Prinz William : William verscherbelt Familienbesitz - Umbau-Plan des Thronfolgers sorgt für Kritik
Prinz William macht ernst: Der britische Thronfolger will große Teile seines milliardenschweren Herzogtums Cornwall verkaufen – und mit dem Geld Wohnungen bauen sowie grüne Energie fördern. Doch der radikale Umbau sorgt bereits für heftige Kritik.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Prinz William will rund ein Fünftel des Herzogtums Cornwall verkaufen
- 500 Millionen Pfund sollen in Wohnungen und Klimaschutz fließen
- Kritik wächst wegen Verkäufen historischer Pachtbetriebe
Prinz William plant offenbar einen radikalen Umbau seines Herzogtums Cornwall. Rund ein Fünftel des über eine Milliarde Pfund schweren Anwesens soll in den kommenden zehn Jahren veräußert werden, wie "The Times" berichtet.
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Prinz William plant Mega-Umbau seines Milliarden-Herzogtums
Mit den Erlösen will Prinz William insgesamt 500 Millionen Pfund in fünf ausgewählte Kernregionen pumpen. Der 25. Herzog von Cornwall, der jährlich knapp 23 Millionen Pfund aus dem weitläufigen Besitz bezieht, möchte damit Großbritanniens Wohnungsnot und Umweltprobleme angehen.
Das Herzogtum erstreckt sich über 21 Grafschaften und umfasst Ländereien, landwirtschaftliche Betriebe, Wohnimmobilien sowie Gewerbegebäude. Die Einnahmen finanzieren das offizielle und private Leben von William, Prinzessin Kate und ihren drei Kindern.
Landbesitz allein reicht nicht mehr
Die Investitionen sollen sich auf fünf sogenannte Herzland-Regionen konzentrieren: Cornwall, die Scilly-Inseln, Dartmoor, die Gegend um Bath sowie Kennington im Süden Londons. Dort sehen die Berater des Prinzen das größte Potenzial für gesellschaftliche und ökologische Wirkung.
Will Bax, Geschäftsführer des Herzogtums, erläuterte die Philosophie hinter dem Wandel: Das Anwesen "sollte nicht nur existieren, um Land zu besitzen. Es sollte in erster Linie existieren, um einen positiven Einfluss auf die Welt zu haben."
Wo keine Möglichkeit für positive Veränderungen bestehe, müsse das Herzogtum nicht zwingend präsent sein, so Bax weiter. Bei sozialem Bedarf und ökologischen Herausforderungen wolle man hingegen ein starker Partner sein.
Williams Milliarden-Offensive für Wohnungen und grüne Energie
Etwa 160 Millionen Pfund sollen in Wohnbauprojekte fließen, darunter bezahlbare Unterkünfte in Cornwall, auf den Scilly-Inseln und im Süden Londons. Durch Erschließung von Grundstücken nahe städtischer Gebiete will das Herzogtum bis 2040 zwischen 10.000 und 12.000 neue Wohneinheiten ermöglichen.
Auch der Klimaschutz steht auf der Agenda: Innerhalb der nächsten Dekade plant William den Aufbau von Kapazitäten für 100 Megawatt erneuerbare Energie – genug für die Versorgung von bis zu 100.000 Haushalten. Zusätzlich sind 20 Millionen Pfund für Naturschutzprogramme vorgesehen, die gemeinsam mit Umweltorganisationen und staatlichen Partnern umgesetzt werden sollen.
Kritik an Williams Modernisierungskurs wächst
Die Modernisierungspläne kommen nicht ohne Kontroversen. Anfang des Jahres sorgte die Entscheidung, zehn Pachtbetriebe auf dem historischen Bradninch-Anwesen in Devon zu verkaufen, für Aufruhr. Die Mieter berichteten von enormem Stress durch die Ungewissheit – das Gut gehört seit dem 14. Jahrhundert zum Herzogtum.
Bax betonte, man wolle den Landwirten beim Erwerb ihrer Höfe helfen, statt sie zu verdrängen. Alle zehn Pächter befänden sich in Kaufgesprächen. Zudem steht das Herzogtum wegen angeblich übertrieben kommerziellen Verhaltens gegenüber Wohltätigkeitsorganisationen in der Kritik. Auch die jährlichen 1,5 Millionen Pfund aus der Verpachtung des weitgehend unbewohnbaren Gefängnisses Dartmoor bleiben umstritten.
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sba/ife/news.de/stg
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