Luxusleben im Palast zum Nulltarif: Royale Miet-Sauerei aufgeflogen - so machte sich Ex-Prinz Andrew die Taschen voll
Als Mitglieder der britischen Königsfamilie lebten Ex-Prinz Andrew und seine Töchter Beatrice und Eugenie über Jahre hinweg im Luxus - doch die Mietbedingungen der York-Prinzessinnen und ihres Vaters sorgen jetzt für einen handfesten Skandal.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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Vielleicht erinnern Sie sich ja noch an Ihre Kindheit, als Sie Märchenbücher durchgeblättert und darin von Prinzessinnen gelesen haben, die in prächtigen Palästen komplett sorgenfrei ihr Leben verbrachten - dass derartige Schilderungen nicht nur eine Fantasiewelt, sondern auch die Realität beschreiben, legen die aktuellen Royals-News nahe. Denn in den Schlagzeilen aus der Adelswelt braut sich gerade ein massiver Skandal zusammen, in dessen Mittelpunkt der frühere Prinz Andrew und seine beiden Töchter, Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie, stehen.
Neuer Wirbel um Ex-Prinz Andrew und seine Töchter Beatrice und Eugenie
Der einstige Herzog von York und die beiden Prinzessinnen, die aus Andrews Ehe mit Sarah Ferguson stammen, sind Negativ-Presse inzwischen gewöhnt - vor allem der Bruder von König Charles III. erlebte einen beispiellos tiefen Fall, nachdem er infolge seiner jahrelangen Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sämtliche Titel, Ehrenämter und Privilegien bei Hofe einbüßte und seinen Wohnsitz wechseln musste. Seitdem lebt Ex-Prinz Andrew nicht mehr in der prunkvollen Royal Lodge in Windsor, sondern muss sein Dasein in Marsh Farm auf dem Sandringham-Anwesen in der Grafschaft Norfolk fristen. Nun hat der britische Rechnungshof einen explosiven Bericht veröffentlicht, der überraschende Einblicke in die Immobilienverhältnisse der königlichen Familie im Allgemeinen und der Yorks im Speziellen gewährt und über den unter anderem in der "Daily Mail" zu lesen ist.
York-Prinzessinnen Beatrice und Eugenie genossen jahrelang mietfreies Wohnen in Royals-Palästen laut Bericht
Eine der zentralen Enthüllungen dreht sich um die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, Töchter des in Ungnade gefallenen früheren Prinzen Andrew. Die Schwestern haben demnach in fast zwei Jahrzehnten keinen einzigen Pfenning Miete aus eigener Tasche bezahlt, obwohl sie im Palast residierten, ohne Vollzeit-Royals zu sein oder offizielle royale Pflichten erfüllten. Die Miet-Kosten übernahm zunächst ihre Großmutter Queen Elizabeth II., die ihre Enkelinnen sehr ins Herz geschlossen hatte. Nach dem Tod der Jahrhundert-Königin habe König Charles III. diese Praxis fortgeführt.
Töchter von Ex-Prinz Andrew schwelgten im Luxus - und Queen Elizabeth II. musste zahlen
Die 37-jährige Beatrice residiert in einer Vier-Zimmer-Wohnung im St James's Palace, während ihre jüngere Schwester Eugenie bis vor kurzem ein Drei-Zimmer-Cottage auf dem Gelände des Kensington Palace bewohnte. Die 36-Jährige lebt mittlerweile überwiegend in Portugal, wo sie mit ihrem Ehemann Jack Brooksbank ein Anwesen im Wert von umgerechnet rund 4,2 Millionen Euro besitzt. Prinzessin Beatrice wiederum nennt neben der Palastwohnung ein Haus in Oxfordshire ihr Eigen, das etwa 3,5 Millionen Euro wert sein soll. Dort lebt sie mit ihrem Mann, dem Immobilienentwickler Edoardo Mapelli Mozzi, und den gemeinsamen Kindern.
Der Knackpunkt an den Enthüllungen: Der königliche Rechnungshof stellte fest, dass die Mietberechnungen jahrelang auf veralteten Immobilienbewertungen basierten. Eugenies Miete orientierte sich bis dieses Jahr an einer Schätzung von 2018, jene von Beatrice an Werten aus dem Jahr 2020. Waren die York-Prinzessinnen etwa so knapp bei Kasse, dass das mietfreie Wohnen im Palast gerechtfertigt gewesen wäre? Eher das Gegenteil ist der Fall: Sowohl Beatrice als auch Eugenie verfügen über eigene Karrieren, wohlhabende Ehemänner und besitzen Immobilien im Millionenwert abseits der königlichen Paläste. Die Mietzahlungen stammen aus der Privatschatulle des Monarchen, dem sogenannten Privy Purse, der sich aus den Einkünften des Herzogtums Lancaster speist.
Andrew Mountbatten-Windsor kassierte mit Untervermietung ab - und zahlte selbst kaum Miete
Auch Ex-Prinz Andrew steht nach dem Finanzbericht wieder im Kreuzfeuer der Kritik: Wie unter anderem der britische "Daily Express" berichtet, soll sich Andrew Mountbatten-Windsor während seiner Zeit in Windsor ordentlich die Taschen vollgemacht haben, indem er nicht eine, nicht zwei, sondern gleich drei Wohneinheiten auf dem königlichen Anwesen untervermietete. Dank der Untervermietung von drei Cottages auf dem weitläufigen Gelände in Windsor soll bei Andrew ordentlich die Kasse geklingelt haben - offenbar ein lukrativer Nebenverdienst für den Ex-Herzog von York, der für die Royal Lodge selbst nur eine symbolische Miete entrichtete.
"Die aus der Untervermietung erzielten Einnahmen flossen an Andrew Mountbatten-Windsor", stellte der Rechnungshof fest. Die genauen Summen bleiben im Dunkeln – die Prüfer gaben an, ihnen sei nicht bekannt, welche Miete verlangt wurde. Dementi aus dem Umfeld des früheren Herzogs ließ nicht lange auf sich warten: Darin hieß es, die Untervermietung habe keinen Gewinn abgeworfen und lediglich Instandhaltungs- sowie Personalkosten gedeckt. Da jedoch keine Zahlen offengelegt wurden, lässt sich dies nicht unabhängig überprüfen. Die Untervermietung endete im April 2026, nachdem Andrew die Royal Lodge verlassen musste.
Weitere Verwandte von König Charles III. wegen Miet-Sauerei am Pranger
Auch Prinz und Prinzessin Michael von Kent profitieren von einem ähnlichen Arrangement – obwohl der Palast 2008 öffentlich verkündet hatte, das Paar werde ab 2010 die damals rund 140.000 Euro teure Jahresmiete für ihre Kensington-Palace-Wohnung selbst übernehmen. Der Rechnungshof enthüllt nun: Tatsächlich zahlt auch hier der König aus seiner Privatschatulle. Das royale Paar, in seinen besten Jahren als "Rent-a-Kents" verspottet, bewohnt die Räumlichkeiten seit 1978. Jahrzehntelang zahlten sie lediglich umgerechnet etwa 80 Euro pro Woche. Die verstorbene Queen setzte die Zahlungen offenbar stillschweigend fort, Charles behielt diese Vereinbarung dem Vernehmen nach bei.
Empörung wegen Luxusleben im Palast zum Nulltarif - so rechtfertigt sich das Königshaus
Der frühere liberaldemokratische Minister Norman Baker bezeichnete die Zustände als "empörend" und warf der königlichen Familie vor, "die Öffentlichkeit komplett an der Nase herumzuführen". Die Steuerzahler würden mit absolutem Hohn behandelt. Ein Sprecher des Buckingham Palace erklärte, man sei dem Rechnungshof für den Bericht dankbar, der im Einklang mit dem Bekenntnis des Königshauses zur Transparenz stehe. Die Erkenntnisse sollten helfen, "eine Reihe von Punkten bezüglich königlicher Immobilien zu korrigieren, zu klären oder in den richtigen Kontext zu setzen". Der 56-seitige Bericht des National Audit Office entstand auf Anfrage des parlamentarischen Haushaltsausschusses, der im Dezember eine Untersuchung der Crown-Estate-Immobilien eingeleitet hatte. Die Abgeordneten dürften die Erkenntnisse in den kommenden Monaten eingehend prüfen.
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loc/news.de/stg
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