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Eisschnelllauf bei Olympia 2022 in Live-Stream oder TV: Bestes Frauen-Ergebnis: Eisschnellläuferin Pechstein Massenstart-Neunte

Wenn Patrick Beckert, Claudia Pechstein und Co. in Peking über das Eis jagen, ist Hochspannung garantiert. So sehen Sie die Wettkämpfe im TV und Live-Stream. Außerdem: alle Ergebnisse hier auf einen Blick.

Wie schlagen sich die deutschen Athleten beim Eisschnelllauf? (Foto) Suche
Wie schlagen sich die deutschen Athleten beim Eisschnelllauf? Bild: picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Es bedarf wahrscheinlich einer ganz besonderen Leistung, wenn sich die deutschen Eisschnelllauf-Größen bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking mit Edelmetall schmücken wollen. Die besten Chancen auf Edelmetall im Eisschnelllauf werden Patrick Beckert über 10.000 Meter eingeräumt. Der Erfurter hatte zugunsten von Training auf die EM verzichtet. In den Massenstart-Rennen benötigen Claudia Pechstein, Michelle Uhrig und Felix Rijhnen für einen Podestplatz viel Glück. Viel es über den Stand einst so erfolgsverwöhnten Kufen-Nation Deutschland aussagt, dass Claudia Pechstein mit fast 50 Jahren der Konkurrenz immer noch davonläuft, sollte jeder Sportfan für sich entscheiden.

Eisschnelllauf bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Beijing (China)

Abgehalten werden die Eisschnelllauf-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 2022 in der nationalen Eisschnelllaufhalle "The Ice Ribbon" in Peking. Folgende Wettbewerbe stehen für die Sportler auf dem Programm: 500 Meter (Damen + Herren), 1000 Meter (Damen + Herren), 1500 Meter (Damen + Herren), 3000 Meter (Damen), 5000 Meter (Damen + Herren), 10.000 Meter (Herren), Massenstart (Damen + Herren), Mannschaftsverfolgung (Damen + Herren).

Olympische Winterspiele 2022: Eisschnelllauf in TV-Übertragung und Live-Stream erleben

Die Eisschnelllauf-Wettbewerbe in Peking bei den Olympischen Winterspielen 2022 sind alle live im TV beziehungsweise im Live-Stream zu sehen. Bei Eurosport 1 laufen von den insgesamt rund 1000 Stunden Live-Programm knapp 300 Stunden im Free TV. Auf dem Pay-TV-Kanal Eurosport 2 gibt es weiteres Bild-Material von den Olympischen Winterspielen zu sehen. Als Live-Stream-Alternative bietet Eurosport seinen kostenpflichtigen Eurosport-Player an. Das Angebot von Eurosport 1 und Eurosport 2 ist zudem über die ebenfalls kostenpflichtige Streaming-Plattform DAZN zu empfangen.

Auch ARD und ZDF übertragen die Olympischen Winterspiele. Die Öffentlich-Rechtlichen wechseln sich dabei ab. Die ARD übernimmt die Übertragung am 5., 8., 11., 13., 14., 16., 17. und 20. Februar, das ZDF den Rest. Deren Live-Stream-Angebote werden komplettiert durch das Live-Angebot bei ZDF-Sport beziehungsweise "Sportschau". Hier finden Sie alle Live-Streams als Übersicht.

Eisschnelllauf-Ergebnisse aktuell bei Olympia 2022 in Beijing

Wie schlagen sich die Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking? Alle Ergebnisse und Medaillen-Gewinner gibt es hier im Ergebnis-Überblick aus Beijing.

+++ 19.02.2022: Bestes Frauen-Resultat: Eisschnellläuferin Pechstein Massenstart-9. +++

Claudia Pechstein hat zum Abschluss der Eisschnelllauf-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen in Peking ein Spitzenergebnis verpasst, sich aber sehr achtbar verabschiedet. Drei Tage vor ihrem 50. Geburtstag belegte die Rekord-Olympionikin bei ihren achten Spielen am Samstag im Massenstartrennen den neunten Platz. Gold holte die Niederländerin Irene Schouten, die ihren dritten Olympiasieg in Peking feierte, vor Ivanie Blondin aus Kanada und Francesca Lollobrigida aus Italien.

Pechstein konnte zwar auch nicht verhindern, dass die deutschen Eisschnellläufer zum dritten Mal nacheinander keine Medaille bei Winterspielen gewannen. Dennoch sorgte die älteste Teilnehmerin im Feld für das beste Ergebnis für die Frauen der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG). Insgesamt war Rang sieben von Patrick Beckert aus Erfurt über 10 000 Meter das einzige Top-Ten-Resultat für die deutschen Eisläufer.

In den Endlauf, wo sie einen Zwischensprint gewann, war Pechstein dank eines couragierten Rennens im Halbfinale eingezogen. Gut zwei Runden vor Schluss attackierte sie und erlief sich einen Vorsprung, von dem sie bis ins Ziel zehrte. Rang sieben im Klassement reichte zum Final-Einzug. Für Michelle Uhrig aus Berlin kam das Aus nach einem Sturz als Elfte im Halbfinale. Felix Rijhnen aus Frankfurt/Main hatte als 14. seines Halbfinales ebenfalls den Endlauf verpasst.

+++ 19.02.2022: Medaillenchance: Pechstein im Finale des Massenstartrennens +++

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ist bei den Olympischen Winterspielen in Peking ins Finale des Massenstartrennens eingezogen. Drei Tage vor ihrem 50. Geburtstag qualifizierte sich die Rekord-Olympionikin am Samstag dank eines mutigen Rennens als Siebte ihres Halbfinales für den Endlauf. Damit läuft Pechstein zum Abschluss der Eisschnelllauf-Wettbewerbe im National Speed Skating Oval um eine Medaille.

Die Berlinerin hatte zuvor den Massenstart-Wettbewerb über 16 Runden mit Punktesprints als "ein Lotterie-Rennen" bezeichnet. "Manche sagen, im Massenstart ist immer eine Überraschung möglich. Das stimmt zwar, aber trotzdem bin ich Realist und sage, dass ich keine Olympia-Medaille mehr holen kann", hatte sie erklärt.

In ihrer Karriere hatte Claudia Pechstein seit ihrem Olympia-Debüt 1992 in Albertville fünfmal Gold und je zweimal Silber gewonnen. Zum Auftakt ihrer achten Winterspiele hatte Pechstein über 3000 Meter den 20. und letzten Platz belegt. Ob sie ihre Karriere nach Peking fortsetzen wird, hatte die 49-Jährige zuletzt offen gelassen. "Seit 2002 laufe ich von Olympia zu Olympia. Zuletzt auch von Jahr zu Jahr. Eisschnelllauf ist mein Leben. Sport ist mein Leben", betonte sie.

+++ 19.02.2022: Eisschnellläufer Rijhnen in Massenstart-Halbfinale ausgeschieden +++

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking findet das Finale im Massenstart der Männer ohne deutschen Eisschnellläufer statt. Felix Rijhnen aus Frankfurt/Main verpasste am Samstag als 14. seines Halbfinales den Endlauf. Für das Finale hätte er unter die ersten Acht kommen müssen. Damit bleibt der siebte Platz von Patrick Beckert aus Erfurt über 10 000 Meter des beste Ergebnis für die Männer der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) bei den Peking-Spielen. Rijhnen hatte bei seinem Olympia-Debüt den 13. Rang über 5000 Meter belegt.

+++ 19.02.2022: Massenstart am Samstag - Pechstein am Start +++

Die früher so erfolgreiche deutsche Eisschnelllauf-Mannschaft könnte schon zum dritten Mal nacheinander ohne Medaille bei Winterspielen bleiben. Verhindern können dies nur noch Felix Rijhnen sowie Claudia Pechstein und Michelle Uhrig in den Massenstartrennen. Für die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein könnte es bei ihrer achten Teilnahme der Abschied von Winterspielen als Aktive sein, die unverwüstliche Berlinerin, die vor 30 Jahren ihre erste Olympia-Medaille gewann, feiert am kommenden Dienstag ihren 50. Geburtstag.

+++ 18.02.2022: Dufter auch über 1000 Meter nicht in Top 20 - Niederländer Krol siegt +++

Joel Dufter hat auch in seinem zweiten Rennen bei den Olympischen Winterspielen in Peking einen Platz unter den besten 20 klar verfehlt. Der 26 Jahre alte Sprinter aus Inzell lief am Freitag über 1000 Meter 1:10,16 Minuten. Damit reichte es für den Sprinter am Ende nur zum 26. Platz. Der nach einer Corona-Infektion verspätet nach China gereiste deutsche Rekordhalter hatte bereits über 500 Meter in 35,37 Sekunden lediglich Rang 26 unter 30 Startern belegt.

Damit drohen der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) zum dritten Mal hintereinander medaillenlose Olympische Winterspiele. Verhindern können dies nur noch Felix Rijhnen (Frankfurt/Main) sowie Claudia Pechstein und Michelle Uhrig (beide Berlin) jeweils in den Massenstartrennen zum Abschluss der Eisschnelllauf-Wettbewerbe an diesem Samstag.

Zuletzt hatte es für die DESG mit einmal Gold in der Mannschaftsverfolgung sowie dreimal Silber durch Stephanie Beckert (3000 m/5000 m) und Jenny Wolf (500 m) in Vancouver 2010 Medaillen gegeben.

Olympiasieger von Peking über 1000 Meter wurde der Niederländer Thomas Krol in 1:07,92 Minuten vor dem Kanadier Laurent Dubreuil in 1:08,32 Minuten. Die Bronzemedaille gewann Haavard Holmefjord Lorentzen in 1:08,48 Minuten.

+++ 17.02.2022: Letztes olympisches Rennen: Wüst verpasst 14. Medaille - Takagi siegt +++

Ireen Wüst hat in ihrem letzten olympischen Eisschnelllauf-Rennen ihre insgesamt 14. Medaille verpasst. Die 35 Jahre alte Niederländerin belegte am Donnerstag bei den Winterspielen in Peking über 1000 Meter in 1:15,11 Minuten den sechsten Platz. Wüst, die in China mit ihrem Sieg über 1500 Meter als erste Eisschnellläuferin Gold bei fünf Olympischen Winterspielen gewonnen hat, beendet nach dem Weltcup-Finale am zweiten März-Wochenende im heimatlichen Heerenveen ihre Karriere.

Olympiasiegerin wurde Miho Takagi aus Japan in der olympischen Rekordzeit von 1:13,19 Minuten. Silber gewann Europameisterin Jutta Leerdam aus den Niederlanden in 1:13,93 Minuten. Die 33-jährige Brittany Bowe sicherte sich die Bronzemedaille in 1:14,61 Minuten. Deutsche Eisschnellläuferinnen hatten sich über die Weltcups nicht für das 1000-Meter-Rennen qualifiziert.

+++ 15.02.2022: 13. Olympia-Medaille für Ireen Wüst - Kanada und Norwegen siegen +++

Die Niederländerin Ireen Wüst hat in der Rangliste der erfolgreichsten Starter bei Olympischen Winterspielen nach Medaillen mit Ex-Biathlet Ole Einar Björndalen gleichgezogen. Gemeinsam mit Irene Schouten und Marijke Groenewoud gewann die 35-Jährige am Dienstag in Peking Bronze in der Mannschaftsverfolgung und hat nun wie der Norweger 13 Medaillen gesammelt. Wüst, die in Peking bereits Olympiasiegerin über 1500 Meter geworden war, kommt auf sechsmal Gold, fünfmal Silber und zweimal Bronze bei Winterspielen.

Im kleinen Finale war die Niederlande nach sechs Runden 1,8 Sekunden schneller als das russische Trio. Olympiasieger wurde Kanada in der Besetzung Ivanie Blondin, Valerie Maltais und Isabelle Weidemann mit dem olympischen Rekord von 2:53,44 Minuten. Dabei profitierten sie im Endlauf vom Sturz einer japanischen Läuferin in der letzten Runde, die dann mit 11,03 Sekunden Rückstand ins Ziel kam.

Gold bei den Männer holte Norwegen. Hallgeir Engebraaten, Peder Kongshaug und Sverre Lunde Pedersen verwiesen nach acht Runden das Team des Russischen Olympischen Komitees um 2,38 Sekunden auf Platz zwei. Bronze ging an das Trio aus den USA, das im Rennen um Platz drei 2,81 Sekunden schneller war als die Niederlande. Deutsche Teams waren in beiden Wettbewerben nicht am Start.

+++ 13.02.2022: US-Eisschnellläuferin Jackson gewinnt Olympia-Gold über 500 Meter +++

Die amerikanische Eisschnellläuferin Erin Jackson hat sich bei den Winterspielen in China den Olympiasieg über 500 Meter geholt. Die 29 Jahre alte Weltcup-Führende siegte am Sonntag in 37,04 Sekunden. Jackson ist die erste Afroamerikanerin, die eine olympische Eisschnelllauf-Medaille gewinnen konnte. Sie hatte die interne Qualifikation in den USA eigentlich nach einem Ausrutscher verpasst, Siegerin Brittany Bowe trat den ihr zustehenden Startplatz aber ab. Bowe war in Peking dank eines Quotenplatzes trotzdem dabei und belegte in 38,04 Sekunden Rang 16.

Zweite wurde die Japanerin Miho Takagi in 37,12 Sekunden, die schon über 1500 Meter Silber geholt hatte. Bronze sicherte sich die russische Weltmeisterin Angelina Golikowa in 37,21 Sekunden. Deutsche Eissprinterinnen waren bei den Winterspielen in China nicht dabei.

+++ 12.02.2022: Rekordjagd der Eisschnellläufer geht weiter: Zwei Bestmarken +++

Die Eisschnellläufer haben ihre Rekordjagd bei den Olympischen Winterspielen in Peking auch am siebten Entscheidungstag im National Speed Skating Oval fortgesetzt. Olympiasieger Japan verbesserte am Samstag in der Teamverfolgung der Frauen bereits in der Qualifikation den olympischen Rekord. Das Trio Ayano Sato, Miho Takagi und Nana Takagi lief über die 3000 Meter 2:53,60 Minuten und unterbot die eigene Bestmarke von den Winterspielen 2018 in Pyeongchang um 0,29 Sekunden.

Anschließend gewann Tingyu Gao als erster Eisschnellläufer für China eine Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen in der olympischen Rekordzeit von 34,32 Sekunden.

Einen Tag nach dem Fabel-Weltrekord des Schweden Nils van der Poel in 12:30,74 Minuten über 10 000 Meter haben Japan und der 24-jährige Chinese damit im National Speed Skating Oval bereits für die olympischen Rekord sieben und acht gesorgt. Zuvor hatten van der Poel (5000 m/10 000 m), die Niederländerinnen Irene Schouten (3000 m/5000 m) und Ireen Wüst (1500 m) sowie ihr Landsmann Kjeld Nuis (1500 m) Bestmarken aufgestellt.

Die Halbfinals am Dienstag bestreiten Japan, Europameister Niederlande (2:57,26), Kanada (2:53,99) und die Athletinnen des Russischen Olympischen Komitees (2:57,66). Ein deutsches Team hatte sich nicht für diesen Wettbewerb in Peking qualifiziert.

+++ 12.02.2022: Tingyu Gao gewinnt erstes Eisschnelllauf-Gold für China - Dufter 26. +++

Tingyu Gao hat als erster Eisschnellläufer für China eine Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen gewonnen. Vier Jahre nach Platz drei in Pyeongchang siegte der 24-Jährige am Samstag in Peking über 500 Meter mit dem olympischen Rekord von 34,32 Sekunden und wurde dafür von seinen Landsleuten auf der Tribüne gefeiert. Zweiter wurde Min Kyu Cha aus Südkorea in 34,37 Sekunden. Als Dritter in 34,49 Sekunden sorgte der Japaner Wataru Morishige dafür, dass nach Vancouver 2010 zum zweiten Mal bei Winterspielen alle Medaillengewinner in einer Disziplin aus Asien stammen. Der im Weltcup dominierenden Kanadier und Topfavorit Laurent Dubreuil kam in 34,52 Sekunden nur auf Rang vier.

Zwei Tage nach seiner verspäteten Anreise nach Peking wegen einer Corona-Infektion reichte es für Joel Dufter nicht zu einer vorderen Platzierung. Der Inzeller lief nach 35,37 Sekunden über die Ziellinie und belegte den 26. Platz unter 30 Startern. "Ich habe gemerkt, dass mir einfach die Power fehlt. Das ist erst der zweite Tag auf dem Eis. Ich brauche einfach drei, vier mehr Trainingstage, um wieder zurück in die richtige Form zu finden", sagte der 26-Jährige.

Der Olympiasieg des Chinesen hat den deutschen Rekordler etwas überrascht. "Der ist dieses Jahr nicht viel gelaufen, aber wenn er gelaufen ist, war er sehr gut. Da haben sie ein Ass aus dem Ärmel geschüttelt, die Chinesen", sagte Dufter und fand anerkennende Worte: "Er ist einfach ein starker Läufer. Es wird keinen geben, der so unspektakulär schnell sein kann."

+++ 12.02.2022: Rekordjagd der Eisschnellläufer geht weiter: Japan mit Bestmarke +++

Die Eisschnellläufer haben ihre Rekordjagd bei den Olympischen Winterspielen in Peking auch am siebten Entscheidungstag fortgesetzt. Olympiasieger Japan verbesserte am Samstag in der Teamverfolgung der Frauen bereits in der Qualifikation den olympischen Rekord. Das Trio Ayano Sato, Miho Takagi und Nana Takagi lief über die 3000 Meter 2:53,60 Minuten und unterbot die eigene Bestmarke von den Winterspielen 2018 in Pyeongchang um 0,29 Sekunden.

Einen Tag nach dem Fabel-Weltrekord des Schweden Nils van der Poel in 12:30,74 Minuten über 10 000 Meter hat Japan damit im National Speed Skating Oval bereits für den siebten olympischen Rekord gesorgt. Zuvor hatten van der Poel (5000 m/10 000 m), die Niederländerinnen Irene Schouten (3000 m/5000 m) und Ireen Wüst (1500 m) sowie ihr Landsmann Kjeld Nuis (1500 m) Bestmarken aufgestellt.

Die Halbfinals am Dienstag bestreiten Japan, Europameister Niederlande (2:57,26), Kanada (2:53,99) und die Athletinnen des Russischen Olympischen Komitees (2:57,66). Ein deutsches Team hatte sich nicht für diesen Wettbewerb in Peking qualifiziert.

+++ 11.02.2022: Schwede van der Poel holt zweites Eisschnelllauf-Gold mit Weltrekord +++

Nils van der Poel hat sich bei den Olympischen Winterspielen zum Langstrecken-König von Peking gekrönt. Fünf Tage nach seinem Sieg über 5.000 Meter sicherte sich der Schwede am Freitag über 10.000 Meter mit Weltrekord sein zweites Eisschnelllauf-Gold. Der 25-Jährige siegte in 12:30,74 Minuten und unterbot damit im National Speed Skating Oval seine eigene Bestmarke um 2,21 Sekunden.

Van der Poel deklassierte mit dem Fabelrennen die Konkurrenz. Zweiter wurde der Niederländer Patrick Roest in 12:44,59 Minuten. Bronze sicherte sich der Italiener Davide Ghiotto, der im direkten Duell mit dem Weltrekordler 12:45,98 Minuten lief.

Der Erfurter Patrick Beckert belegte 13:01,23 Minuten den siebten Platz, nachdem er in Peking über 5000 Meter zuvor auf Rang elf gelaufen war. "Es war ein guter Lauf. Noch schöner wäre es gewesen, wenn es unter 13 Minuten gewesen wäre", urteilte der 31-Jährige im Anschluss. "Alles, was besser als Top Acht ist, ist super", befand er, nachdem er bei Winterspielen über die 10 Kilometer 2018 Siebter und 2014 Sechster geworden war.

Drei Runden vor Schluss habe er gewusst, dass er noch auf den dritten Rang nach sechs Startern vorlaufen kann. "Da habe ich nochmal die Beine in die Hand genommen", sagte er über seine Schlussattacke. Er bedauerte nur, dass er seinen Bruder Pedro, der ihn als Heimtrainer betreut, nicht an der Bahn haben konnte. "Es wäre schön gewesen, wenn er mich auch hier auf dem Eis hätte anleiten können. Das ist vielleicht so ein kleiner Wermutstropfen, weil ich denke, dass der, der mich hierher geführt hat, auch hätte dabei sein sollen", monierte Beckert.

Ob der 31-Jährige noch die Winterspiele 2026 in Mailand angeht, will er in Gesprächen mit dem Verband ausloten. "Grundsätzlich Lust hätte ich schon. Ich bin echt motiviert. Mir geht es körperlich gut", betonte Beckert, der am zweiten März-Wochenende noch das Weltcup-Finale im niederländischen Heerenveen bestreitet.

+++ 10.02.2022: Eisschnellläuferin Schouten holt Gold und löscht Pechstein-Rekord aus +++

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat bei den Winterspielen in Peking auch ihren letzten olympischen Rekord verloren. Die Niederländerin Irene Schouten gewann am Donnerstag das Rennen über 5000 Meter in 6:43,51 Minuten. Damit gewann die 29-Jährige nach den 3000 Metern bereits ihre zweite Goldmedaille in China. Zudem unterbot die 3000-Meter-Europameisterin die 20 Jahre alte Bestmarke der 49-jährigen Berlinerin um 3,4 Sekunden.

Schouten sorgte damit zugleich für den fünften olympischen Rekord im fünften Wettbewerb von Peking, nachdem sie bereits Pechsteins 3000-Meter-Bestmarke ausgelöscht hatte. Die Olympia-Dritte im Massenstart von 2018 in Pyeongchang gewann im fünften Wettbewerb die vierte Goldmedaille für die Niederlande und stellte nach ihren Landsleuten Kjeld Nuis (1000 Meter) und Ireen Wüst (1500 Meter) sowie dem Schweden Nils van der Poel (5000 Meter) den fünften olympischen Rekord auf.

Zweite wurde die Kanadierin Isabelle Weidemann in 6:48,18 Minuten vor Altmeisterin Martina Sablikova aus Tschechien in 6:50,09 Minuten. Die 34-Jährige hatte bereits 2010 in Vancouver Olympia-Gold über 3000 Meter gewonnen. Deutsche Eisschnellläuferinnen hatten sich über die Weltcups nicht für diese Entscheidung qualifiziert.

+++ 08.02.2022: Nuis gewinnt in Peking drittes Eisschnelllauf-Gold für Niederlande +++

Eisschnellläufer Kjeld Nuis hat bei Olympischen Winterspielen seine zweite Goldmedaille erobert. Der Fahnenträger der niederländischen Mannschaft gewann am Dienstag in Peking die Entscheidung über 1500 Meter in 1:43,21 Minuten. Damit verbesserte der 1000-m-Olympiasieger von 2018 den 20 Jahre alten olympischen Rekord von Derek Parra (USA), der bei den Spielen in Salt Lake City 1:43,95 Minuten gelaufen war.

Zugleich gewann Nuis im vierten Wettbewerb die dritte Goldmedaille für die Niederlande und sorgte nach seinen Landsfrauen Irene Schouten (3000 m) und Ireen Wüst (1500 m) sowie dem Schweden Nils van der Poel (5000 m) für die vierte olympische Bestmarke. Thomas Krol sicherte der Niederlande durch Platz zwei in 1:43,55 Minuten einen Doppelsieg. Dritter wurde Minseok Kim aus Südkorea in 1:44,24 Minuten. Deutsche Läufer waren nicht am Start.

+++ 07.02.2022: Sechster Olympiasieg für Eisschnellläuferin Wüst - Uhrig wird 25. +++

Eisschnellläuferin Ireen Wüst hat bei den Winterspielen in Peking ihre insgesamt sechste olympische Goldmedaille gewonnen. Die Niederländerin siegte am Montag über 1500 Meter in 1:53,28 Minuten und sorgte damit in der dritten Entscheidung für den dritten olympischen Rekord. Zuvor hatten ihre Landsfrau Irene Schouten über 3000 Meter und der Schwede Nils van der Poel über 5000 Meter Bestmarken aufgestellt.

Die 35-jährige Wüst, die bereits 2010 und 2018 Gold über 1500 Meter gewonnen hatte, verwies Weltrekordlerin Miho Takagi aus Japan in 1:53,72 Minuten auf Platz zwei. Dritte wurde Europameisterin Antoinette de Jong aus den Niederlanden in 1:54,82 Minuten.

Die Berlinerin Michelle Uhrig verpasste eine Spitzenplatzierung deutlich. In 2:00,20 Minuten belegte die 26-Jährige den 25. Platz unter 30 Starterinnen. "Ich wollte die zwei Minuten knacken", gab sie zu. Zehn Monate nach Operationen an beiden Knien als Folge eines Radunfalls war sie dennoch zufrieden mit ihrem Rennen. "Das war der beste Lauf der Saison, und das zum richtigen Zeitpunkt, zu den Olympischen Spielen. Besser hätte es nicht laufen können, dass ich jetzt meine Hochform habe nach der langen Verletzung", sagte Uhrig.

Für sie sei es ein guter Vorgeschmack auf das Massenstart-Rennen am 19. Februar gewesen. "Ich fühle mich perfekt, so dass ich jetzt ein gutes Gefühl habe, dann zum Ende der Spiele nochmal ein Topergebnis einzulaufen", sagte die Berlinerin, die vor vier Jahren bei den Winterspielen in Pyeongchang 31. über 1000 Meter geworden war.

+++ 06.02.2022: Deutsche Eisschnellläufer verpassen Top 10 - Schwede Olympiasieger +++

Die deutschen Eisschnellläufer haben zum Auftakt der Männer-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen in Peking die Top 10 verpasst. Patrick Beckert aus Erfurt lief am Sonntag über 5000 Meter 6:19,58 Minuten und belegte damit den elften Platz. Felix Rijhnen aus Frankfurt/Main wurde bei seiner Olympia-Premiere 13. in 6:19,86 Minuten.

Gold gewann dank einer fulminanten Schlussrunde Topfavorit Nils van der Poel aus Schweden. Der Weltrekordler siegte in 6:08,84 Minuten und unterbot damit den vier Jahre alten olympischen Rekord des Niederländers Sven Kramer um fast eine Sekunde. Zweiter wurde Europameister Patrick Roest aus den Niederlanden in 6:09,31 Minuten vor dem Norweger Hallgeir Engebraaten (6:09,88). Der 35-jährige Kramer, Olympiasieger über 5000 Meter von 2010, 2014 und 2018, wurde in 6:17,04 Minuten nur Neunter.

+++ 05.02.2022: Pechstein feiert letzten Platz wie Sieg - Schouten Olympiasiegerin +++

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat das Rennen über 3000 Meter bei den Olympischen Winterspielen in Peking trotz des letzten Platzes wie einen Erfolg gefeiert. "Das war ein Sieg für mich. Mit dem Start auf den 3000 Metern habe ich diesen Rekord offiziell geschafft", sagte die 49-Jährige am Samstag. Die Berlinerin ist die erste Frau, die zum achten Mal an Winterspielen teilnimmt. Damit hat sie die Bestmarke des japanischen Skispringers Noriaki Kasai eingestellt. "Da kann man eigentlich nur mit einem Jubeln über die Linie laufen", sagte die fünfmalige Olympiasiegerin.

In 4:17,16 Minuten belegte Pechstein den 20. Platz unter 20 Starterinnen. Olympiasiegerin wurde die Niederländerin Irene Schouten in 3:56,93 Minuten. Damit unterbot die Europameisterin auch den Olympischen Rekord von Claudia Pechstein, die vor 20 Jahren bei den Winterspielen in Salt Lake City in 3:57,70 Minuten Gold gewonnen hatte. Zweite im National Speed Skating Oval von Peking wurde die Italienerin Francesca Lollobrigida in 3:58,06 Minuten vor der Isabelle Weidemann aus Kanada (3:58,64).

+++ 05.02.2022: Nach 3000-Meter-Lauf: Pechstein offiziell mit achtem Olympia-Start +++

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ist nun auch offiziell als erste Frau zum achten Mal bei Olympischen Winterspielen gestartet. Einen Tag nach ihrem Auftritt im Nationalstadion von Peking als Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft bestritt die 49-Jährige am Samstag ihren ersten Wettkampf im National Speed Skating Oval. Über 3000 Meter lief die Berlinerin gleich im ersten Paar 4:17,16 Minuten und überquerte mit erhobenen Armen freudestrahlend die Ziellinie.

Die mit fünfmal Gold sowie je zweimal Silber und Bronze erfolgreichste deutsche Wintersportlerin hatte am Freitag gemeinsam mit Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich bei der Eröffnungsfeier das deutsche Team angeführt. Mit ihrer achten Teilnahme an Winterspielen hat Claudia Pechstein den Rekord des japanischen Skispringers Noriaki Kasai eingestellt. Ihren ersten Olympia-Start hatte die 49-Jährige 1992 in Albertville, wo sie über 5000 Meter Dritte geworden war.

Für die Spiele in Peking hatte sich Pechstein nach den Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nur für das Massenstart-Rennen am 19. Februar qualifiziert. Der Startplatz über die 3000 Meter wurde anhand der Weltcup-Ergebnisse vergeben.

+++ 02.02.2022: Doppelstarts für Eisschnellläuferinnen Pechstein und Uhrig +++

Claudia Pechstein wird bei ihren achten Olympischen Winterspielen zweimal an den Start gehen. Neben dem Rennen im Massenstart tritt die 49-jährige Berlinerin auch über 3000 Meter an. Das bestätigte Nadine Seidenglanz, Sportdirektorin der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG), am Mittwoch in Peking der Deutschen Presse-Agentur. «Den Startplatz hat sich Deutschland während der Weltcups erlaufen», sagte sie.

Die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein wird damit bereits am Samstag ihren ersten Wettkampf im National Speed Skating Oval absolvieren und damit einen Tag nach der Eröffnungsfeier, für die sie als deutsche Fahnenträgerin zur Wahl steht. Ursprünglich hatte sich die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin nur für den Massenstart qualifiziert, der am 19. Februar ausgetragen wird.

Laut einer vom Weltverband veröffentlichten Liste absolviert auch Michelle Uhrig im Gegensatz zur Nominierung einen Doppelstart. Die 26 Jahre alte Berlinerin bestreitet zusätzlich zum Massenstart auch die 1500 Meter am kommenden Montag und besetzt damit einen im Weltcup erkämpften Quotenplatz.

+++ 28.01.2022: Achte Winterspiele für Pechstein "geiles Gefühl" - Keine Medaille +++

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ist stolz auf ihre achte Teilnahme an Olympischen Winterspielen, hält in Peking den Gewinn einer weiteren Medaille jedoch für unrealistisch. "Sollte alles gut gehen, werde ich dann wohl erst vor Ort realisieren, dass ich die einzige Frau weltweit bin, die achte Winterspiele erleben kann. Das ist schon irgendwie ein geiles Gefühl", sagte die 49-Jährige. Mit fünfmal Gold sowie je zweimal Silber und Bronze ist die Beamtin der Bundespolizei die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin. Ihr Ziel ist es aber nicht mehr, dass auf dem Eis des National Speed Skating Oval eine weitere Medaille hinzukommt, wenngleich ihr Start im Massenstartrennen am 19. Februar viele Unwägbarkeiten bereithält.

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/news.de/dpa

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