Donald Trump: "600 Prozent billiger" – Trump blamiert sich mit Rechenkünsten
Donald Trump wollte mit sinkenden Medikamentenpreisen glänzen. Doch ausgerechnet seine Zahlen sorgen jetzt für Kopfschütteln: Der US-Präsident sprach von Preisreduzierungen um bis zu 600 Prozent und lieferte damit eine mathematisch unmögliche Rechnung.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Donald Trump behauptet, Medikamente seien um bis zu 600 Prozent günstiger geworden
- Eine Preissenkung von mehr als 100 Prozent ist mathematisch nicht möglich
- Auf X reagierten zahlreiche Nutzer mit Spott über den Rechenfehler des US-Präsidenten
An Bord der Air Force One präsentierte Donald Trump den anwesenden Reportern seine Rechenkünste. Der US-Präsident erklärte, verschreibungspflichtige Medikamente seien unter seiner Regierung um "400 bis 500 bis 600 Prozent" günstiger geworden. Diese Aussage sorgte wegen eines grundlegend mathematischen Problems.
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Trump verknüpfte seine Behauptung direkt mit den bevorstehenden Zwischenwahlen: Allein diese Preissenkung müsse den Republikanern den Sieg bei den Midterms sichern, prahlte der US-Präsident. Die Demokraten würden diese Erfolge angeblich rückgängig machen wollen.
Trump:
— Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) July 9, 2026
“Prescription drugs have come down 400 to 500 to 600% under Trump. And that alone should win us the midterms” pic.twitter.com/TiDgW4p2tY
Donald Trump glänzt mit mathematischer Unwissenheit
Das Problem mit Trumps Zahlen ist simpel: Eine Preisreduzierung von mehr als 100 Prozent existiert schlichtweg nicht. Kostet ein Medikament beispielsweise 100 Dollar und der Preis sinkt um 100 Prozent, liegt er bei exakt null Dollar – das Produkt wäre kostenlos. Eine Senkung um 600 Prozent würde bedeuten, dass Patienten für den Kauf ihrer Arzneimittel Geld erhalten müssten. Prozent bedeutet wörtlich "von hundert". Bei einer vollständigen Preissenkung ist bei 100 Prozent Schluss. Alles darüber hinaus widerspricht den Grundregeln der Mathematik, die bereits in der Schule vermittelt werden.
Netz spottet über Trumps Rechenkünste
Auf der Social-Media-Plattform X reagierten Nutzer mit beißendem Spott auf die Aussage des US-Präsidenten. "Ich kann mich nicht erinnern, dass man mir Geld für die Einnahme von Medikamenten gezahlt hat – wann hat das angefangen?", fragte ein X-Nutzer sarkastisch. Ein anderer rechnete vor: "Wenn etwas 100 Dollar kostet und um 100 Prozent sinkt, sind das null Dollar – wie soll etwas dann um 600 Prozent fallen?" Die Kommentare wurden zunehmend schärfer. "Mathematisch gesehen: Wie kann ein Preis um mehr als 100 Prozent sinken? Bei 600 Prozent – bekommt man dann Geld?", wollte ein weiterer X-Nutzer wissen. "Also hat die USA jetzt kostenlose Medikamente mit Rückerstattung – wie aufregend", spottete ein anderer.
Weitere Nutzer auf X stellten Trumps Glaubwürdigkeit grundsätzlich infrage. "Wenn er nur einmal die Wahrheit sagen würde, das würde ihm die Zwischenwahlen gewinnen", kommentierte einer. Ein anderer merkte an, dass nur Menschen, die Lügen glauben, ihm zum Sieg verhelfen würden. Besonders bissig fiel die Kritik an der Diskrepanz zwischen Trumps Worten und der Wirklichkeit aus. Ein Nutzer schrieb, dass diejenigen, die nicht wüssten, was Prozent bedeute, sich über die angeblich sinkenden Preise freuen würden – "bis sie in die Apotheke gehen und feststellen, dass die Preise stattdessen gestiegen sind". Die Frustration über die mathematisch unmögliche Aussage war in zahlreichen Kommentaren deutlich spürbar.
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