Job-Markt im Check: Welche Berufe erhalten dieses Jahr das größte Gehaltsplus?
Nachdem in der Politik erst kürzlich über satte Gehaltssprünge diskutiert wurde, stellt sich die Frage: Welche Gehaltssprünge sind eigentlich für die normalen Berufe drin? Wir zeigen Ihnen, wer am meisten dazubekommt.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Viele Berufsgruppen dürfen dieses Jahr mit Gehaltssprüngen rechnen
- Für die meisten Jobs bleibt das Gehaltsplus allerdings relativ klein
- Die geringsten Erhöhungen gibt es in den Bereichen Soziales und Pflege
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Um ein Haar hätten Spitzenbeamte, Minister und sogar der Kanzler erneut deutliche Gehaltssprünge hingelegt - und die Aufregung darum ist durchaus gerechtfertigt, wie ein Blick auf die durchschnittlichen Steigerungen der Gehälter bei anderen Berufen zeigt. Von Gehaltserhöhungen, wie Politiker sie fast bekommen hätten, darf der durchschnittliche Steuerzahler nur träumen. Doch wie viel bekommen die unterschiedlichen Berufsgruppen dazu?
Lehrer bekommen das größte Gehaltsplus in diesem Jahr
Gymnasiallehrer dürfen feiern: Laut "Bild" (mit Daten der Agentur für Arbeit, des WSI und der Gewerkschaften) gibt es für sie in diesem Jahr ein erfreulich hohes Lohnplus von 7,7 Prozent. Nach den letzten Verhandlungen - insbesondere unter Beteiligung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ver.di - wurden deutliche Lohnerhöhungen vereinbart. Damit stehen sie an der Spitze der aktuellen Gehaltserhöhungen, die für dieses Jahr zu erwarten sind.
Als einer der wenigen Handwerksberufe können auch Mechatroniker mit einem vergleichsweise hohen Gehaltsplus rechnen. Hier sind es vor allem die Tarifverträge in der Metall- und Elektroindustrie, die das Plus bewirken. Der letzte große Abschlusssorgte erst vor kurzem für ein neues Gehaltsplus von 3,1 Prozent - bereits die zweite Erhöhung in diesem Jahr. Den dritten Platz belegen laut "Bild"-Informationen Installateur- und Heizungsbaumeister mit einem Plus von 5,3 Prozent in diesem Jahr.
Restaurants und Hotels erholen sich nur langsam von der Pandemie
Im Vergleich dazu fallen die prognostizierten Gehaltserhöhungen in anderen Berufen deutlich magerer aus. Gerüstbauer können dieses Jahr immerhin noch mit Erhöhungen um etwa 4,4 Prozent rechnen, da sie unter spezielle Bautarifverträge fallen. Direkt hinter ihnen folgen Gastronomie und Gastgewerbe mit 4 Prozent - hier sind die Abschlüsse grundsätzlich etwas kleiner, da weniger Beschäftigte tarifgebunden sind als in der Industrie. Zudem erholt sich die Branche derzeit noch immer von den Nachwirkungen der Corona-Zeit, weswegen sich viele Betriebe größere Gehaltssprünge nicht leisten können.
Wie groß sind die zu erwartenden Gehaltserhöhungen in der Pflege?
Während die allermeisten Berufe dieses Jahr ein Gehaltsplus von etwa 3 bis 3,3 Prozent erhalten, sieht es vor allem in den Bereichen Soziales, Pflege und Industrie/Fertigung eher mau aus. Hier erhalten Beschäftigte meist nur ein schwaches Gehaltsplus von 2 bis 2,8 Prozent. Für die Pflege gilt allerdings eine andere Tariflogik - hier gibt es eigene Verhandlungszyklen sowie mehrstufige Erhöhungen über mehrere Jahre. Zudem wurden in den Jahren zuvor wesentliche Anpassungen der Eingruppierungen, Schichtzuschläge und Mindestlöhne vorgenommen, weshalb die Erhöhung nur auf den ersten Blick eher schlecht ausfällt.
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sfx/ife/news.de
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