Wladimir Putin: Kriegsrechnung explodiert – Kremlchef verliert Militärgerät für 298 Milliarden Dollar
Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine entwickelt sich für Russland zu einem finanziellen Desaster. Mehr als 1,6 Millionen Soldatenverluste und Militärgerät im Wert von fast 298 Milliarden Dollar stehen zu Buche – zumindest nach ukrainischen Angaben. Doch der Kreml setzt auf eine neue Strategie, um den Preis des Krieges zu verschleiern.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Wladimir Putin kassiert massive Verluste im Ukraine-Krieg
- Ukrainische Angaben beziffern Russlands Personalverluste auf mehr als 1,6 Millionen
- Laut ukrainischem Geheimdienst wurden seit 2022 rund 200 Sabotagefälle mit Russland-Verbindung registriert
Vor mehr als vier Jahren marschierte Wladimir Putin mit seinen Truppen in die Ukraine ein. Bislang ist ein Ende der Kämpfe nicht in Sicht. Ein Desaster mit gewaltigen Verlusten für Russland. Nach ukrainischen Angaben sollen bisher mehr als 1,6 Millionen russische Soldaten getötet oder verwundet worden sein. Doch während Moskau an der Front gewaltige Mengen an Personal und Militärgerät verliert, setzt der Kreml offenbar auch auf eine andere Strategie: Sabotageaktionen in Europa. Die mutmaßlichen Helfer vor Ort sollen dabei vergleichsweise wenig kosten.
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Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums vom Samstag (07.11.2026) belaufen sich die russischen Personalverluste auf insgesamt rund 1.604.110 Soldaten. Allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien 2.280 hinzugekommen. Doch Obacht: Die Zahlen stammen vom ukrainischen Generalstab und lassen sich unabhängig nicht vollständig überprüfen. Auch die materiellen Verluste sind erheblich. Seit Beginn der Invasion soll Russland demnach 12.456 Panzer, 25.654 gepanzerte Kampffahrzeuge und 52.000 Artilleriesysteme eingebüßt haben. Hinzu kommen 598.840 Drohnen. Das "Price of War"-Dashboard der ukrainischen Nachrichtenagentur ArmyInform beziffert den geschätzten Wert der verlorenen Militärausrüstung mit Stand vom 5. November auf rund 298 Milliarden US-Dollar.
Milliardenverluste im Ukraine-Krieg – Sabotage für wenige Hundert Dollar
Trotz der enormen Kosten ist es Moskau bislang nicht gelungen, die Ukraine zu unterwerfen. Parallel zum konventionellen Krieg setzt Russland offenbar auf eine weitere Form der Auseinandersetzung: verdeckte Sabotageaktionen auf europäischem Boden.
Nach Angaben des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes FISU wurden seit 2022 europaweit rund 200 Sabotagevorfälle mit russischer Verbindung registriert. Mehr als 170 mutmaßliche Täter seien identifiziert worden. Besonders betroffen ist demnach Polen: Dort ereigneten sich 21 Prozent der erfassten Vorfälle. Das Land spielt eine zentrale Rolle beim Transport westlicher Militärhilfe in die Ukraine.
Der finanzielle Aufwand für die Anwerbung der Helfer soll vergleichsweise gering sein. Laut FISU reichen wenige Hundert oder Tausend Dollar pro Saboteur. Im Gegenzug können Brandanschläge, Beschädigungen oder Angriffe auf Infrastruktur erhebliche Schäden verursachen und Sicherheitsbehörden in ganz Europa binden.
Rumänien deckt mutmaßliches russisches Sabotagenetzwerk auf
Wie solche Operationen ablaufen können, zeigt ein Fall aus dem rumänischen Brașov. Dort brach am 14. September 2026 ein Feuer auf einem Industriegelände in unmittelbarer Nähe des Rüstungsunternehmens Carfil aus. Nach Ermittlungen des rumänischen Nachrichtendienstes SRI steckte dahinter ein von Russland aus koordiniertes Sabotagenetzwerk.
Drei Verdächtige sollen an der Aktion beteiligt gewesen sein: zwei belarussische und ein ukrainischer Staatsangehöriger. Ihnen wird vorgeworfen, auch weitere Anschläge in europäischen Ländern vorbereitet zu haben. Zwei der Verdächtigen wurden nach Angaben der rumänischen Ermittlungsbehörden in Deutschland festgenommen, der dritte in Polen. Die Ermittlungen dauern an.
Ukrainische Flüchtlinge im Visier russischer Geheimdienste
Die Rekrutierung folgt laut FISU einem gezielten Muster. Russische Nachrichtendienste sollen vor allem finanziell verwundbare Menschen über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Job-Chats ansprechen. Zunächst erhalten sie scheinbar harmlose Aufträge, etwa das Fotografieren bestimmter Gebäude oder das Beobachten von Einrichtungen. Später können daraus gefährlichere Aufgaben werden – bis hin zu Brandstiftung oder Sprengstoffanschlägen.
Auch Druck und Erpressung kommen laut den ukrainischen Erkenntnissen zum Einsatz. Manche Angeworbene wüssten zunächst nicht einmal, für wen sie tatsächlich arbeiten. Andere würden nach einer ausgeführten Tat nicht bezahlt und anschließend mit ihrem eigenen Fehlverhalten unter Druck gesetzt.
Dass dabei gezielt ukrainische Staatsangehörige angeworben werden, hat laut FISU auch eine propagandistische Dimension: Moskau wolle das Ansehen ukrainischer Geflüchteter beschädigen und antiukrainische Ressentiments in Europa verstärken. Der Geheimdienst betont zugleich, dass die überwältigende Mehrheit der ukrainischen Flüchtlinge gesetzestreu sei. Einzelne mutmaßliche Täter dürften nicht mit einer ganzen Gemeinschaft gleichgesetzt werden.
Europas Kampf gegen Moskaus hybride Kriegsführung
Hinter den Sabotageaktionen steckt nach Einschätzung des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes eine klare Strategie: Russland wolle westliche Waffenlieferungen behindern, europäische Gesellschaften verunsichern und die Kosten für den Schutz kritischer Infrastruktur in die Höhe treiben.
Die Aktionen sind dabei nicht einfach eine neue Reaktion auf die hohen Verluste an der Front. Vielmehr gehören verdeckte Operationen seit Längerem zu Moskaus hybrider Kriegsführung. Sie laufen parallel zum militärischen Angriff auf die Ukraine.
Für Europa entsteht dadurch eine zusätzliche Herausforderung: Während die Ukraine russische Streitkräfte auf dem Schlachtfeld bekämpft, müssen die europäischen Staaten ihre Infrastruktur, Rüstungsbetriebe und Logistikzentren vor Sabotage schützen. Moskau kann damit schon mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln erheblichen politischen und wirtschaftlichen Druck erzeugen.
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bua/news.de
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