11.02.2021, 07.42 Uhr

Larry Flynt ist tot: "Hustler"-Gründer und Porno-Legende mit 78 Jahren gestorben

Der legendäre Porno-Verleger Larry Flynt ist tot. Laut US-Medien ist er im Alter von 78 Jahren gestorben. 1974 machte er sich mit der Gründung des Magazins "Hustler" einen Namen. In der Porno-Industrie war er eine Legende.

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

Traurige Nachrichten aus Los Angeles: Larry Flynt ist tot. Der Porno-Verleger ist im Alter von 78 Jahren gestorben, wie unter anderem "TMZ" am Mittwoch (10. Februar) unter Berufung auf seine Familie berichtete. Auch die Zeitung "Washington Post" und der TV-Sender NBC berichteten unter Berufung auf seinen Bruder Jimmy und seine Tochter Theresa von Larry Flynts Tod. Die Todesursache blieb zunächst unklar. Der Verleger war zeit seines Lebens umstritten: Immer wieder wurden ihm und seinen Zeitschriften widerwärtiges und obszönes Verhalten vorgeworfen.

Larry Flynt ist tot - "Hustler"-Gründer und Porno-Legende mit 78 Jahren gestorben

Aufgewachsen war Flynt in ärmlichen Verhältnissen im ländlichen Kentucky und Indiana. Der Unternehmer machte sich ab den 1970er-Jahren einen Namen in der Pornoindustrie. Gemeinsam mit Bruder Jimmy Flynt (72) betrieb er ab 1970 mehrere Stripclubs, bevor die beiden ab 1974 das "Hustler"-Magazin herausbrachten. Es galt als direkte Konkurrenz zu eher konservativen Publikationen wie Bob Gucciones (1930-2010) "Penthouse" oder Hugh Hefners (1926-2017) "Playboy". Flynt war in zahlreiche Gerichtsverfahren involviert, in denen vor allem Fragen der Regulierung von pornografischen Inhalten verhandelt wurde. 1978 wurden der Verleger und sein Anwalt Gene Reeves Jr. vor dem Gerichtsgebäude in Lawrenceville angeschossen. Flynt saß seitdem im Rollstuhl.

Larry Flynt wollte Ex-Präsident Donald Trump stürzen

2017 sagte er dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump (74) den Kampf an: In der Sonntagsausgabe der "Washington Post" ließ er eine ganzseitige Anzeige schalten, in der er ein millionenschweres Angebot unterbreitete. Er bot jedem, der kompromittierendes Material veröffentlicht, das zu Trumps Amtsenthebung führt, bis zu zehn Millionen US-Dollar (ca. 8,2 Millionen Euro) an. Während des Wahlkampfs hatte er bereits eine Million Dollar (ca. 820.000 Euro) für kompromittierende Ton- oder Videodateien geboten.

Larry Flynts Leben wurde bereits vor seinem Tod verfilmt

Mit dem Film "Larry Flynt - Die nackte Wahrheit" zollte Oscar- Preisträger Milos Forman ("Einer flog über das Kuckucksnest", "Amadeus") Flynts umstrittener Gratwanderung zwischen Pornografie und Meinungsfreiheit Tribut. Bei der Berlinale 1997 gab es dafür den Goldenen Bären. Dem echten Flynt gefiel die Verfilmung seines Lebens und auch deren Hauptdarsteller Woody Harrelson. Er fühle sich geehrt, sagte Flynt, schließlich werde selten das Leben eines Mannes verfilmt, der noch lebe.

Trauer um Larry Flynt - Fans nehmen Abschied und zollen Tribut

In den sozialen Netzwerken meldeten sich zahlreiche Anhänger der Porno-Legende nach deren Tod zu Wort. "Ruhe in Frieden, Larry Flynt. Er hat gezeigt, dass für die Freiheit einzustehen, eben nicht bedeutet, einzustehen für das, was eh jeder gut findet. Und dass die Freiheit mitunter einen hohen Preis kostet", schrieb dieser Twitter-User. "Kämpfer für die Redefreiheit und die Freiheit der Pornografie: Verleger Larry Flynt stirbt mit 78 Jahren in Los Angeles", schrieb dieser User.

"Oh shit Larry Flynt passed away today. Damn Leicht stirnrunzelndes Gesicht he was the every man's Hugh Hefner. Vilified for enjoying life and sharing how scantily clad it could be. R.I.P.", zeigte sich ein weiterer bestürzt.

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fka/loc/news.de/spot on news/dpa

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