Wladimir Putin: Wadephul will von Putin Zeichen der Verhandlungsbereitschaft
Der deutsche Außenminister warnt vor Hungersnöten, falls Getreideexporte aus der Ukraine und Russland weiterhin blockiert werden. Vom russischen Präsidenten fordert er ein Signal vor dem G20-Gipfel.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Außenminister Johann Wadephul fordert vom russischen Präsidenten Wladimir Putin nach dessen Einladung zum G20-Gipfel in den USA Zeichen der Verhandlungsbereitschaft. Putin müsse "beweisen, ob es eine Friedensbereitschaft, eine Verhandlungsbereitschaft auf russischer Seite gibt", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar in der Hauptstadt Bratislava. "Das unterstreicht man natürlich am besten dadurch, dass man von vornherein Schritte in diese Richtung macht."
Der Bundesaußenminister war gefragt worden, ob er dafür sei, die Teilnahme Putins am G20-Treffen in Florida im Dezember davon abhängig zu machen, dass Moskau einer Teilwaffenruhe im Schwarzen Meer zustimmt, um den Weg für Getreideexporte aus der Ukraine freizumachen. Dieser Exportweg ist wegen des andauernden russischen Angriffskriegs auf die Ukraine blockiert.
Die Einladung an Putin zum G20-Gipfel sei ein Lackmustest für Russland, betonte Wadephul. Verhandlungsbereitschaft könne Moskau am besten dadurch unterstreichen, "dass man von vornherein Schritte in diese Richtung macht" - etwa durch einen Waffenstillstand für das Schwarze Meer, "der die dringend benötigten Getreideexporte ermöglichte".
Wadephul: Ohne Getreideexporte drohen Hungersnöte
Dies sei eine große Frage für die Getreideproduzenten Ukraine und Russland, aber eine noch viel größere Frage für viele Länder des globalen Südens, warnte Wadephul. "Dort drohen Hungersnöte, dort drohen weitere humanitäre Katastrophen und dort droht eine weitere Destabilisierung von Staaten." Dies könne zu Fluchtbewegungen, Vertreibung und neuen kriegerischen Konflikten führen. Daher appelliere er dringend an Russland, hier ein Einsehen zu haben.
In der G20-Runde der großen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil – also vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Der G20-Gruppe gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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