Donald Trump: 300 km/h vorm Weißen Haus – Trump plant spektakuläres Autorennen

Mit Vollgas durchs Regierungsviertel: Donald Trump will das Herz der US-Hauptstadt in eine Rennstrecke verwandeln. Beim "Freedom 250 Grand Prix" sollen IndyCars mit mehr als 190 Meilen pro Stunde über die Pennsylvania Avenue rasen.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump freut sich auf das bevorstehende "Freedom 250 Grand Prix"-Autorennen. (Foto) Suche
Donald Trump freut sich auf das bevorstehende "Freedom 250 Grand Prix"-Autorennen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump kündigt den "Freedom 250 Grand Prix" für den 22. und 23. August in Washington an
  • IndyCars sollen über die National Mall und die Pennsylvania Avenue fahren – der Eintritt soll kostenlos sein
  • Während Trump von einem historischen Spektakel spricht, warnen Kritiker vor Verkehrsproblemen und üben scharfe Kritik an dem Vorhaben

Nach dem UFC-Kampf vorm Weißen Haus wirft nun das nächste sportliche Trump-Spektakel in Washington D.C. seine Schatten voraus. Der US-Präsident hat ein spektakuläres Motorsport-Event angekündigt. Beim "Freedom 250 Grand Prix" sollen Ende August IndyCar-Rennwagen mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 305 km/h durchs Regierungsviertel rasen. Das Autorennen ist Teil der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit und soll auf der National Mall sowie der Pennsylvania Avenue stattfinden.

Weitere Meldungen aus der US-Politik finden Sie am Ende dieses Artikels.

Donald Trump verspricht "historisches" Motorsport-Spektakel

Begleitet vom Song "Eye of the Tiger" präsentierte sich Donald Trump gemeinsam mit Rennfahrern, Teamchefs und Motorsport-Funktionären am Montag (13.07.2026) vorm Weißen Haus. "Es wird eine großartige Demonstration amerikanischen Patriotismus und roher Pferdestärken und Einfallsreichtums sein", erklärte der US-Präsident. IndyCar-Eigentümer Roger Penske überreichte Trump einen personalisierten Rennhelm. Zudem demonstrierten Mechaniker direkt vor dem Weißen Haus einen Boxenstopp.

Trump zeigte sich überzeugt, dass das Rennen neue Maßstäbe setzen werde. "Ich glaube nicht, dass irgendetwas jemals das übertreffen wird, was wir haben werden", sagte der US-Präsident.

Nach Angaben von Roger Penske haben sich bereits mehr als 250.000 Menschen für das Event registriert. An beiden Veranstaltungstagen sollen jeweils rund 100.000 Zuschauer Platz finden. Trump hob besonders hervor, dass der Eintritt kostenlos sein werde. Die Rennwagen sollen auf der Pennsylvania Avenue Geschwindigkeiten von über 305 km/h erreichen, obwohl dort normalerweise ein Tempolimit von lediglich 40 bis 50 km/h gilt.

Nach Angaben der Organisatoren scheiterte das Projekt zunächst trotz zahlreicher Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern. US-Verkehrsminister Sean Duffy schilderte, dass schließlich ein Telefonat mit Trump die Wende gebracht habe. "Der Präsident hatte einen Anruf, und der Präsident sagte: 'Erledigt. Wir werden Amerika 250 mit einem IndyCar-Rennen in der US-Hauptstadt feiern.'" Roger Penske erklärte, die Zustimmung aus dem Weißen Haus habe den Weg für das Projekt freigemacht.

Verkehrschaos und umstrittenes T-Shirt: Kritik am "Freedom 250 Grand Prix"

Schon vor dem Start sorgt das Rennen für Diskussionen. Anwohner und Lokalpolitiker befürchten erhebliche Verkehrsbehinderungen durch Straßensperrungen rund um Aufbau, Training und Rennen. Zudem werden Fragen zu den Kosten des Großevents laut. Für zusätzliche Kritik sorgte ein T-Shirt zum Rennen, das den ehemaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln mit Rennhelm und dem Slogan "One Nation/One Race" zeigte. Nach heftigen Reaktionen wurde das Merchandise von der IndyCar-Website entfernt.

Auch in den sozialen Medien fielen die Reaktionen auf Trumps Ankündigung vernichtend aus. Einige X-Nutzer machten sich über den US-Präsidenten lustig, andere kritisierten die Veranstaltung als unnötige Inszenierung oder äußerten Zweifel am Nutzen des Rennens für Washington. Andere wiederum stellten Vergleiche zu früheren Straßenrennen in US-Großstädten an und warnten vor erheblichen Einschränkungen für Anwohner.

Das Netz spottete außerdem über den überreichten Helm: "Er sollte ihn tragen. Das schützt seinen Kopf, da er oft hinfällt", schrieb ein X-Nutzer. Ein anderer meinte: "Er muss einen 24 Stunden am Tag tragen, bevor er Hirnschäden verursacht... warte, egal."

Andere Nutzer zogen Vergleiche zu früheren Events: "Chicago hatte das. Es ist wirklich ein Reinfall. Frisst einfach die Straßen auf." Die schärfste Kritik fasste ein User so zusammen: "Das ist entweder der Höhepunkt der Unterhaltung oder der Höhepunkt der Absurdität. Kommt darauf an, wer zuschaut." Ein anderer schrieb schlicht: "Amerika ist eine globale Peinlichkeit."

Weitere Meldungen rund um die Trump-Regierung finden Sie hier:

/ife/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.