23.01.2020, 10.30 Uhr

Prinz Charles: Er fliegt im Privatjet zu Klima-Greta! Ist er ein Heuchler?

Das Weltwirtschaftsforum in Davos ähnelt in diesem Jahr eher einem Weltklimagipfel. Neben Donald Trump und Angela Merkel ist auch Prinz Charles angereist, um eine Rede zu halten. Er kam im privaten Jet. Ist er etwa ein Heuchler? 

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wird Prinz Charles Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg treffen. Bild: dpa/Victoria Jones

Nicht nur US-Präsident Trump und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel pilgern zum Weltwirtschaftsforum nach Davos, auch Prinz Charles möchte eine Rede halten. Am Mittwoch landete er – im privaten Flugzeug. Will Prinz Charles die Klimaschützer etwa für dumm verkaufen?

Prince Charles' Privatjet musste in die Werkstatt

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wird Prinz Charles(71) zum ersten Mal Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg persönlich treffen. Ursprünglich sollte der royale Besuch in einem ministerialen Privatjet in die Schweiz fliegen, so verlautete die "Daily Mail".Da sein Privatjet kurzfristig in die Werkstatt musste, war der Prinz von Wales jedoch gezwungen, ein privates Flugzeug zu chartern.

Sechs Tonnen Kohlenstoffdioxid für Prinz Charles' Anreise

Laut "Daily Mail" setzte allein dieser 90-minütige Flug sechs Tonnen Kohlenstoffdioxid frei – das sind mehr, als eine Person laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im globalen Durchschnitt pro Kopf im Jahr verbraucht. Dabei gilt der Sohnemann von Queen Elizabeth II. doch als besonders engagiert in Sachen Klimaschutz und warnt bereits seit Jahren vor den Folgen der Erderwärmung.

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Prinz Charles macht sich sonst für Klimaschutz stark

Ist das Engagement des Prinzen für den Klima- und Naturschutz nur Heuchlerei? Auf seiner Websitelegt er sogar den jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß des königlichen Haushalts seit dem Jahr 2008 offen und ist aktiv darum bemüht, diesen stets zu senken. 

Prinz Charles nimmt E-Auto statt Hubschrauber 

Wäre Charles bei einem öffentlichen Flug mitgeflogen, hätte sein Kohlendioxid-Ausstoß nur bei etwa von 0,19 Tonnen gelegen, so die "Daily Mail".  Immerhin: Das englische Blatt berichtete weiter, dass der Prince of Wales darauf bestanden habe, mit einem Elektroauto vom Flughafen zum Kongresszentrum zu fahren, statt den Hubschrauber zu nehmen. Plagt den Thronfolger wegen des hohen Kohlenstoff-Ausstoßes wohl doch ein schlechtes Gewissen?

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sig/rut/news.de

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