02.10.2020, 18.27 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Bundesregierung erklärt Schottland und Teile Englands zu Risikogebieten

Viele Menschen wollen in den Herbstferien trotz Coronavirus-Pandemie in den Urlaub fahren. Reisende, die aus Risikogebieten zurückkommen, müssen sich nach ihrem Trip auf neue Quarantäne-Regeln einstellen. 

Urlauber müssen sich auf neue Quarantäne-Regeln einstellen. (Symbolfoto) Bild: AdobeStock/ juliasudnitskaya

Die Herbstferien stehen kurz bevor. Trotz der Coronavirus-Pandemie wollen viele Menschen ins Ausland Reisen. Davor warnt die Bundesregierung ausdrücklich und hat am Dienstag in der Ministerkonferenz der Bundesländer die Quarantäne-Regeln verschärft. Darauf müssen sich Urlauber jetzt einstellen.

Coronavirus-News aktuell: Urlauber aus Risikogebieten müssen in Quarantäne

Insgesamt werden 123 Länder weltweit weiterhin als Risikogebiete eingestuft, darunter Spanien und ganz Belgien  und Island. Außerdem wurden Reisewarnungen für Einzelregionen in neun europäischen Ländern ausgesprochen. Darunter zum Beispiel: Nordirland, Tirol (Österreich), Wales, Kroatien, Rumänien, Irland, Slowenien, und Gebiete in Ungarn. In Frankreich wurden außer dem Elsass, Lothringen und der Champagne alle Regionen als Risikogebiete eingestuft.

Reisende, die aus aus einem dieser Risikogebiete kommen, müssen wahrscheinlich ab 15. Oktober für fünf Tage in Quarantäne. Zuvor konnten Urlauber mit einem negativen Test der Isolation entkommen, aber jetzt ist ein Corona-Test erst nach fünf Tagen in Quarantäne möglich. In Schleswig-Holstein gilt die Maßnahme bereits.

Teile der Niederlande und Schottland zu Corona-Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat ganz Schottland sowie Teile Englands und weite Teile der Niederlande zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Risikoliste des Robert Koch-Instituts wurde am Freitag entsprechend aktualisiert.

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Diese Corona-Regeln gelten im Urlaubsland

Neben den Regeln hierzulande, müssen sich Urlauber in einigen Ländern auf ganz bestimmte Corona-Maßnahmen einstellen. Thailand lässt keine Touristen mehr ins Land. Genauso verhält es sich in Ungarn. Das Land macht eine Ausnahme für Konzerte und Sportveranstaltungen. Hier muss ein negativer Test vorliegen, der nicht älter als drei Tage sein darf. In Norwegen und Tunesien müssen Touristen einen negativen Test einreichen, um einreisen zu dürfen. Außerdem müssen sich Tunesien-Urlauber sieben Tage in Quarantäne begeben. Einige Länder messen bei Einreisenden Fieber. In Brüssel müssen Touristen, die mehr als 38 Grad Fieber haben, wieder zurückreisen. Auf der italienischen Insel Sardinien reichen dafür schon 37, 5 Grad aus.

Eine aktuelle Liste der Corona-Risikogebiete führt das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Website. Zugleich gelten für diese Länder und Regionen auch Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes (AA). Zwar ist die pauschale, weltweite Reisewarnung des AA zum 1. Oktober aufgehoben worden. Doch unterm Strich bleiben weiterhin wenige Länder übrig, bei denen vor Reisen weder gewarnt noch davon abgeraten wird.

Eine Reisewarnung erfolgt, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Sie ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

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bos/sig/news.de/dpa

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