Betrieben droht Pleite: Unsicherheit steigt - Wie sicher ist Ihre Branche aktuell?
Deutschland rutscht in die nächste Wirtschaftskrise - das lässt sich auch anhand einer aktuellen Umfrage absehen, in der rund 8,1 Prozent aller Firmen um ihre Existenz bangen. Wie sicher Ihre Branche noch ist, lesen Sie hier.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Rund 8,1 % der deutschen Unternehmen sehen ihre Existenz bedroht
- Hohe Energie- und Betriebskosten und geringe Nachfrage schwächen Branchen
- Welche Branchen aktuell besonders unsicher sind, erfahren Sie hier
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Nahezu 8,1 Prozent aller deutschen Unternehmen sehen sich in ihrer Existenz bedroht - das zeigt eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts. Demnach trifft es jene Branchen, die schon seit geraumer Zeit unter steigenden Kosten, Wettbewerb und sinkender Nachfrage leiden, besonders hart. Wie die Prognosen in den einzelnen Branchen ausfallen und welche Jobs sicher bleiben, verraten wir Ihnen hier.
Gastgewerbe kämpft mit steigenden Kosten
Aktuell ringen Hotels, Pensionen und Restaurants mit hohen Energie- und Betriebskosten, nicht zuletzt aufgrund der Blockade der Straße von Hormus im Iran und der daraus resultierenden hohen Ölpreise. Laut einer Pressemitteilung des Ifo-Instituts sehen sich derzeit rund 20 Prozent der Unternehmen im Gastgewerbe existenziell bedroht. Gleichzeitig bleiben auch die Gäste aus, was für sinkende Einnahmen sorgt. Für die Unternehmen selbst bedeutet dies, dass Investitionen auf die lange Bank geschoben und Neueinstellungen zurückgestellt werden müssen. Entsprechend steigt auch die Jobunsicherheit - wer in dieser Branche arbeitet, muss sich auf harte Zeiten gefasst machen.
Einzelhandel leidet unter Online-Konkurrenz
Der Einzelhandel sieht aktuell ebenfalls schwarz. Grund sind Online-Händler wie Temu oder Shein, die als Billiganbieter aus dem Ausland den Markt immer stärker belasten. Etwa jeder sechste Einzelhändler sieht seine Existenz bedroht. Gleichzeitig machen die wirtschaftlichen Entwicklungen der Gesamtbevölkerung zu schaffen - die Kunden werden entsprechend zurückhaltender bei ihren Käufen. "Viele müssen mehr für Benzin ausgeben und haben deshalb kein Geld für gerade nicht notwendige Ausgaben", so Ifo-Experte Klaus Wohlrabe gegenüber "Bild".
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Dienstleister sehen Lage aktuell entspannt
In der Dienstleistungsbranche ist es hingegen deutlich entspannter: Hier sehen nur knapp 7,6 Prozent ihre Existenz bedroht. Viele Dienstleistungen brauchen weniger teure Maschinen, Lager oder energieintensive Produktion. Eine Beratungsfirma oder Softwareagentur kann Kosten schneller senken als ein Industriebetrieb mit Fabrikhalle. Dadurch überstehen Dienstleister Nachfrageschwächen oft länger.
In der Werbung und Marktforschung ist der Anteil allerdings deutlich höher - 14,3 Prozent sehen hier ihre Existenz bedroht. Betroffen sind davon vor allem Zeitarbeitsfirmen und Personalagenturen. Für Jobs, bei denen KI viel automatisieren kann, könnte es in Zukunft deutlich schwieriger werden.
Industrie und Baugewerbe stehen vor Herausforderungen
Für Industrie und Baugewerbe sieht es ähnlich aus wie im Dienstleistungssektor, wobei diese weitaus mehr von hohen Energie- und Rohstoffkosten betroffen sind. Gleichzeitig können Lieferkettenprobleme zu Dominoeffekten führen. Außerdem verstärken Bürokratie und zurückhaltende Banken zunehmend die wirtschaftliche Unsicherheit der Betriebe.
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sfx/bua/news.de
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