Donald Trump: "Gegen verrückte Linke zu verteidigen!" UFC-Boss soll Pressesprecher werden

Erst Karoline Leavitt, dann Katie Zacharia – Donald Trump bekommt das Problem mit seinem Pressesprecher einfach nicht in den Griff. Jetzt soll ausgerechnet UFC-Boss Dana White die Lücke schließen. Der ungewöhnliche Vorschlag sorgt für Gesprächsstoff.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump mit UFC-Boss Dana White. (Foto) Suche
Donald Trump mit UFC-Boss Dana White. Bild: picture alliance/dpa/AP | John Locher

Donald Trump sorgt mit einem ungewöhnlichen Personalvorschlag für Aufsehen: Der US-Präsident hat am Samstag auf seiner Plattform Truth Social dem UFC-Chef Dana White den Posten des Pressesprechers im Weißen Haus angeboten. Trump bezeichnete seinen langjährigen Freund dabei als "harten Kämpfer und Krieger" und flehte ihn regelrecht an: "Dana, bitte nimm den Job an!"

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Donald Trump will Dana White als Pressesprecher im Weißen Haus

Zudem forderte Trump den UFC-Chef auf, gleich eine ganze Riege prominenter MMA-Kämpfer als Unterstützung mitzubringen. Namentlich nannte er Islam Makhachev, Khabib Nurmagomedov, Justin Gaethje, Daniel Cormier, Amanda Nunes und Kayla Harris – obwohl einige von ihnen nicht einmal US-Staatsbürger sind. Die Begründung des US-Präsidenten: "Wir brauchen diese Leute, um uns gegen die wahnsinnigen Linken zu verteidigen." White werde ein Pressesprecher "wie kein anderer" sein, so Trump. Seinem Post fügte er eine KI-generierte Montage bei, die White am Rednerpult des Presseraums zeigte.

So reagiert der UFC-Chef auf Trumps Jobangebot

Nur wenige Minuten nach Trumps Posting meldete sich White auf Instagram zu Wort. Der MMA-Mogul teilte in seinen Storys ein Bild von sich am Rednerpult im Presseraum des Weißen Hauses und versah es mit den Worten "Auf zum nächsten Kapitel". Anschließend verbreitete er auch Trumps Angebot über seine Social-Media-Kanäle. Doch trotz der augenzwinkernden Inszenierung scheint White kein ernsthaftes Interesse an einem Wechsel in die Politik zu haben. Laut "CNN" hat der 57-Jährige die ungewöhnliche Offerte zügig abgelehnt. Eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle bestätigte dem Sender, dass White "die unorthodoxe Idee abgelehnt" habe. Ganz vom Tisch ist das Thema möglicherweise dennoch nicht: "TMZ" berichtete, White werde den US-Präsidenten in der kommenden Woche persönlich im Oval Office treffen, um über das Angebot zu sprechen. Derzeit hält sich der UFC-Boss in London auf, wo er einen Boxkampf besucht.

Warum Donald Trump dringend einen neuen Pressesprecher braucht

Dass Trump überhaupt auf so unkonventionelle Kandidaten zurückgreift, hat einen Grund: Die Position des Pressesprechers ist seit Wochen verwaist und die jüngste Besetzungsgeschichte gleicht einem Desaster. Ende August legte Karoline Leavitt ihr Amt nieder, um sich stärker ihrer Familie zu widmen. Gut sechs Wochen dauerte es, bis Trump mit Katie Zacharia eine Nachfolgerin präsentierte. Deren Amtszeit endete allerdings nach gerade einmal fünf Tagen. Ihr Debüt vor der Presse verlief katastrophal, zudem geriet sie wegen fragwürdiger Angaben zu ihrer juristischen Qualifikation unter Beschuss. Trump selbst legte ihr öffentlich nahe, ihre Position zu überdenken – kurz darauf war Zacharia Geschichte. Seitdem steht das Rednerpult im Briefing-Room verwaist da.

Vom Casino-Deal zur Freundschaft fürs Leben: Donald Trump und Dana White

Die Verbindung zwischen Trump und White reicht mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Als die UFC Anfang der 2000er-Jahre noch um Akzeptanz rang, öffnete Trump dem Kampfsportverband die Türen seiner Casinos in Atlantic City für Veranstaltungen. White hat diese Unterstützung nie vergessen: "Er war immer der Erste, der sich gemeldet hat und uns unterstützt hat. Er war lange Zeit ein guter Typ für mich", sagte der UFC-Chef im vergangenen April in einem Interview mit Lara Trump. Im Gegenzug stellte sich White wiederholt öffentlich hinter Trumps politische Ambitionen und sprach auf den republikanischen Parteitagen 2016, 2020 und 2024. Erst im Juni unterstrich ein gemeinsamer Auftritt die enge Bindung: Anlässlich der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA richtete die UFC einen Kampfabend auf der Südwiese des Weißen Hauses aus – an Trumps 80. Geburtstag.

Jobangebot von Donald Trump mitten in der Krise

Trumps aufsehenerregender Vorstoß fällt in eine Phase erheblicher politischer Turbulenzen. Bei den Midterm-Wahlen erlebten die Republikaner eine herbe Niederlage und verloren ihre Mehrheit im Kongress. In der Folge kam es zu weitreichenden Umstrukturierungen im Weißen Haus – unter anderem ernannte Trump Stephen Miller zum neuen Stabschef. Wie ernst das Angebot an White tatsächlich gemeint war, bleibt offen. Kommunikationsdirektor Steven Cheung schien die Idee jedenfalls zu begrüßen und kommentierte Trumps Post mit den Worten: "Verdammt ja! Mach es!" Ob es sich um einen echten Rekrutierungsversuch oder eher um eine öffentlichkeitswirksame Geste unter alten Freunden handelte, dürfte sich spätestens beim angekündigten Treffen der beiden im Oval Office klären. Fest steht: Das Weiße Haus braucht dringend jemanden hinter dem Rednerpult, ob mit oder ohne Oktagon-Erfahrung.

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/news.de/stg

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