08.12.2020, 10.02 Uhr

Knapp 80 Euro fürs Girokonto: Gebühren-Explosion! Banken erhöhen Preise gewaltig

Die Zeiten kostenloser Girokonten sind vorbei: Nur noch wenige Banken und Sparkassen bieten ihre Dienstleistungen gebührenfrei an. In diesem Jahr hat die Preissteigerung sogar einen neuen Höhepunkt erreicht.

Immer mehr Banken und Sparkassen erhöhen ihre Preise. Bild: AdobeStock / ngad

Durchschnittlich zahlt ein Bankkunde pro Jahr knapp 80 Euro, damit er Überweisungen am Automaten tätigen und Bargeld abheben kann. Banken haben 2020 kräftig an der Preisschraube gedreht. Ende 2019 waren es nämlich noch 71,04 Euro. Den höchsten Anstieg verzeichnete das Verbraucherportal "Biallo" jedoch bei Internetkonten.

Preis-Erhöhung beim Onlinebanking! Banken verlangen höhere Gebühren

Dort stiegen die Kosten für Verbraucher um durchschnittlich 20 Prozent. So werden für fünf Online-Überweisungen im Monat, zwölf Monatspauschalen sowie eine Girocard 53,04 Euro jährlich fällig. Im vergangenen Jahr waren es noch 44,30 Euro.

Laut "Biallo" wurden nicht nur die monatlichen Grundgebühren teurer, sondern auch die Girocards sowie Überweisungen. Während Überweisungen beim Onlinebanking früher einmal kostenlos waren, kosten diese mittlerweile nun zusätzlich Geld. Außerdem haben viele Banken und Sparkassen die Preise um mehr als 50 Prozent angehoben, dadurch ist die Preiserhöhung auch deutlicher zu erkennen. So müssen beispielsweise Kunden des VR-Kompaktkontos der Raiffeisenbank Schwabmünchen nun 4,50 Euro statt 2,75 Euro zahlen.

Wie hoch die Unterschiede der einzelnen Banken und Sparkassen sind, zeigt ein Vergleich. Während das Basiskonto bei 13 Banken wie ING, DKB oder Brühlerbank weiterhin kostenlos ist, kostet es bei derFürstlich Castell'sche Bank 15 Euro. Auch für das Onlinekonto verlangen 101 Banken und Sparkassen keinen Cent von ihren Kunden, dafür verlangt die Sparkasse Wihemshaven mit 9,90 Euro jedoch die höchste Gebühr. Bei 19 Banken wie der Sparda-Bank Hessen, Sparkasse Karlsruhe und PSD Bank Nürnberg erhalten Kunden ein Filialkonto weiterhin gebührenfrei. Anders sieht es bei der Sparkasse Wittenberg aus. Dort müssen Kunden 12,50 Euro pro Monat zahlen.

Gebührenerhöhung für 2021 angekündigt! Diese Banken verlangen bald mehr Geld

Laut "Biallo" müssen sich Bankkunden auch im kommenden Jahr auf Erhöhungen einstellen. Einige Geldinstitute haben bereits Preissteigerungen angekündigt. So kostet das Basiskonto der Sparkasse Iserlohn 2021 künftig 10.15 Euro statt bislang 5,80 Euro. Außerdem fallen zwei kostenlose Konten weg: Kunden der PSD Bank Koblenz und der PSD Bank Karlsruhe-Neustadt müssen künftig ebenfalls Gebühren zahlen. Bei welchen Banken die Konten aktuell kostenlos sind, erfahren Sie hier.

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bua/fka/news.de