Jugendproteste: Banaszak wirft Dobrindt pauschale Ausgrenzung vor
"Nicht richtig zugehörig": Grünen-Chef Felix Banaszak wirft Dobrindt vor, Menschen pauschal auszugrenzen. Warum die Wortwahl des Innenministers für Kritik sorgt.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Mit Äußerungen über die Herkunft der Beteiligten an den Krawallen vom vergangenen Samstag haben Unionspolitiker die Grünen gegen sich aufgebracht. Im Zentrum der Kritik stehen vor allem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Hessens Innenminister, Roman Poseck (CDU). Es gehe diesen Politikern darum, einen Teil der Bevölkerung als "nicht richtig zugehörig" zu markieren, kritisierte der Grünen-Vorsitzende, Felix Banaszak. Dies lehne er selbst ab.
Migrantisches Milieu?
Dobrindt hatte nach den Ausschreitungen in Frankfurt am Main, Köln und anderen Städten gesagt: "Es gab friedliche Demonstrationen, die dann Richtung Abend gekapert worden sind von gewaltbereiten linken Gruppen und migrantischen Chaoten." Poseck sagte, die Störer stammten "überwiegend aus einem migrantischen Milieu".
Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung
Der Vorsitzende der Grünen Jugend, Luis Bobga, der gemeinsam mit Banaszak in Berlin vor die Presse trat, verwies darauf, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands einen Migrationshintergrund hat. Diese heterogene Gruppe pauschal zusammenzufassen, ergebe keinen Sinn. Während Dobrindt von Linksextremisten spreche "paktiert er selbst mit extremistischen Chaoten", um seine Abschiebepläne nach Afghanistan durchzusetzen, fügte Bobga hinzu. Er spielte damit auf Kontakte der Bundesregierung zu den militant-islamistischen Taliban an. Der Co-Vorsitzende der Grünen Jugend warf der Bundesregierung vor, sie ignoriere die legitimen Anliegen der Gen-Z-Proteste vom Samstag - von hohen Mietpreisen über fehlende Therapieplätze bis hin zu maroden Schulen und Ablehnung einer Wehrpflicht.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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