Donald Trump News: Latinos, junge Leute: Diese Wähler schadeten Trump
Bei der Präsidentschaftswahl vor zwei Jahren hatte Trump unerwartete Wählergruppen überzeugt. Es sieht danach aus, dass es bei den Midterms anders lief.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Donald Trump hat die Parlamentswahlen zu einer Abstimmung über sich selbst gemacht - die Republikaner müssen das Ganze auslöffeln. Einige Wählergruppen scheinen dem Präsidenten besonders geschadet zu haben, wie eine am Wahlabend veröffentlichte Umfrage von großen TV-Sendern und der Nachrichtenagentur AP ergab.
Junge Wähler
Bei der Abstimmung über das Repräsentantenhaus entschieden sich mehr als 70 Prozent der 18- bis 29-Jährigen für die Demokraten. In keiner anderen Altersgruppe ist der Unterschied zu den Republikanern (25 Prozent) so deutlich. Eine Mehrheit der Wähler unter 30 (60 Prozent) gab an, dass sie ihre Stimme auch deshalb abgegeben habe, um Opposition zu Trump auszudrücken.
Bei der Präsidentschaftswahl 2024 hatte es noch deutliche Verschiebungen Richtung Trump gegeben. Vor allem junge Männer ohne College-Abschluss waren auf den Republikaner und seine "America First"-Strategie angesprungen.
Die Lebenshaltungskosten mit hohen Preisen in den Supermärkten und an der Tankstelle spielten für jüngere Leute bei der Wahl eine wichtigere Rolle als für Wähler ab 45 Jahren.
Weniger wichtig waren den jüngeren Wählern Maßnahmen gegen Migration. Trump steht für eine rigorose Abschiebepolitik.
Riesige Rechenzentren, die Tech-Konzerne in großem Stil landesweit für Software mit Künstlicher Intelligenz aufbauen wollen und gegen die sich Protest bildete, war laut Umfrage ebenfalls nicht das drängendste Thema für die jungen Wähler. Trump spricht sich für den Bau solcher Zentren aus.
Spanischsprachige Bevölkerung
Auch viele hispanische Wähler stimmten für demokratische Kandidaten für den Einzug ins Repräsentantenhaus. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Stimmen von Hispanics, also US-Bürgern mit Wurzeln in spanischsprachigen Ländern, entfielen den Angaben nach auf demokratische Kandidaten für diese Parlamentskammer.
Latinos - diese US-Amerikaner haben Wurzeln in Lateinamerika - sind traditionell eher Unterstützer der Demokraten, hatten aber bei den Präsidentschaftswahlen 2024 unter anderem Hoffnungen auf Trumps Versprechen gesetzt, die Lebenshaltungskosten zu senken.
Trumps Abschieberazzien gegen Migranten schreckten allerdings viele ab, so dass sich sogar eine Republikanerin in Florida vor kurzem genötigt sah, sich offen in einem Videoclip kritisch zu Trumps Politik zu äußern. In ihrem Wahlkreis ist der Anteil der spanischsprachigen Bevölkerung vergleichsweise hoch. Die Demokraten sprachen sich gegen die von der Trump-Regierung angeordneten Abschieberazzien und die Einwanderungsbehörde ICE aus.
Informationen der jüngsten Volkszählung 2020 zufolge identifizieren sich etwa 60 Millionen der insgesamt rund 340 Millionen Menschen in den USA als Latinos, also etwa 19 Prozent. Damit machen sie die größte Gruppe der ethnischen Minderheiten in den USA aus.
Schwarze Wähler
Schwarze US-Amerikaner entschieden sich mit überwältigender Mehrheit für demokratische Kandidaten für das Repräsentantenhaus. Nur neun Prozent machten laut Umfrage ihr Kreuz für die Republikaner. Offensichtlich sind auch sie mit Trumps Politik unzufrieden. 60 Prozent wollten laut Umfrage mit ihrer Stimme ihre Ablehnung gegenüber Trump zeigen.
Arbeiter
Die "New York Times" beobachtete zudem landesweit eine Verschiebung zugunsten der Demokraten in Regionen mit überwiegend weißen Wählern aus der Arbeiterschicht – die bisher ein wichtiger Teil von Trumps Wählerbasis war. Eine wichtige Rolle dürften die Unzufriedenheit mit den hohen Lebenshaltungskosten gespielt haben, aber auch Trumps Abschiebepolitik. Unter Trump wurden auch Razzien an Arbeitsstätten durchgeführt, um Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung ausfindig zu machen - dabei sind viele Branchen von solchen Arbeitskräften abhängig.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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