17.07.2021, 14.22 Uhr

Angelina Jolie: Sie vertraute Betrügern! Wurde Sohn Maddox seiner Familie gestohlen?

Es wäre ein Mega-Skandal! Eine neue Dokumentation will ergründen, ob es in den USA zu potenziell unethischen Praktiken bei kambodschanischen Adoptionen gekommen ist. Im Mittelpunkt: Hollywood-Superstar Angelina Jolie und Sohn Maddox.

Lief bei Angelina Jolies Adoptionen alles legal ab? Bild: picture alliance/dpa

Bereits vor knapp 20 Jahren gab es Wirbel um die Adoptionspraktiken von Hollywood-Superstar Angelina Jolie. Jetzt will ein neuer Dokumentarfilm, der die potenziell unethischen Praktiken bei kambodschanischen Adoptionen beleuchtet, erneut untersuchen, ob Angelina Jolies Sohn Maddox "möglicherweise von seiner leiblichen Familie gestohlen wurde". Was für ein Schock!

Angelina Jolie: Wirbel um Adoption von Sohn Maddox - Vermittlerin im Knast

Angelina Jolie (46) adoptierte Maddox im Jahr 2002 bekanntlich aus Kambodscha mit der Hilfe der Adoptionsvermittlerin Lauryn Galindo. Diese wurde jedoch nur zwei Jahre später wegen "Fälschung von Dokumenten zur Erlangung von US-Visa für Waisenkinder" inhaftiert. Die 21-jährige Filmemacherin Elizabeth Jacobs - deren Eltern ebenfalls Galindo benutzten, um die Adoption ihres Kindes aus Kambodscha zu ermöglichen - wird in ihrem kommenden Dokumentarfilm "The Stolen Children" die Behauptung aufgreifen, dass "arme kambodschanische Familien von Baby-Anwerbern ausgebeutet werden".

Sie vermittelten Angelina Jolie ihr Kind: Leiter der Adoptionsagentur mussten in den Knast

Wie die britische "The Sun" berichtet, sei Jacobs, die an der Universität von Massachusetts Film und Marketing studiert, entschlossen, die Wahrheit über Galindos Adoptionen aufzudecken. Gibt es da eine Verbindung zu Angelina Jolie? Die Zeitung berichtet weiter, dass zwischen 1997 und 2001 die Hälfte der Adoptionen aus Kambodscha in die USA - etwa 800 von 1600 - über Galindo liefen. Zu dieser Zeit leiteten Galindo und ihre Schwester Lynn Devin eine Adoptionsagentur namens Seattle International Adoptions. Auch Jolie vertraute den Betrügern.

Devin musste 150.000 Dollar Strafe zahlen, während Galindo ins Gefängnis musste, weil sie Namen, Geburtsdaten und Geburtsorte kambodschanischer Kinder gefälscht hatte, die sie zwei Jahre nach der Adoption von Maddox durch Jolie und ihren damaligen Ehemann Billy Bob Thornton in US-Familien vermittelte.

Angelina Jolie wusste nichts von illegalen Adoptionen: Keine Beweise für illegalen Handel

Als der Skandal aufgedeckt wurde, verboten die damalige US-Regierung und mehrere andere Länder Adoptionen aus Kambodscha. Angelina Jolie erklärte, sie wisse nichts von dem illegalen Handel. Klar ist: Es gibt keine Beweise, dass Maddox kein Waisenkind war. Jolie bestand zu der Zeit darauf, dass sie "große Anstrengungen unternahm, um sicherzustellen, dass Maddox keine lebende leibliche Mutter in Kambodscha hatte" und dass sie "niemals eine Mutter ihres Kindes berauben würde".

Allerdings ist Elizabeth Jacobs bei ihrer eigenen Adoption auf Ungereimtheiten gestoßen, die kein Einzelfall sein müssen. Angeblich seien ihre leiblichen Eltern bei einem Flut-Unglück ums Leben gekommen. Laut Jacobs zeigen die Papiere des Waisenhauses ein anderes Geburtsdatum als die Regierungsdokumente. Zum Vergleich: Bereits im Jahr 2017 behauptete ein kambodschanischer Hilfsarbeiter, dass die Unterlagen, die Jolie zur Adoption ihres ältesten Sohnes verwendete, ohne ihr Wissen falsche Informationen enthielten, um den Prozess zu beschleunigen, ihn 2003 in Jolies Obhut zu geben. Auch dafür gibt es jedoch keine Beweise.

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rut/news.de

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