Donald Trump: Vornübergebeugt und mit offenem Mund – Entsetzen über Trump-Fotos

Donald Trump verwirrte bei einer Wahlkampfveranstaltung mit ungewöhnlichen Aussagen über Aspirin. Im Anschluss geraten plötzlich Bilder seiner Rückkehr nach Washington in den Fokus. Sie heizen erneut die Debatte über seinen Gesundheitszustand an.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump sprach bei einer Wahlkampfveranstaltung über Aspirin. (Foto) Suche
Donald Trump sprach bei einer Wahlkampfveranstaltung über Aspirin. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Trump sorgt mit ungewöhnlicher Rede für Kopfschütteln
  • Neue Bilder lösen erneut Gesundheits-Spekulationen aus
  • Demokraten liegen in mehreren Senatsrennen vorn

Donald Trump sollte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio eigentlich die republikanischen Kandidaten für die anstehenden Midterms unterstützen. Stattdessen sorgte der US-Präsident mit einer ungewöhnlichen Rede über seine tägliche Aspirin-Einnahme. Doch die eigentliche Debatte begann erst nach der Veranstaltung: Aufnahmen von Trumps Rückkehr nach Washington lösten neue Diskussionen über seinen körperlichen Zustand aus. Der politische Kommentator Ben Meiselas vom Medienportal "MeidasTouch" fasste den Abend mit den Worten zusammen: "Was zum Teufel ist da gerade passiert? So etwas habe ich noch nie gesehen."

Weitere Meldungen rund um Donald Trump finden Sie am Ende dieses Artikels.

Donald Trump verliert sich in Aspirin-Anekdote

Besonders seine Ausführungen über Aspirin sorgten für Verwunderung. Trump erklärte dem Publikum: "Ich liebe Bayer Aspirin. Ich nehme täglich eine Aspirin. Ich weiß nicht, ob es wirkt, aber psychologisch brauche ich es." Das Mittel verdünne das Blut enorm, fügte er hinzu. Er nehme es bereits seit langer Zeit. "Und hier stehe ich und halte Reden."

Trump-Bilder aus Washington sorgen für neue Spekulationen

Für Aufsehen sorgten anschließend Aufnahmen von Trumps Rückkehr nach Washington. Gegen 23.15 Uhr landete der Präsident in der US-Hauptstadt. Auf einem der verbreiteten Fotos ist Trump mit weit geöffnetem Mund zu sehen. Auf einer weiteren Aufnahme wirkt sein Kopf im Stehen nach vorn gesunken. Meiselas beschrieb Trump als "vornübergebeugt" und sprach von "Schwierigkeiten beim Gehen". Die Bilder verbreiteten sich anschließend in sozialen Medien und wurden erneut zum Anlass für Spekulationen über Trumps Gesundheitszustand.

Wichtig: Die Aufnahmen liefern keinen medizinischen Beweis für eine Erkrankung. Auch aus den Bildern allein lässt sich keine Diagnose ableiten. Dennoch haben Mediziner in der Vergangenheit anhand öffentlich sichtbarer Aufnahmen mögliche gesundheitliche Probleme diskutiert.

Mediziner spekulieren über möglichen Schlaganfall

Einer von ihnen ist Bruce Davidson, Professor an der Washington State University. Er äußerte bereits Anfang 2026 die Einschätzung, Trump könnte einen Schlaganfall erlitten haben. Davidson stützte seine These unter anderem auf von ihm beobachtete Veränderungen bei Gang, Sprache und Bewegungen. Auch der klinische und forensische Psychologe John Paul Garrison analysierte in der Vergangenheit öffentliche Auftritte Trumps. Bei einzelnen Bewegungsabläufen hielt er unter anderem einen fokalen Anfall oder ein anderes neurologisches Ereignis für möglich. Gleichzeitig wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Garrison Trump nicht selbst untersucht hat und keine Diagnose stellt. Ein bestätigter Schlaganfall oder eine andere neurologische Erkrankung ist damit nicht belegt. Die gesundheitlichen Spekulationen beruhen auf Beobachtungen und Einschätzungen einzelner Experten – nicht auf einer öffentlich bekannten Diagnose.

Trump scheint während der Veranstaltung einzunicken

Auch während der Rally sorgte Trump für ungewöhnliche Momente. Als der republikanische Senator John Husted aus Ohio das Wort ergriff, schien Trump im Stehen einzunicken. Sein Kopf sank dabei nach vorn, während Husted über wirtschaftliche Erfolge sprach. Meiselas bezeichnete die Veranstaltung insgesamt als "energielose Veranstaltung". Für einen weiteren kuriosen Moment sorgte der republikanische Gouverneurskandidat Vivek Ramaswamy. Als dieser ein Kind auf den Arm nehmen wollte, schien es ihm kurz zu entgleiten. "Ich heb dich hoch. Du bist schwer. Whoa", war Ramaswamy zu hören. Zwischendurch unterbrach zudem ein Zuschauer die Veranstaltung mit lauten Zwischenrufen und bezeichnete den Präsidenten als Lügner. Meiselas kritisierte die Stimmung und sprach von einer "MAGA-Clownshow" kurz vor den Midterms.

Demokraten in wichtigen Senatsrennen vorn

Die chaotischen Auftritte der Republikaner spiegeln sich offenbar auch in den aktuellen Erhebungen wider. Laut der jüngsten Umfrage der "New York Times" und des Siena College liegen die Demokraten in mehreren entscheidenden Senatsrennen teils deutlich in Führung: In Alaska beträgt der Vorsprung sieben Prozentpunkte, in Texas sechs und in Ohio drei. In Kansas liefern sich beide Parteien ein Kopf-an-Kopf-Rennen, während die Republikaner in Iowa mit lediglich einem Punkt vorn liegen – praktisch ein Gleichstand. Für die GOP zeichnet sich damit ein bedrohliches Szenario ab, das die Mehrheitsverhältnisse im Kongress grundlegend verändern könnte. Meiselas verwies angesichts dieser Zahlen auf die Botschaften der MAGA-Republikaner und kommentierte: "Kein Wunder, dass wir solche Umfragedaten sehen."

Weitere Meldungen rund um die Trump-Regierung finden Sie hier:

/sfx/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.