Neue Betrugswelle bei PayPal: Selbst echte Nachrichten sind jetzt verdächtig
Neue PayPal-Betrugsmasche: Kriminelle verschicken echte Zahlungsbestätigungen mit manipulierten Betreffzeilen. Wer die angegebene Hotline anruft, riskiert Datenklau und Kontozugriff.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Betrüger missbrauchen originale PayPal-Mails
- Gefälschte Support-Nummern führen in die Falle
- Experten warnen vor Datenklau und Fernzugriff
Cyberkriminelle haben offenbar eine besonders raffinierte Methode entwickelt, um an sensible Daten von PayPal-Nutzern zu gelangen. Das Gefährliche daran: Die verschickten Nachrichten stammen tatsächlich vom Zahlungsdienstleister selbst und wirken deshalb auf den ersten Blick vollkommen seriös. Genau das macht die neue Betrugswelle so tückisch.
Echte PayPal-Nachrichten werden zweckentfremdet
Wie Sicherheitsexperten laut "Bild" berichten, nutzen die Täter originale Zahlungsbestätigungen von PayPal für ihre Masche. Dafür wird eine minimale Überweisung ausgelöst, wodurch automatisch eine echte Mail des Bezahldienstes verschickt wird. Weil die Nachricht tatsächlich von PayPal stammt, gibt es weder auffällige Absender noch offensichtliche Warnzeichen. Der entscheidende Unterschied steckt jedoch im Betreff. Dort tauchen plötzlich Hinweise auf angeblich hohe Abbuchungen oder verdächtige Zahlungen auf. Zusätzlich wird eine Telefonnummer genannt, über die Betroffene angeblich sofort Hilfe erhalten sollen.
Betrüger geben sich als Kundenservice aus
Wer die angegebene Nummer kontaktiert, landet nicht beim offiziellen Support von PayPal, sondern direkt bei den Kriminellen. Diese treten am Telefon als Mitarbeiter des Unternehmens auf und versuchen, ihre Opfer unter Druck zu setzen. Dabei geht es vor allem darum, sensible Zugangsdaten zu erhalten oder Nutzer dazu zu bringen, einen Fernzugriff auf Computer oder Smartphones einzurichten. Häufig erzeugen die Täter gezielt Panik und behaupten, das Konto sei kompromittiert oder eine hohe Zahlung stehe unmittelbar bevor.
Warum die Methode besonders gefährlich ist
Viele Betrugsversuche lassen sich inzwischen an fehlerhaften Mails oder verdächtigen Absendern erkennen. Genau hier setzt die neue Masche an: Da die Nachrichten tatsächlich über das PayPal-System verschickt werden, wirken sie deutlich glaubwürdiger als klassische Phishing-Mails. Selbst erfahrene Nutzer könnten deshalb annehmen, dass es sich um eine echte Warnung des Zahlungsdienstes handelt.
So können sich Nutzer schützen
Verbraucher sollten Telefonnummern, die in E-Mail-Betreffzeilen oder verdächtigen Nachrichten auftauchen, grundsätzlich nicht verwenden. Offizielle Kontaktmöglichkeiten sollten immer direkt über die Webseite oder App von Paypalaufgerufen werden.
Zudem gilt:
- ungewöhnliche Kontobewegungen direkt im eigenen PayPal-Konto prüfen
- keine Zugangsdaten am Telefon weitergeben
- keinen Fernzugriff auf Geräte erlauben
- bei Nachrichten mit Zeitdruck besonders vorsichtig sein
Wer unsicher ist, sollte verdächtige Mails lieber ignorieren und den Kundenservice ausschließlich über offizielle Kanäle kontaktieren.
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mlk/news.de
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