Donald Trump: Er will keine "lahme Ente" sein – Trump zündet politische Bombe im Podcast

Donald Trump hat für den Fall einer Wahlniederlage seiner Republikaner bereits einen Plan. Als "Mr. Veto" will er demokratische Gesetzesvorhaben blockieren und sein Umfeld notfalls mit Begnadigungen schützen. Im Podcast spricht der US-Präsident außerdem erneut über seinen Wunsch nach einer dritten Amtszeit.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump spricht über mögliche dritte Amtszeit. (Foto) Suche
Donald Trump spricht über mögliche dritte Amtszeit. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump will bei einem demokratischen Wahlsieg als "Mr. Veto" sämtliche Gesetzesvorhaben der Opposition blockieren
  • US-Präsident stellt präventive Begnadigungen für Mitarbeiter und Verbündete in Aussicht
  • Donald Trump würde nach eigenen Worten gern erneut kandidieren

Donald Trump denkt offenbar nicht daran, sich bei einem Machtverlust im Kongress zurückzuhalten. Sollten die Demokraten bei den US-Midterms die Mehrheit erobern, will der US-Präsident sämtliche Gesetzesvorhaben der Opposition blockieren. In einem Podcast-Interview kündigte er außerdem präventive Begnadigungen für Mitarbeiter und Verbündete an. Und auch seinen Wunsch nach einer dritten Amtszeit machte Trump erneut deutlich – obwohl die Verfassung dem einen Riegel vorschiebt.

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Donald Trump spricht im Podcast über dritte Amtszeit

Kurz vor den Zwischenwahlen am 3. November 2026 sprach Trump mit der Journalistin Miranda Devine im Podcast "Pod Force One". Dabei ging es um seine politische Zukunft, mögliche Machtkämpfe mit einem demokratisch dominierten Kongress und die Frage, wie er sein Umfeld vor juristischen Konsequenzen schützen könnte. Die Aussagen des US-Präsidenten sorgen für Diskussionen.

Auf die Frage, ob er als "lahme Ente" leise abtreten werde, antwortete Trump mit bemerkenswerter Offenheit: "Ich würde liebend gern nochmal antreten, wenn ich die Möglichkeit hätte, aber der Wortlaut ist sehr eindeutig." Seine Begeisterung für eine weitere Kandidatur unterstrich er gleich mehrfach. Dabei verwies er auf eine nicht näher benannte Umfrage, in der er angeblich alle Konkurrenten deutlich geschlagen habe. Gleichzeitig räumte der US-Präsident ein, dass die verfassungsrechtlichen Vorgaben einer dritten Kandidatur im Weg stehen. Der 22. Zusatzartikel zur US-Verfassung begrenzt die Wahl zum Präsidenten auf höchstens zwei Amtszeiten. Trump verwies stattdessen auf die verbleibende Zeit im Weißen Haus. Mehr als zwei Jahre seien noch übrig, in denen sich viel erreichen lasse. Die USA hätten "die beste Wirtschaft in der Geschichte", behauptete er. Als Belege nannte er neue Autofabriken, Pharmawerke und Chipfabriken.

"Mr. Veto": Trump droht mit Blockade aller demokratischen Gesetze

Sollten die Republikaner bei den Midterms ihre Mehrheit im Kongress verlieren, hat Trump nach eigener Aussage bereits einen Plan: "Dann werde ich wohl Mr. Veto", erklärte er im Podcast. Er werde sämtliche Gesetzesvorhaben der Demokraten blockieren. Nach ein bis zwei Monaten permanenter Ablehnung würden diese seiner Einschätzung nach schließlich an den Verhandlungstisch kommen. Besonders düster malte Trump das Szenario eines umfassenden demokratischen Machtgewinns: Die Demokraten könnten Puerto Rico und Washington D.C. zu Bundesstaaten machen, den Filibuster im Senat abschaffen und den Supreme Court auf 23 Richter vergrößern. "Unser Land wäre erledigt", warnte Trump. Damit griff er Befürchtungen auf, die auch Tech-Milliardär Elon Musk geäußert hatte. Allerdings handelt es sich bei den genannten Vorhaben um Trumps Darstellung möglicher demokratischer Pläne – nicht um eine beschlossene Gesetzesagenda der Opposition.

Begnadigungen auf Vorrat: Trump will Mitarbeiter und Verbündete schützen

Besonders brisant wurde das Gespräch, als es um mögliche Ermittlungen gegen Trumps Umfeld ging. Die Moderatorin sprach unter anderem angebliche Forderungen demokratischer Politiker an, gegen Elon Musk vorzugehen, seine Fabriken zu beschlagnahmen oder SpaceX zu verstaatlichen. Trump reagierte mit einer Warnung: "Es ist Gerede, aber wenn es Gerede ist, müssen wir sie schützen." Auf die Frage, ob er präventive Begnadigungen für Mitarbeiter aussprechen würde, antwortete der Präsident ebenfalls deutlich: "Wenn es nötig wäre, auf jeden Fall. Jeden, der für einen gearbeitet hat – da würde ich nicht mal drüber nachdenken."

Netz reagiert auf Trumps Machtfantasien

Auf der Plattform X reagierten Nutzer mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und beißendem Humor. Besonders Trumps widersprüchlicher Umgang mit Umfragen wurde zum Ziel des Spotts. "In einem Atemzug sagt er 'Umfragen sind gefälscht', im nächsten 'neulich gab es eine Umfrage'", schrieb ein Nutzer. Ein anderer fragte: "Wer ist 'die'? Welche Umfrage? Deine Milliardärsfreunde, die mit Öl so viel Geld verdienen?" Auch Trumps Gesundheitszustand wurde thematisiert. Ein Nutzer kommentierte, der US-Präsident schaffe "kaum noch einen Watschelgang, geschweige denn einen Wahlkampf". Andere verwiesen darauf, dass bei einer Aufhebung der Amtszeitbegrenzung auch Barack Obama erneut kandidieren könnte. Ein weiterer Kommentator vermutete hinter Trumps Äußerungen ein Ablenkungsmanöver: "Er weiß, dass er nicht nochmal antreten kann, aber er muss irgendetwas an die Wand werfen, damit die Leute über etwas anderes reden als die miese Wirtschaft und den Krieg im Iran."

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