Donald Trump: Bizarre Zuckungen bei Auftritt – verliert Trump die Kontrolle über seinen Körper?
Donald Trump spricht nach dem Wahl-Debakel lieber über seinen neuen Ballsaal als über die Niederlage seiner Partei. Ein Psychologe hat seinen Auftritt genau analysiert und dabei ungewöhnliche Bewegungen beobachtet.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Donald Trump verliert bei erstem Auftritt nach Wahlpleite die Kontrolle über seinen Körper
- Psychologe Dr. John Paul Garrison analysiert Mimik, Gestik und auffällige Bewegungen
- Seine neurologischen Vermutungen sind allerdings keine medizinische Diagnose
Die Republikaner erleben bei den Midterm-Wahlen ein historisches Debakel. Doch bei seinem ersten öffentlichen Auftritt danach beschäftigt sich Donald Trump vor allem mit einem ganz anderen Thema: dem geplanten Ballsaal im Weißen Haus. Fast 20 Minuten lang schwärmt der US-Präsident von Säulen, Marmorböden und Kronleuchtern, während seine Partei die Kontrolle über den Kongress verliert. Ein Psychologe hat den Auftritt nun genau unter die Lupe genommen und dabei einige erschreckende Auffälligkeiten entdeckt.
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"Er will überall sein, nur nicht hier!" Psychologe analysiert ersten Trump-Auftritt nach Midterm-Debakel
Der klinische und forensische Psychologe Dr. John Paul Garrison, der auf seinem YouTube-Kanal "Dr. G Explains" regelmäßig Trumps Körpersprache analysiert, beschreibt den Auftritt als äußerst ungewöhnlich. Bereits zu Beginn des Auftritts fällt Garrison ein ungewöhnlich niedriges Energielevel auf. Trump wirke niedergeschlagen, seine Körperhaltung sei schlecht, und er strahle nicht die gewohnte Dynamik aus. "Er sieht so aus, als wolle er überall sein, nur nicht vor der Presse stehen und Fragen zu irgendetwas Politischem beantworten", beobachtet der Psychologe. Zwar gebe es immer wieder großspurige Momente, in denen der US-Präsident den geplanten Ballsaal überschwänglich anpreise. Insgesamt überwiege jedoch der Eindruck einer gedrückten Stimmung. Besonders auffällig sei der Gegensatz zwischen Trumps begeisterten Worten über das Bauprojekt und seiner Körpersprache.
Zuckungen und ungewöhnliche Mundbewegungen: Donald Trump verliert Kontrolle über Körper
Auch Trumps Bewegungen nimmt der Mediziner genauer unter die Lupe. Bereits bei einer Begegnung mit Bauarbeitern, während der US-Präsident einen Schutzhelm in der Hand hielt, seien ungewöhnliche Bewegungen im Mundbereich und an den Armen zu sehen gewesen. "Sein Verhalten davor und danach gibt mir keinen Hinweis darauf, dass das eine willentliche Handlung war", erklärt der Psychologe. Während der Rede beobachtet er weitere vermeintlich unwillkürliche Bewegungen. Als Trump das Wort "terrible" auszusprechen versucht, seien ein Blinzeln und ein leichtes Zucken des rechten Arms zu erkennen.
Garrison bringt verschiedene mögliche neurologische Erklärungen ins Spiel. Dazu zählt er unter anderem fokale bewusste Anfälle, vaskuläre Demenz und mögliche Folgen einer früheren Hirnschädigung. Dabei handelt es sich ausdrücklich um Vermutungen des Psychologen. Ob Trump tatsächlich unter einer neurologischen Erkrankung leidet, lässt sich aus den gezeigten Aufnahmen nicht ableiten.
Korinthische Säulen statt politischer Krisenbewältigung
Besonders irritiert den Mediziner, wie stark Trump sich auf den Ballsaal konzentriert. Der Psychologe spricht von sogenannter Perseveration. Damit ist das Festhalten an einem Gedanken oder Verhalten gemeint, obwohl ein Themenwechsel angebracht wäre. Tatsächlich widmete Trump dem Bauprojekt einen großen Teil seines Auftritts. Er schwärmte von Säulen aus Kalkstein im korinthischen Stil, die er als "the creme de la creme" bezeichnete, und von Decken, die mehr als 15 Meter hoch werden sollen. Auch die Marmorböden und die künftigen Kronleuchter waren ausführlich Thema. Beim Unterzeichnen des letzten Stahlträgers schrieb Trump zudem das Wort "Love!" auf den Balken.
Für Dr. G ist diese Fixierung ein Hinweis auf mögliche Probleme bei der gedanklichen Verarbeitung der Situation. Eine solche Interpretation bleibt jedoch seine persönliche Einschätzung. Dass Trump bei dem Termin ausführlich über den Ballsaal sprach, ist belegt – welche psychologischen oder medizinischen Gründe dahinterstehen, lässt sich daraus nicht sicher ableiten.
Iran-Krieg als Erklärung für die Wahlniederlage
Als Trump später Fragen zu den Wahlergebnissen beantwortete, versuchte er, die Verantwortung von sich zu weisen. Er argumentierte, er selbst habe nicht auf dem Wahlzettel gestanden. „If I were on the ballot I would have won", behauptete der Präsident. Zugleich räumte er ein, dass der Iran-Krieg und die dadurch gestiegenen Benzinpreise den Republikanern geschadet haben könnten. An seiner Entscheidung für den Krieg hielt er dennoch fest: Er würde es wieder tun, erklärte Trump.
Auch Vizepräsident JD Vance hatte den Iran-Krieg als einen möglichen Grund für die Niederlage seiner Partei genannt. Garrison sieht darin Anzeichen für einen möglichen Konflikt zwischen Trump und seinem Stellvertreter. Er erwartet, dass sich die Spannungen verschärfen könnten. Ob es tatsächlich zu einem Zerwürfnis kommt, ist allerdings offen.
Kronleuchter statt Krisengespräch
Auch auf die Frage, ob ihn ein mögliches Amtsenthebungsverfahren beunruhige, reagierte Trump demonstrativ gelassen. Er wies die Sorge zurück und behauptete, ein Impeachment würde der Demokratischen Partei schaden. Anschließend lenkte er den Blick erneut auf sein Bauprojekt und forderte die Anwesenden auf, sich die künftigen Kronleuchter und Marmorböden vorzustellen.
Für Garrison passt dieser Moment ins Gesamtbild: Statt die Wahlniederlage seiner Partei in den Mittelpunkt zu stellen, kehrte Trump immer wieder zu seinem Prestigeprojekt zurück. Der Auftritt wirft damit vor allem politische Fragen auf: Wie will der Präsident nach dem Machtverlust im Kongress die Kontrolle über seine Agenda zurückgewinnen und warum schien ihm an diesem Tag der Ballsaal wichtiger als die Niederlage seiner Partei?
Hinweis: Die Beobachtungen und medizinischen Vermutungen von Dr. John Paul Garrison sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten: Aus Videoaufnahmen allein lässt sich keine neurologische Erkrankung diagnostizieren.
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bua/news.de
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