Maite Kelly: Sängerin packt über Drogenkonsum in der Schlagerbranche aus

Maite Kelly packt im Podcast von Barbara Schöneberger über Drogen und Affären in der Schlagerbranche aus – und erklärt nebenbei die gesamte Popmusik zur mutlosen Kirchenmusik. Ein Blick hinter die fröhliche Schlager-Fassade.

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Sängerin Maite Kelly (46) spricht im Podcast bei Barbara Schöneberger über Drogenkonsum in der Schlagerbranche. (Foto) Suche
Sängerin Maite Kelly (46) spricht im Podcast bei Barbara Schöneberger über Drogenkonsum in der Schlagerbranche. Bild: picture alliance/dpa/Rolf Vennenbernd
  • Maite Kelly zu Gast bei "Frühstück bei Barbara" im Podcast
  • Sängerin packt im Gespräch über Geheimnisse in der Schlagerbranche aus
  • Drogenkonsum und Affären - ein Blick hinter die Glitzerfassade
  • Darum findet Maite Kelly Pop-Musik heute langweilig

Die Schlagerbranche gibt sich nach außen gern bieder und familienfreundlich – doch hinter den Kulissen geht es offenbar deutlich wilder zu, als das Publikum ahnt. Zumindest wenn man Maite Kelly (46) glaubt, die im Podcast "Frühstück bei Barbara" von Barbara Schöneberger überraschend freimütig aus dem Nähkästchen plauderte.

Maite Kelly über Drogenkonsum und Affären in der Schlagerbranche

Die Sängerin sprach dabei nicht nur über Liebschaften und Drogenkonsum in der Szene, sondern rechnete nebenbei auch noch mit der aktuellen Popmusik ab. Konkrete Namen oder Vorfälle nannte sie zwar nicht – doch ihre Andeutungen dürften in der Branche für einige Unruhe sorgen. "Schon hart, was da abgeht", fasste Kelly das verborgene Treiben hinter der glitzernden Schlagerfassade zusammen.

Pop ist Kirchenmusik – Kelly rechnet mit dem Genre ab

Besonders deutlich wurde die 46-Jährige bei ihrer Einschätzung der aktuellen Popmusik. "Pop ist für mich langweilig", erklärte Kelly im Gespräch mit Schöneberger und zog einen bemerkenswerten Vergleich: Das Genre sei für sie inzwischen wie Kirchenmusik – "sehr moralisch" und "politisch korrekt ohne Ende". Dass ihr diese Einordnung Gegenwind bescheren dürfte, nahm sie dabei bewusst in Kauf.

Dem heutigen Pop fehle es an Ecken, Kanten und vor allem an Risikobereitschaft. So brav und gleichförmig wie derzeit sei das Genre noch nie gewesen, befand die Schlagersängerin. "Ich finde, es war noch nie so mutlos." Die Zeiten, in denen Popkünstler hinter der Bühne über die Stränge schlugen, seien schlicht vorbei – "da werden keine Drogen genommen, es wird nix auseinandergenommen oder eingenommen."

Hinter der harmlosen Fassade: Kelly widerspricht energisch

Gastgeberin Barbara Schöneberger zeigte sich angesichts dieser Schilderungen skeptisch und wandte ein, Drogenkonsum sei doch auch im Schlager kein wirklich großes Thema. Kelly ließ diesen Einwand nicht gelten und konterte unmissverständlich: "Doch! Klar! Was meinst du, was da alles los ist?"

Die erfahrene Musikerin, die vor wenigen Wochen auf der Bühne wegen einer eiskalten Ansage für mächtig Zündstoff sorgte, zeichnete damit ein Bild ihrer Branche, das so gar nicht zum öffentlichen Image des Schlagers als harmlosem Wohlfühl-Genre passen will. Neben dem Drogenkonsum deutete sie auch private Verstrickungen zwischen Kolleginnen und Kollegen an – Affären und Liaisons seien hinter den Kulissen durchaus an der Tagesordnung. Allerdings blieb Kelly bei all ihren Andeutungen bewusst im Ungefähren und verzichtete darauf, konkrete Personen oder Situationen beim Namen zu nennen.

Privatleben? Nur außerhalb des Showbusiness

Bei all den Enthüllungen über ihre Branche betonte Kelly jedoch, selbst stets eine klare Grenze gezogen zu haben. Berufliches und Privates zu vermischen, kam für sie nie infrage. "Deshalb waren meine ganzen Liebesausflüge immer außerhalb des Showbusiness", erklärte die dreifache Mutter. Die privaten Verstrickungen unter Kolleginnen und Kollegen beobachte sie zwar aus nächster Nähe – mitmachen wollte sie aber nie.

Kelly bringt für diese Einblicke jahrzehntelange Erfahrung mit. Als Mitglied der Kelly Family stand sie bereits in den 1990er-Jahren im Rampenlicht und kam früh mit den Schattenseiten des Musikgeschäfts in Berührung. Ihr Bruder Joe Kelly musste zuletzt bitter erfahren, wie es ist, wenn man sich im Showbusiness mit den falschen Leuten einlässt.

Seit 2007 ist die gebürtige Berlinerin als Solokünstlerin unterwegs und hat sich längst als feste Größe der deutschen Schlagerszene etabliert.

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