahrt- und KI-Konzerns von Elon Musk um 0,7 Prozent auf 155,60 US-Dollar zulegen. Damit beendete die Aktie eine dreitägige Verlustserie und hielt sich über dem ersten Handelskurs von 150 Dollar.

SpaceX-Aktie rauscht von 225 auf 155 Dollar: Achterbahnfahrt nach Rekord-IPO

Gegenüber dem Ausgabepreis von 135 Dollar beim Rekord-Börsengang am 12. Juni notieren die Titel noch rund 15 Prozent im Plus. Allerdings hatte der Kurs zwischenzeitlich deutlich höher gestanden. Vorbörslich war das Papier im Zuge einer weltweiten Verkaufswelle bei Technologiewerten zunächst weiter unter Druck geraten, bevor die Erholung einsetzte. Mit einer Bewertung von knapp drei Billionen Dollar kletterte SpaceX zeitweise auf Platz vier der wertvollsten Unternehmen weltweit – hinter Nvidia, Alphabet und Apple. Doch dann setzten massive Gewinnmitnahmen ein: Anleger verkauften ihre Papiere, um die schnellen Kursgewinne zu realisieren.

600 Milliarden US-Dollar sind futsch - Musk-Konzern rutscht ab

Über drei Handelstage summierte sich das Minus auf 23 Prozent. Mehr als 600 Milliarden Dollar an Börsenwert gingen verloren. Der Konzern rutschte auf Rang sieben der wertvollsten Unternehmen ab. Am Montag (22.06.) kündigte SpaceX an, erstmals Anleihen mit Investment-Grade-Rating auszugeben. Experten interpretieren diesen Schritt als Vorbereitung auf eine umfangreiche Kreditaufnahme, um die ehrgeizigen Pläne im Bereich Künstliche Intelligenz zu finanzieren.

Die Geschäftszahlen des Konzerns zeigen ein gemischtes Bild: Im vergangenen Jahr verbuchte SpaceX bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar einen Verlust von fast fünf Milliarden Dollar. Im ersten Quartal 2026 kamen weitere vier Milliarden Dollar Verlust hinzu. Gleichzeitig verfügt das Unternehmen laut "Wallstreet-Online" über liquide Mittel von knapp 101 Milliarden Dollar. Parallel zum Kursrutsch schloss SpaceX einen Vertrag mit dem KI-Startup Reflection AI über Rechenkapazitäten. Der Deal hat ein Gesamtvolumen von rund 6,3 Milliarden Dollar bis 2029.

Analysten mahnen SpaceX-Anleger zur Vorsicht

Mit KeyBanc Capital Markets riet am Montag erstmals ein Analysehaus davon ab, SpaceX-Aktien zu kaufen. Stattdessen empfehlen die Experten abzuwarten. Analyst Michael Leshock begründete dies damit, dass SpaceX zwar seine führende Position bei Weltraumstarts und in verwandten Geschäftsfeldern behalten dürfte. Allerdings sei ein Großteil des langfristigen Potenzials bereits im aktuellen Kurs enthalten. "Die Verkäufer haben wieder die Kontrolle. Jeder auf der Welt, der das kaufen wollte, hat bereits gekauft", sagte Michael O'Rourke, Chefmarktstratege bei JonesTrading, gegenüber "Bild". Ob die jüngsten Verluste nur eine typische Korrektur nach dem Börsendebüt darstellen oder tiefergehende Zweifel an der hohen Bewertung widerspiegeln, bleibt vorerst offen.

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