Nach Ausschreitungen: GdP: Schnelle Urteile nach Krawallen wären wirksam

Die Debatte darüber, wer für die Krawalle am Wochenende verantwortlich ist, ermüdet die GdP. Sie sieht vor allem ein wirksames Instrument: schnelle Urteile des Rechtsstaats.

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Aktuelle Nachrichten zum Thema Kriminalität lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Heiko

Nach den gewaltvollen Ausschreitungen vom Wochenende fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schnelle Urteile für die Verantwortlichen. Er erwarte, dass innerhalb der nächsten zehn Tage die ersten Verurteilungen stattfänden, sagte GdP-Chef Jochen Kopelke im Deutschlandfunk. Man wolle mit diesen Krawalltätern nicht in zwei Wochen wieder zu tun haben. Wenn der Rechtsstaat den Straftätern eine Strafe gebe, würde das wirken. Mit Blick auf die Silvesterkrawalle vor einigen Jahren sagte Kopelke, hier warte man noch immer auf Urteile.

Kopelke zeigte sich ermüdet von der aktuellen Diskussion um Nationalitäten und Hautfarbe. Die Stadtbild-Debatte keime gerade wieder auf, weil die aktuellen Bilder die Leute fassungslos zurückließen. "Und jetzt streiten sich zwei Bundesminister, wie man das beschreibt, während wir in der Polizei sagen: Das gibt es doch nicht. Die Debatten kennen wir. Löst bitte das Problem, dass hier Krawallmacher, dass hier Straftäter sind, die die Versammlungen anderer Gruppen und ganzer Generationen zerstören."

Kopelke: "Brauchen harte Hand gegen Straftäter"

Auf die Frage einer pauschalen Diffamierung ganzer gesellschaftlicher Gruppen räumte Kopelke ein, dass das für diese verletzend sei - fragte aber zugleich, wie man die Menschen nun benennen solle. "Das sind die, die auf den Bildern sind. Wieso weiß man vorher, welcher Talahon, welcher junge Mann sich wieder nicht im Griff haben wird?" Die Gesellschaft finde keinen Umgang und keine Antwort auf dieses Kriminalitätsphänomen.

Die neuerliche Debatte zeige, dass Deutschland nicht begriffen habe, dass es ein Einwanderungsland sei. "Wir müssen anders mit den Menschen umgehen, die hier fleißig sind, und wir brauchen eine harte Hand gegen Straftäter."

Alexander Dobrindt (CSU) hatte mit Blick auf die Ausschreitungen von "gewaltbereiten linken Gruppen und migrantischen Chaoten" gesprochen. Unter anderem Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte widersprochen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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