Donald Trump: "Habe es mehr verdient als jeder andere" – Trump fordert erneut Friedensnobelpreis

Donald Trump sieht sich als größten Friedensstifter der Geschichte und macht daraus keinen Hehl. Auf dem Rückflug vom Nato-Treffen in Ankara erklärte der US-Präsident erneut, ihm stehe der Friedensnobelpreis zu. Seine Begründung sorgt für heftige Diskussionen.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump erhebt erneut Anspruch auf den Friedensnobelpreis. (Foto) Suche
Donald Trump erhebt erneut Anspruch auf den Friedensnobelpreis. Bild: picture alliance/dpa/AP photo | Alex Brandon
  • Donald Trump beansprucht erneut den Friedensnobelpreis und sieht sich als verdientesten Kandidaten
  • Der US-Präsident behauptet, bereits acht Kriege beendet und Millionen Menschenleben gerettet zu haben
  • Kritiker auf X stellen Trumps Aussagen infrage und werfen ihm Übertreibungen vor

Auf dem Rückflug vom Nato-Treffen in Ankara hat Donald Trump gegenüber Reportern in der Air Force One erneut Anspruch auf den Friedensnobelpreis erhoben. Der US-Präsident erklärte, er hätte ihn mehr verdient als sämtliche bisherigen Preisträger. Als Begründung führte er an, dass niemand sonst Kriege beendet habe – er selbst hingegen gleich acht Stück.

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Drohender Atomkrieg und Millionen gerettete Leben: Donald Trump prahlt mit Anspruch auf Friedensnobelpreis

"Ich hätte diese Auszeichnung mehr verdient als jeder andere, der jemals den Friedensnobelpreis erhalten hat, weil niemand Kriege beigelegt hat", sagte Trump. Dies sei ihm aufgrund einer "bestimmten Art von Persönlichkeit" gelungen. Die diesjährige Preisträgerin, die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado, hatte ihre Auszeichnung zuvor Trump gewidmet – das Nobelkomitee stellte jedoch klar, dass dies keine offizielle Übertragung darstelle.

Als konkretes Beispiel für seine angeblichen Friedensbemühungen nannte Trump den Konflikt zwischen Indien und Pakistan. "Dieser Krieg tobte. Sie waren eine Woche dabei. Elf Flugzeuge wurden abgeschossen und dieser Krieg drohte nuklear zu werden", behauptete der Präsident. Er berief sich dabei auf den pakistanischen Premierminister, der angeblich erklärt habe, Trump habe 30 bis 50 Millionen Menschenleben gerettet. "Und wissen Sie was? Es hätten noch viel mehr sein können", fügte Trump hinzu. Diese Darstellung sollte jedoch in den sozialen Medien auf erheblichen Widerspruch stoßen.

"Waren es nicht neun?" Netz macht sich über Trumps Kriegsbilanz lustig

Die Reaktionen auf der Plattform X fielen vernichtend aus. X-Nutzer wiesen darauf hin, dass die indische Regierung jegliche Beteiligung Trumps oder der USA an Friedensverhandlungen bestreite. Auch habe der pakistanische Premierminister Sharif niemals eine Aussage über gerettete Menschenleben gemacht. Ein anderer X-Nutzer merkte an, Trump habe im Januar noch von zehn Millionen geretteten Leben gesprochen und die Zahlen seitdem stetig erhöht. "Waren es nicht neun?", fragte ein X-Nutzer spöttisch mit Blick auf die angeblich acht beigelegten Kriege. Ein anderer kommentierte: "Ich dachte, es waren zehn Kriege. Er kann seine Geschichte nicht gerade halten."

Auch prominente Kritiker meldeten sich zu Wort. Der Autor Jason Overstreet schrieb an seine mehr als 57.000 Follower auf X: "Es ist so cool, wie Amerika im Grunde taub dafür ist, dass der Präsident der Vereinigten Staaten völlig verrückt ist." Die demokratische Strategin Leslie Marshall bat schlicht: "Oh mein Gott, bitte hör auf."

Besonders bitter stießen einigen Nutzern Trumps Friedensbehauptungen angesichts aktueller Ereignisse auf. "Während wir heute Nacht ein Land bombardieren, ergibt das keinen Sinn", kommentierte ein X-Nutzer. Ein anderer schrieb: "Wenn das nicht mein Präsident wäre, würde ich mich totlachen."

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