Hamburg: Speditionschef verteidigt angedachten Zippel-Verkauf

Die chinesische Reederei Cosco will eine traditionsreiche Hamburger Spedition übernehmen. Der Verkauf ist umstritten.

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Der Unternehmer Axel Plaß hat den angedachten Verkauf der Hamburger Spedition Konrad Zippel an die chinesische Staatsreederei Cosco verteidigt. "Das Geschäft bleibt in Hamburg, alle Arbeitsplätze werden erhalten", sagte der Geschäftsführer dem Fachmedium "Deutsche Verkehrs-Zeitung" (Mittwoch). Es gehe darum, Ladung zu gewinnen und zu halten.

Die Traditionsspedition Konrad Zippel transportiert mit Zügen, Lastschiffen und Lkw Waren, die an den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven ankommen. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 350 Beschäftigte.

Verkauft werden sollen 80 Prozent der Anteile, Plaß will demnach künftig 20 Prozent an dem Unternehmen halten. Das Bundeskartellamt hat der Transaktion schon zugestimmt. Allerdings hat das Bundesamt für Verfassungsschutz Bedenken gegen die Übernahme, wie Ende April bekanntgeworden ist.

Die Reederei Cosco gehört nach der Transportmenge zu den größten der Welt. Cosco ist bereits mit 24,99 Prozent an einem Hamburger Containerterminal beteiligt. Der Einstieg der Reederei 2023 löste eine Debatte über den Einfluss Chinas auf die kritische Infrastruktur in Deutschland aus.

Bundeswirtschaftsministerium prüft Transaktion

Plaß sagte, eine Prüfung des Bundeswirtschaftsministeriums dauere an. Das Ministerium habe entschieden, die Übernahme in einer zweiten Phase genauer zu untersuchen. Das könne zwei bis vier Monate dauern, zudem könne die Prüfung verlängert werden. Vom Ministerium werde die Spedition vernünftig behandelt. "Wir verstehen, dass sorgfältig geprüft werden muss."

Plaß verneinte, dass die Spedition über sensible Daten verfüge. Er sagte, das Unternehmen zähle nicht zur kritischen Infrastruktur und sei zu klein, um in der Handelspolitik eine Rolle zu spielen. "Ich bin zuversichtlich, dass die sorgfältige Prüfung am Ende bestätigt, was die Zahlen zeigen: Zippel mit rund anderthalb Prozent Marktanteil ist die öffentliche Aufregung nicht wert."

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