König Charles krank: Wirbel um seinen Zustand - selbst Palast-Mitarbeiter wussten davon nichts

Ganz Europa versammelte sich in Oslo, um König Harald V. die letzte Ehre zu erweisen – doch ausgerechnet sein enger Freund und Cousin König Charles fehlte. Die kurzfristige Absage nährt die Sorge um seinen gesundheitlichen Zustand.

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Sorge um König Charles III. (77) - sein Fehlen bei der Beisetzung von König Harald überrascht selbst die Palast-Mitarbeiter. (Foto) Suche
Sorge um König Charles III. (77) - sein Fehlen bei der Beisetzung von König Harald überrascht selbst die Palast-Mitarbeiter. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire/Toby Shepheard

Am Mittwoch nahm Europa Abschied von König Harald V. von Norwegen. Der beliebte Monarch, der im Alter von 89 Jahren verstarb, wurde in Oslo beigesetzt. Sein Sarg wurde durch die Straßen der norwegischen Hauptstadt gefahren, wo Tausende ihm die letzte Ehre erwiesen. Ärger soll es hier wiederum um den verurteilten Straftäter und Sohn von Mette-Marit, Marius Borg Høiby geben.

Zur Trauerfeier hatten sich indes Königshäuser aus ganz Europa angekündigt. Könige und Königinnen aus Schweden, Dänemark, Spanien, den Niederlanden und Belgien reisten an. Selbst aus Japan kam hochrangiger Besuch. Für Deutschland nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an der Zeremonie teil.

Doch es ist war nur Protokoll, das die Gäste nach Oslo führt. Viele von ihnen haben einen Verwandten und engen Vertrauten verloren. Umso mehr fällt auf, wer trotz tiefer persönlicher Verbundenheit nicht anwesend war: der britische König Charles.

König Charles sagt Beerdigung ab – Krebserkrankung als möglicher Grund

Der britische Monarch hatte Harald nach dessen Tod öffentlich als "lieben Cousin" und engen Freund gewürdigt. Beide waren Cousins zweiten Grades mit gemeinsamen Urgroßeltern: König Edward VII. und Königin Alexandra. Dennoch war Charles nicht persönlich in Oslo.

Stattdessen reisten Thronfolger Prinz William und Prinzessin Anne zur Beisetzung. Anne nahm laut Buckingham Palace zusätzlich "in privater und persönlicher Eigenschaft als Taufpatin des neuen Königs Haakon VIII." teil.

Selbst Palast-Mitarbeiter sind vom Fehlen Charles' überrascht

Ein Palastmitarbeiter äußerte sich gegenüber "Bild" überrascht über die Entscheidung: "Die Freundschaft hat über die Jahre viele Stürme überstanden." Der Weg nach Oslo sei schließlich nicht besonders weit. Als wahrscheinlichsten Grund nannte der Insider die Gesundheit des 77-Jährigen: Charles befindet sich seit rund zweieinhalb Jahren wegen einer Krebserkrankung in Behandlung. Offiziell hat Charles' Abwesenheit protokollarische Gründe.

Skandinaviens Königshäuser nehmen geschlossen Abschied von König Harald

Besonders eng waren die Bande zwischen Harald und dem schwedischen Königshaus. Seine Mutter Prinzessin Märtha entstammte der schwedischen Dynastie. König Carl Gustaf XVI. und Harald verband neben der Verwandtschaft eine langjährige Freundschaft. Kronprinzessin Victoria, deren Patenonkel der Verstorbene war, nannte ihn zeitlebens liebevoll "Onkel Harald". Nahezu die gesamte schwedische Königsfamilie war nach Oslo gereist – neben Carl Gustaf und Königin Silvia auch Victoria mit Ehemann Daniel, Prinz Carl Philip mit Prinzessin Sofia sowie Prinzessin Madeleine mit Christopher O'Neill.

Auch aus Dänemark kam die royale Spitze: König Frederik X. und Königin Mary verschoben eigens einen Staatsbesuch in Belgien. Für Mary war Harald ein wichtiger Mentor beim Eintritt in die Welt der Monarchie. Begleitet wurden sie von Kronprinz Christian und Prinzessin Benedikte. Die frühere Königin Margrethe II. musste ihre Teilnahme hingegen gesundheitsbedingt absagen.

Steinmeier reist als Zeichen deutsch-norwegischer Verbundenheit nach Oslo

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vertrat die Bundesrepublik bei der Trauerfeier. Wie das Bundespräsidialamt mitteilte, würdigt seine Teilnahme sowohl Haralds Verdienste für Europa als auch die enge Beziehung zwischen Deutschland und Norwegen.

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